Die Geschäftsgrundlage von Louis Wonderly ist so sicher wie
die weniger anderer Branchen. Denn solange es Kriminalität gibt, bekommt seine
internationale Detektei Aufträge – auch in wirtschaftlichen schlechten Zeiten.
Nur in Ausnahmefällen kümmert sich die Wirtschaftsdetektei
Paladin Associates von Louis Wonderly um die Sorgen von Privatleuten, in der
Regel gehören zu seinem Kundenkreis Banken, Finanzinvestoren, Anwaltskanzeleien
und große Konzerne, die zum Teil im Dax gelistet sind. Allein in Deutschland
leiden rund zwei Drittel der Großunternehmen unter Wirtschaftskriminalität –
das ergab eine Studie, die PricewaterhouseCoopers in Zusammenarbeit mit der
Universität Halle-Wittenberg erstellt hat. Wobei die betroffenen Unternehmen im
Durchschnitt im vergangenen Jahr einen Verlust von mehr als 5,5 Millionen Euro
hinnehmen mussten. Verluste haben aber auch manche professionelle Investoren,
beispielsweise wenn sie auf windige Gewinnversprechen reingefallen sind. So
auch einige, die beim größten Betrüger der US-Geschichte, bei Bernard Madoff,
ihr Geld angelegt hatten.
65 Milliarden Euro hatte Madoff am Ende verwaltet und
veruntreut. Nun sitzt er im Gefängnis und das Geld ist erstmal futsch. Damit
wollen sich die geprellten Investoren aber nicht abfinden und hoffen mit Hilfe
der Wirtschaftsdetektei Paladin Associates doch noch zumindest etwas
wiederzubekommen. Also haben sich die Leute von Wonderly auf die Suche nach den
rund fünf Milliarden Euro der Auftraggeber gemacht. Im Visier haben sie
unter anderem die Vertriebsleute und Fonds, die das ihnen anvertraute Geld zu
Madoff gebracht haben. "Diese Leute, die das verkauft haben, die Honorare
bekommen haben, die haften auch," sagt Wonderly. "In ein paar Fällen
haben wir den Investoren geholfen, etwas zurückzubekommen. Wir sind aber immer
noch dabei."
Von Personenüberprüfung bis zur Prozesshilfe
Wer den gebürtigen US-Amerikaner Louis Wonderly, den Gründer
der Detektei, hinter einem schmudeligen Schreibtisch, mit abgetragenem,
verbeulten Anzug und vollem Aschenbecher erwartet, der wird enttäuscht sein.
Zwar liegt das Büro im fünften Stock eines eher unscheinbaren Gebäudes. Aber
das liegt im Herzen von München, einen Katzensprung entfernt vom Wahrzeichen
der Stadt, der Frauenkirche. Und Wonderly präsentiert sich in seriösem Anzug.
Er und seine fünf Mitarbeiter recherchieren von hier aus
beispielsweise, wenn Führungskräfte den Verdacht haben, es könnte korrumpiert
werden. Sie werden aktiv bei Patentverletzungen, bei Betrug und häufig auch
bevor Verträge abgeschlossen werden, denn oft wollen die Firmen überprüfen, mit
wem sie es zu tun haben und ob die Angaben, die Geschäftspartner gemacht haben,
überhaupt stimmen. Außerdem leisten die Detektive von Palladin Associates auch
Prozesshilfe. Das heißt sie machen sich auf die Suche nach Beweismaterial, das
sie dann auswerten. Oder sie spüren Zeugen auf.
Warum aber werden Wirtschaftsdetektive eingeschaltet, wo
gerade Großkonzerne über eigene große Sicherheitsabteilungen verfügen?
"Die Sicherheitsabteilungen von Firmen machen häufig nur interne
Geschichten. Wir bekommen Aufträge, wenn es sich um Sachen außerhalb der Firma
handelt," erklärt Wonderly. An die Polizei könnten sich Unternehmen nicht
wenden, wenn sie lediglich den Verdacht haben, etwas würde nicht stimmen, oder
wenn sie vorsorgliche Kontrollrecherchen machen wollen.
