„Taschenkontrolle!“ Ein geballter Anflug von
Ironie am Eingang des Landesgerichtes St. Pölten macht sich breit. Denn die
Kontrolleure sind vom privaten Sicherheitsunternehmen „G4S Secure Solutions
AG“, das wenige Minuten später im Verhandlungssaal im Zentrum steht.
Jorinna
P. (23; alle Namen geändert) hat gemeinsam mit ihrem Rechtsanwalt den Weg zum
Gericht gewählt. Sie war von der Überwachungsfirma gekündigt worden.
Angebot
lautete auf 14.000 Euro
Die
Firmenvertreterin erschien ohne Begleitung, nach einer Viertelstunde war die
Tagsatzung schon wieder vorüber. Das wunderte selbst den Richter. 14.000 Euro
bot das Unternehmen, damit rund um die Kündigung eine Gerichtsverhandlung
vermieden werden kann.
Kein
Wunder, denn die Firma dürfte allen Grund gehabt haben, dass es zu keiner
Verhandlung kommt. Dort wäre sicher ein interessanter Umstand zur Sprache
gekommen: Am Rande einer Fahrt zur Absolvierung eines Überwachungsauftrags im
Osten Niederösterreichs erlag ihr Vorgesetzter offenbar den Reizen der
bildhübschen 23-Jährigen. Den „Busengrapscher“ ließ sich die resolute Mostviertlerin
aber nicht gefallen. Sie zeigte den Mann wegen sexueller Belästigung an.
Hier
Beförderung, dort Kündigung
Er ist
mittlerweile am Landesgericht Korneuburg rechtskräftig verurteilt worden (3.600
Euro Geldstrafe), auf Rechtsmittel hat er verzichtet (...)
sowie in der Dienstleistung in Information & Consulting
Rahmenkollektivvertrag für Angestellte im Handwerk und Gewerbe, in der Dienstleistung und in Information und Consulting veröffentlicht Ab dem 1.1.2012 gelten folgenden Änderungen:
Angestellte von Betrieben, die der Fachgruppe Finanzdienstleister angehören, unterliegen dem „Rahmenkollektivvertrag für Angestellte im Handwerk und Gewerbe, in der Dienstleistung, in Information und Consulting“. Der Rahmen-KV für 2012 wurde mit folgendem Ergebnis abgeschlossen:
1. Erhöhung der monatlichen Mindestgehälter: Verwendungsgruppe I um 4,1 %, Verwendungsgruppe II um 3,65 % - Achtung: Übergangsregelung beachten (siehe KV-Protokoll)!, Verwendungsgruppe III um 3,65 %, Verwendungsgruppe IV um 3,65 %, Verwendungsgruppe V um 3,65 %, Verwendungsgruppe VI um 3,65 %, Verwendungsgruppe MI um 3,65 %, Verwendungsgruppe MII um 3,65 %, Verwendungsgruppe MIII um 3,65 %.
2. Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen um 3,65 %. 3. Erhöhung der Nachtarbeitszulage um 3,65 %, neu € 1,67.
Für die Verwendungsgruppe I wurde vereinbart, dass für neu begründete Dienstverhältnisse ab 1.1.2012 die Verweildauer in der VerwGr. I maximal 3 Jahre beträgt. Danach hat eine Vorrückung in eine höhere Verwendungsgruppe gemäß § 17 Abs. (6) zu erfolgen. Für bereits bestehende Dienstverhältnisse in der VerwGr. I erfolgt ab 1.1.2015 eine Vorrückung in eine höhere Verwendungsgruppe gemäß § 17 Abs. (6). Im Rahmenrecht wurden Änderungen bei der Anrechnung von Karenz (§ 8b bzw. § 17 Abs. und der Freizeit bei Dienstverhinderung (§ vorgenommen.
Berlin (dpa) - Der Bundesverband Deutscher Detektive (BDD)
hat eine bessere Bezahlung für die Arbeit in Kaufhäusern gefordert. Mit den
derzeitigen Tariflöhnen im Sicherheitsgewerbe von 6,50 bis 8,50 Euro seien gut
ausgebildete Kaufhausdetektive nicht zu haben.
Das sagte Verbandsgeschäftsführer Hans Sturhan am Freitag.
Mindestens 30 bis 50 Prozent mehr seien nötig. Der Verband hat eigenen Angaben
zufolge Richtlinien für die Tätigkeit von Kaufhausdetektiven erstellt, die
ethische Standards gewährleisten. Inzwischen arbeite man auf dem Gebiet mit den
Discountern Lidl und Aldi Süd zusammen, mit der Handelskette Metro gebe es
Gespräche. Nach Angaben des BDD arbeiten in Deutschland etwa 4000
Kaufhausdetektive.
Sturhan wies darauf hin, das es mit geschultem Personal
Ausspäh- Skandale wie bei Lidl nicht gegeben hätte. Ein qualifizierter
Ladendetektiv arbeite ausschließlich in den Verkaufsflächen und verfolge nur
Kunden- und Mitarbeiterdiebstähle. Lidl war in den vergangenen Jahren in die
Schlagzeilen geraten, als systematische Bespitzelungen von Mitarbeitern durch
das Unternehmen bekannt wurden.
Die im Verband organisierten Detektive erhalten den Angaben
zufolge 80 Prozent ihrer Aufträge von Wirtschaftsunternehmen. Sie ermitteln in
Fällen von Produkt- und Markenpiraterie, Patentrechtsverletzungen und
Korruption oder observieren Mitarbeiter. In Deutschland gibt es nach Angaben
des Statistischen Bundesamtes 1508 umsatzsteuerpflichtige Detekteien. 150 sind
im BDD organisiert.