Das meiste ist Schreibtischarbeit
Anders als in vielen Fernsehkrimis, findet die Arbeit der
Detektive ganz unspektakulär zunächst am Computer statt. Sie recherchieren in
öffentlichen Registern und in umfangreichen internationalen Datenbanken wie
Lexusnexus oder Genios. Manchmal ist es jedoch auch notwendig das Büro zu
verlassen und zum Teil im Ausland tätig zu werden, beispielsweise um
Originaldokumente zu organisieren oder Zeugen im Ausland ausfindig zu machen.
Für solche Fälle kann Wonderly auf ein internationales
Netzwerk von rund 250 Personen zurück greifen – darunter Anwälte, Ex-Banker,
Journalisten und Ex-Polizisten. Und die können sich auch in der
Wirtschaftskrise nicht über mangelnde Aufträge von Wonderly beklagen. In der
derzeitigen Rezession gäbe es wenig Firmenübernahmen, also wenig Untersuchungen
im Vorfeld von Verträgen, "dafür aber viele Fälle, in denen das
Unternehmen Prozessunterstützung leistet," sagt Wonderly. Die Unternehmen
würden in der augenblicklichen schlechten Wirtschaftslage mehr klagen,
beispielsweise wegen Plagiaten. "Weil das eine Sache ist, die man in
schlechten Zeiten zu Geld machen kann."
Quelle: DW-World.de, 9.3.2010, Autorin: Insa Wrede, Redaktion:
Henrik Böhme
In Israel war er Elitesoldat und Spezialagent. Heute
operiert er undercover an der deutschen und internationalen Wirtschaftsfront:
Frank H. ist von Beruf Problemlöser. Reporter Jörg Heuer hat ihn getroffen.
Ein lautloser Schatten huscht durch den Wald. Unweit des
Zaunes zum Fabrikgelände hechtet die dunkle Gestalt hinter einen Hügel ins
Buschwerk. „Zielobjekt voll im Visier“, raunt der in rabenschwarze Kampfmontur
gekleidete Schattenmann zufrieden: Springerstiefel, Handschellen, Schlagstock
am Gürtel, Revolver im Halfter, Sturmmaske, Minikamera, Kompass, Pfefferspray,
Gasmaske, Notration in den Taschen, Walkie-Talkie am Hals, Nachtsichtbrille
vorm guerillamäßig geschwärzten Gesicht.
Hüne wie aus einem Ballerspiel
Auf Stahlhelm und kugelsichere Weste hat er diesmal
verzichtet. „Ich rechne nicht mit einem Schusswechsel.“ Wir sind nicht irgendwo
in Afrika, Afghanistan oder Kolumbien. Wir sind in Deutschland. Und für den
Mann in Schwarz ist es ein normaler Arbeitstag. H. heißt der Hüne, der
aussieht, als sei er einem Computer-Ballerspiel entsprungen. Frank H..
Deutsch-Israeli, Einzelkämpferausbildung, gestählt in vielen
Undercover-Missionen an vorderster Front. Er ist „Problemlöser“ von Beruf.
Millionäre, Manager, Vorstände, Unternehmer, Chefs von
Konzern-Sicherheitsabteilungen sind seine Auftraggeber. Führungskräfte der
Industrie, die ein Problem haben und es gern aus der Welt hätten. Ohne Polizei,
ohne Anzeige. Ein Problem mit der Konkurrenz, mit Mitarbeitern, Korruption,
Datendiebstahl, Erpressung, Entführung, Sabotage, Industrie- und Wirtschaftsspionage,
Imageschädigung, Produktpiraterie, Sektenunterwanderung, Psychoterror, Rufmord.
„Ich beschaffe
vertrauliche Informationen, checke Umfelder, Mitarbeiter und Geschäftspartner,
enttarne eingeschleuste Spione und korrupte Manager, überführe Saboteure und
Verräter, lege Fallen aus, biege Dinge wieder gerade. In dieser Grauzone bewege
ich mich beruflich“, sagt der Mann für alle Fälle. Das Haar ist kurz, der Blick
scharf, der Händedruck fest. Er ist Kettenraucher und Kaffeesäufer. Mit Anfang
20 wurde er beim israelischen Militär zum Einzelkämpfer, dann zum
Spezialagenten ausgebildet.
In der Wüste könne er sich in einen Fels verwandeln, im Dschungel in einen
Busch, im Rotlichtviertel in einen schmierigen Gangsterboss oder Bodyguard, im
Bankenviertel in einen seriösen Nadelstreifen-Mann oder Putzkolonnen-Führer,
sagt der 45-Jährige. Für israelische Sicherheitsorgane war Frank H. bei
„Undercover-Sessions“ in Syrien, Libyen, Saudi-Arabien, im Libanon und Jemen,
„unsichtbar“ bei Wirtschaftsgipfeln und Vorstandsbesprechungen. Vor dem
Mauerfall war er zudem Mitglied eines Spezialkommandos, das im Auftrag Israels
insgesamt 178 Menschen „mit jüdischem Hintergrund“ aus der ehemaligen DDR
geschleust hat. Die Stasi hat ihn per Haftbefehl gejagt, doch nie gekriegt.
Er hat sich den ostdeutschen Haftbefehl gleich nach der Wende besorgt. Er zeigt
ihn gern vor. Ebenso ein bedrohlich unfreundliches Schreiben vom Department of
Special Affairs (DSA), dem Geheimdienst der Scientology-Wirtschaftssekte. Die
hat ihn schon lange zum Gegner erklärt, er kam ihnen zu oft in die Quere. Der
Problemlöser geht nie ohne Sturmgepäck, Spurensicherungskoffer, Einbruchs- und
Lausch-Equipment zur Arbeit. Weil er gerüstet sein will. Weil er immer auf den
Kontakt mit „bösen Jungs“ gefasst sein muss.
Bochum. Einem Kaufhausdetektiv warf die Staatsanwaltschaft
am Montag (8. März) Körperverletzung vor. Er soll einem jungen Passanten, den
er eines Pulli-Diebstahls verdächtigt hatte, rabiat attackiert und verletzt
haben. Das Verfahren wurde aber - ohne Zeugen zu hören - ohne Sanktionen
eingestellt.
Ein 30-jähriger Kaufhausdetektiv musste am Montag auf
der Anklagebank Platz nehmen. Vorwurf: Körperverletzung. Laut Anklage war es
so, dass er am 6. Januar 2009 im Citypoint einem jungen Passanten den Arm
umgedreht, ihn in den Schwitzkasten genommen und in eine Warenauslage geschubst
haben soll. Das Opfer soll eine Lendenwirbelsäulenprellung erlitten haben.
"Ich habe ihn gar nicht angefasst"
Der Angeklagte, in Vollzeit für ein Security-Unternehmen
tätig, hatte den Mann in Verdacht gehabt, kurz vor der Aktion in einem
Modeladen im Citypoint einen Pulli im Wert von 19,90 Euro gestohlen zu haben.
Er wollte ihn zur Rede stellen und festhalten, doch der Verdächtigte bestritt
alles. Er weigerte sich auch, mitzugehen in ein Büro. Da soll der Detektiv
gewalttätig geworden sein. Dafür kassierte er eine Anzeige von dem Passanten.
Der Angeklagte beteuerte aber mit großem Gestus seine
Unschuld: „Ich habe ihn gar nicht angefasst. Weil ich weiß: Es gibt Menschen,
die warten nur darauf. Ich habe nur gesagt: Komm mit, wir klären das oben.”
Außerdem: "Wenn ich jemanden erwische, kriege ich keine Prämie. Ich habe
nur meine Arbeit gehabt." Beweise für einen Diebstahl gibt es allerdings
bis heute nicht. Auch keine Anklage.
Fahrt- und Prozesskosten zahlt der Steuerzahler
Trotzdem stellte die Richterin das Strafverfahren ein, sogar
ohne Auflage. Damit berücksichtigte sie, dass Detektive einem „Stressfaktor”
ausgesetzt seien. Der mutmaßliche Verletzte und ein weiterer Zeuge, die extra
vor der Saaltür auf ihre Aussage warteten, wurden gar nicht mehr gehört. Einer
kam extra aus Bayern angereist. Für die Fahrt- und die Prozesskosten kommt die
Landeskasse auf. Der Angeklagte beim Rausgehen: „Alles klar. Schönen Tag
noch."