Wer sich
auf dem Markt behaupten will, braucht brandaktuelle Informationen über seine
Konkurrenten. Zur langfristigen Sicherung des Markterfolges ist die permanente
Überwachung unerlässlich. Dabei sollte es oberste Prämisse sein, dass man sich
– in puncto Informationsbeschaffung über Mitbewerber - im rechtlichen Rahmen
bewegt. Competitive Intelligence ist eine Methode zur Erarbeitung von
Wettbewerbsvorteilen.
In der
Kolumne „Undercover“ berichtet Bernhard Maier über Ermittlungen unter Legende und
über Techniken der Legendenbildung.
von Mag. Bernhard Maier
Mitarbeiterüberwachung: Ja
Lidl: Nein
Stasi- und
Spionagemethoden muss der Diskonter Lidl sich nun wieder nachsagen
lassen.
Selbst nachdem erstmals vor etwa einem Jahr systematische
Mitarbeiterüberwachung aufgedeckt wurde, wurden weiterhin Aufzeichnungen mit
Krankheitsdaten von Mitarbeitern geführt.
Höchste
Gefährdung durch Angriffe auf die IT. Mit der IT verknüpfte Gefahren sind für
die Wirtschaft der stärkste Risikofaktor im Bereich Sicherheit. Diese Aussage
gilt nach wie vor, auch wenn deren Gefährdungsgrad erstmals seit 2000
zurückging. Auch in Zukunft wird die IT-Gefährdung - und hier insbesondere die
Internetbasierte
Kriminalität
- im Fokus der Sicherheitsexperten bleiben. Dies ist eine der zentralen
Aussagen der 9. WIK Sicherheits-Enquête, einer umfangreichen Befragung, an der
zwischen Oktober 2008 und Januar 2009 über 240 Führungskräfte aus der
Unternehmenssicherheit und der Sicherheitsdienstleistung teilgenommen haben.
Eine ausführliche Analyse der Ergebnisse der WIK-Sicherheits-Enquête
2008/2009 finden Sie in der April-Ausgabe der WIK (2/2009). www.wik.info
Fall Kampusch: Es gab Mitwisser
Gleich zwei
Kommissionen arbeiten an der Aufarbeitung des Falles Natascha Kampusch. Seit
Oktober wird mit der Einsetzung einer Sonderkommission der Exekutive der zuvor
abgeschlossene Fall neu aufgerollt. Klarer Auftrag: Die Ermittler sollen
klären, ob es einen oder mehrere Mittäter des Entführers Wolfgang P. gegeben
habe. Die Ermittlungen dauern zwar noch an, aber laut bisher gewonnenen
Erkenntnissen steht fest: Es gab in der achteinhalb Jahre andauernden
Entführung auf jeden Fall „Mitwisser“. Ob es sich auch um Mittäter
handle, müsste nach Abschluss der neuerlichen Polizeiarbeit das Gericht klären,
heißt es im Mai 2009. Die sechsköpfigeEvaluierungskommission geht der Frage nach, ob und warum Pannen bei
Ermittlungen passiert sind und wie sich solche künftig verhindern lassen.
Phantom-Panne und „CSI“-Effekt
Die DNA
einer Verpackerin führte hunderte Ermittler jahrelang in die Irre (siehe „Die
Unsichtbare“, „der detektiv“ 1/09 S 12ff). Viele Gerichte ziehen den
Rückschluss zu schnell, dass der Spurenverursacher auch der Täter ist. Die DNA
sei zunächst nichts weiter als eine Spur - wie sie an den Tatort komme, sei
eine ganz andere Frage. Auch wenn die Ermittler der Sonderkommission „Parkplatz“
betonen, im Fall der in Heidelberg ermordeten Polizistin Michele K. auch andere
Spuren verfolgt zu haben, auch sie litten wohl unter dem „CSI“-Effekt.
sowie in der Dienstleistung in Information & Consulting
Der ab 1.1.2009 geltende Rahmenkollektivvertrag ist ab sofort online. Über
untenstehenden LINK ist der Rahmenkollektivvertrag für Angestellte im Handwerk
und Gewerbe in der Dienstleistung in Information und Consulting 2009 abrufbar.
Änderungen ab 1.1.2009:
1. Erhöhung der monatlichen Mindestgehälter:
Verwendungsgruppe I um 3,6 %,
Verwendungsgruppe II um 3,6 %,
Verwendungsgruppe III um 3,6 %,
Verwendungsgruppe IV um 3,5 %,
Verwendungsgruppe V um 3,5 %,
Verwendungsgruppe VI um 3,5 %,
Verwendungsgruppe MI um 3,5 %,
Verwendungsgruppe MII um 3,5 %,
Verwendungsgruppe MIII um 3,5 %.
2. Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen um 3,6 %
3. Erhöhung der Nachtarbeitszulage um 3,6 %
4. Rahmenrechtliche Änderungen:
Im Bereich des Rahmenrechtes konnten bedauerlicherweise
keine inhaltlichen Änderungen vereinbart werden, lediglich die Fortsetzung der
Arbeitsgruppe zum Thema "Arbeitszeit und Arbeitszeitgestaltung unter
Berücksichtigung des Arbeitszeitpaketes 2007" konnte festgelegt werden.
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