Der tadellose Ruf des New Yorker FBI-Agenten Jerry Cotton ist in Gefahr: Die
Leiterin der Dienstaufsichtsbehörde, Daryl D. Zanuck, wirft ihm einen
Doppelmord vor. Hat Jerry aus Rache Sammy Serrano erschossen, weil er dem
Gangsterboss den States Union Goldraub nicht nachweisen konnte? Und hat er
wirklich seinen FBI-Partner Ted Conroy ermordet, um den einzigen Zeugen zu
beseitigen? Für Jerry beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit: Er muss seinen
eigenen Leuten beim FBI entkommen, sich an die Fersen des Gangsters Klaus
Schmidt und seiner Bande heften und schnellstmöglich den wahren Mörder finden.
Jerrys einzige Verbündete sind sein roter Jaguar E-Type, seine Smith &
Wesson, Kaliber 38, und ausgerechnet sein neuer Partner Phil Decker.
Ob in den Kriminalromanen der 50er mit einer momentanen Gesamtauflage von über
1 Milliarde (!) Exemplaren oder in den Kinohits der 60er Jahre: Kein anderer
FBI-Agent hat mehr Charme und Coolness als Jerry Cotton. Wenn der stilsichere
G-man vor der Skyline Manhattans für Recht und Ordnung sorgt, können ihn weder
miese Schurken noch zwielichtige Ladies aus der Ruhe bringen. Jetzt endlich,
nach 40 Jahren Wartezeit, kehrt Jerry Cotton mit einer superstarken
Action-Komödie unter der Regie von Cyrill Boss & Philipp Stennert
("Neues vom WiXXer") in der Christian Becker/ Rat Pack Film
Produktion ("Wickie und die starken Männer", "Die Welle")
auf die große Leinwand zurück .
In Indien greift ein zweifelhafter Trend um sich: Immer mehr
Frischverlobte lassen ihren zukünftigen Ehepartner professionell ausspionieren.
Neu-Delhi – Ajit Singh kennt so gut wie jede Lüge. Er hat
Menschen im Labyrinth der Gassen von Neu-Delhi verfolgt. Er fotografiert sie,
wenn sie die Wohnung eines Liebhabers verlassen, hört sie von angeblich hohen
Gehältern prahlen und weiß, wenn sie Krankheiten verschweigen.
Der dürre Mann in einem schlecht sitzenden Anzug arbeitet
aber nicht als zwielichtiger Privatermittler: Er ist Hochzeitsdetektiv. Seit in
Indien arrangierte Ehen zunehmend von Liebesheiraten abgelöst werden, erfährt
dieser Beruf eine starke Aufwertung.
„Heutzutage muss man prüfen, ob die Menschen die Wahrheit
sagen. Und genau da kommen wir ins Spiel“, sagt Singh. „Ist dieser Junge
wirklich gebildet? Verdient er wirklich das hohe Gehalt? Oder treibt er oder
sie sich herum?“
Ein zukünftiger Bräutigam kann wie ein netter junger Mann
wirken und so, als ob er aus guter Familie kommt. Doch nach fast zwei Jahrzehnten
als Betreiber seiner Agentur „Hatfield Detectives“ weiß Singh, wie wenig das
bedeuten kann: „Du hast keine Ahnung, was der Junge wirklich mit seiner Zeit
anfängt.“
Die Detektive jedoch sind bereit, genau dies heraus zu
finden. Aus einem Service für Wohlhabende ist inzwischen ein genereller Trend
geworden. „Früher waren wir ein Luxus für jemanden mit Unmengen an Geld. Heute
will jede Familie so viel wie möglich wissen“, sagt Baldev Puri.
Der 45-Jährige ist Gründer von AMX, eines großen Detektiv-Büros
mit Sitz in Neu-Delhi. Ein Drittel seiner Einkünfte erzielt die Agentur mit
Ermittlungen zu Leben künftiger Ehepartner. Den Verlobten der Tochter
überwachen lassen? Sein Gehalt erfahren?
Wissen, ob er trinkt und sich in Bars herumtreibt?
Vielleicht auch seine Blutgruppe? Alles kein Problem. Eine Basis-Ermittlung
kostet umgerechnet rund 225 Euro.
Das ist nicht wenig bei einem Pro-Kopf-Einkommen von knapp
670 Euro im gesamten Jahr. Dennoch stellen Detektiv-Büros immer öfter
Rechnungen aus, die in die Tausende gehen.
Liebesheiraten bringen Unsicherheit
Lange Zeit war die arrangierte Ehe eiserne Norm in Indien:
Zwei Elternpaare wählten unterstützt von älteren Verwandten und einem
Vermittler die Ehepartner für ihre Kinder aus.
Enge Freunde wurden zurate gezogen, um mögliche Anzeichen
für Schwierigkeiten zu erkennen. Lediglich das potenzielle Paar wurde bei den
Diskussionen außen vor gelassen. Mit der veränderten Sichtweise von Beziehungen
und einer wachsenden Mittelschicht, die die Ehen ihrer Kinder nicht im Desaster
enden sehen will, ist inzwischen im ganzen Land eine beachtliche Anzahl
Detektiv-Agenturen aus dem Boden geschossen.
„Heutzutage hat sich einfach alles in Indien verändert“,
sagt Puri. Liebesheiraten sind immer häufiger die Regel, besonders in größeren
Städten. Selbst konservativere Familien gehen immer öfter zu einer
„arrangierten Liebeshochzeit“ über, bei der die Eltern mehrere potenzielle
Partner aussuchen und die endgültige Entscheidung dem Paar selbst überlassen.
Auch vorehelicher Geschlechtsverkehr und veränderte
Geschlechterrollen finden in der indischen Gesellschaft zunehmend Akzeptanz. An
der umfassenden Bedeutung der Ehe ändert dies allerdings nichts: Ein
unverheiratetes Kind gilt in den meisten Familien nach wie vor als Unglück.
Die Inanspruchnahme eines Hochzeitsdetektivs wird nur selten
offen diskutiert. Wer will schon zugeben, dass er seinen zukünftigen
Schwiegersohn oder seine potenzielle Schwiegertochter überwachen lässt?
Rechtsanwälten, Hochzeitsplanern und Ermittlern zufolge boomt das Geschäft
aber.
Und sollte einmal ein Paar über die Überwachung erzürnt
sein, wird würde es das niemals laut sagen - die Ermittlungen werden als
normaler Teil des „Verheiratungsspiels“ akzeptiert. Zwtl: Verwanzte Telefone
und Briefkastenfirmen Da mag es kaum überraschen, dass die Detektive ziemlich
abgebrühte Kollegen sind. Viele geben unter der Hand zu, alles zu tun um an
Informationen zu gelangen: vom Verwanzen von Telefonen bis hin zur Errichtung
von Briefkastenfirmen.
Eine von ihnen Anoushka aus Neu-Delhi. Ihren Nachnamen will
sie als professionelle Ermittlerin nicht sagen. Wie oft sie beauftragt wurde,
kann die 24-Jährige schon nicht mehr zählen. Wenn sich eines der Objekte ihrer
Beobachtung als Schürzenjäger entpuppt, scheint sie das nicht zu kümmern.
„So etwas finden wir tagtäglich heraus. Wenn du das 20 Mal
gesehen hast, was macht es dann schon, wenn du es zum 21sten Mal siehst?“, sagt
sie schulterzuckend.
Viele Detektive sehen sich aber auch als eine Mischung aus
hilfreichem Onkel und Talkmaster. Gern sprechen sie von den Beziehungen, die
sie gerade gerückt habe auch wenn dies bedeutet, Hochzeiten abzusagen. (apn)
Ein von seinem Arbeitgeber bespitzelter
Betriebsrat wehrt sich vor dem Arbeitsgericht Mannheim gegen seine Kündigung.
Ein Detektiv hatte den Mann unter anderem mit einem GPS-Sender unter dessen
Auto überwacht und dabei festgestellt, dass dieser während einer angeblichen
Krankheit für einen Verwandten gearbeitet haben soll. Die Firma wolle mit dem
Verfahren den gesamten Betriebsrat loswerden, sagte der Anwalt des Gremiums,
gegen das noch weitere Kündigungsverfahren laufen. Das Unternehmen verwahrte
sich gegen die Vorwürfe. Die geplante Kündigung des einen Betriebsrats liege
allein in dessen Verhalten begründet, sagten der Anwalt und der Geschäftsführer
des Nahrungsgroßhändlers. Das Verfahren wurde zunächst vertagt. Betriebsrat und
Unternehmen wollen auf Vorschlag der Richterin in den kommenden Tagen darüber
entscheiden, ob sie sich nicht doch außergerichtlich einigen können. (dpa)
Detektiv spielen wollen viele. Der Verdienst ist aber oft
gering, die Konkurrenz hart.
Betrügerische Pleiten nehmen zu. Schuldner tauchen unter,
und Unternehmer nehmen ihre Manager genauer unter die Lupe
Wien - Ein Kfz-Betrieb beschäftigt einen Meister, der in der
privaten Garage mit Reparaturen florierende Konkurrenzgeschäfte aufzieht. In
einem Hotel entwenden Angestellte Inventar vom Geschirr bis zu den Servietten,
um damit andere Herbergen auszustatten. Und ein Unternehmer verliert tausende
Euro an einen Kunden, dessen GesmbH schlicht nicht existiert.
Lukas Helmberger blättert kurz in seinem Notizbuch. Der
Berufsdetektiv kennt unzählige solcher Fälle. Wie der Großteil seiner Kollegen
gibt er sich nicht mit untreuen Ehepartnern und Langfingern in den Kaufhäusern
ab. Das große Geschäft für die Detekteien ist die Wirtschaftskriminalität - und
die Krise treibt es kräftig an.
Auch Österreich habe erkannt, dass es keine Insel der
Seligen sei, sagt Helmberger, der auch das Präsidentenamt im Detektiv-Verband
ausübt. Nun da sich der Euro nicht mehr einfach verdienen ließe, inspizierten
Unternehmer vermehrt die Geldflüsse und zögerten nicht, bei Ungereimtheiten
Ermittler zu engagieren. Aber auch die steigende Zahl an Pleiten eröffnet für
seine Branche ein weites Feld. Betrügerische Insolvenzen nehmen zu, erzählt
Bernhard Maier, der sich mit acht Mitarbeitern häufig säumigen Schuldnern auf
die Fersen heftet. Gescheiterte Unternehmer versuchten so ihre Schäfchen ins
Trockene zu bringen. Dazu kämen jene, die nach dem Bankrott überhaupt ganz
untertauchten.
Gereizter reagieren Betriebe zudem auf unlauteren
Wettbewerb. Je härter das Umfeld sei, desto genauer observiere man die Rivalen
und suche nach Fehlern, sagt Armin Häfele, der seit 40 Jahren als Detektiv
arbeitet, als alter Hase gilt und die Branche in der steirischen Wirtschaftskammer vertritt. Auch
künftige Manager geraten im Zuge von Bewerbungen unter ihre Lupen. Mitarbeiter
werden von Detektiven ebenso überwacht - aber nur bei Verdacht auf Missbrauch,
versichert Maier. Von Schnüffelaufträgen und dubiosem Datensammeln distanziert
man sich.
Zu wenige Frauen
Österreich zählt 300 Detekteien und damit doppelt so viel
wie vor 15 Jahren. Sie führen oft mehrere Niederlassungen, zählen aber selten
mehr als zehn Mitarbeiter. Eine staatliche Ausbildung wie etwa in Frankreich
gibt es nicht, daher hat neben den Betrieben der Verband die Nachwuchspflege
übernommen. Markus Schwaiger leitet sie: An die 20 Anwärter schafften die
einjährige Ausbildung, sagt er.
Gesucht werden mehr Frauen, für die sich vor allem im
wachsenden Markt des verdeckten Personenschutzes Jobs auftun. Von früheren
Polizisten, die glauben, von der Verkehrsampel in sein Gewerbe wechseln zu können,
hält er nichts. Dazu brauche es mehrjährige Praxis, Befähigungsnachweise und
entsprechende Prüfungen.
Viele spielten gern Detektiv, mit jenen aus dem Fernsehen
habe der Job aber nichts gemein, sagt Helmberger. Auch das Einstiegsgehalt von
1000 Euro netto sei nicht gerade die Welt, ergänzt Schwaiger. "Das ganze
ist was für Adrenalinjunkies, im positiven Sinne - aber reich wird man davon
nicht."
Vor allem nicht als Kaufhausdetektiv. Der Handel spart, die
Preise sind im Keller, Insolvenzen unter den Ermittlern gang und gäbe. 50 bis
100 Euro kostet die Ermittlerstunde, für die Arbeit im Supermarkt gibt es netto
15 bis 20 Euro.
Eifersüchtige Ehepartner sorgen nur noch für ein Fünftel des
Geschäfts, seit es für Scheidungen keinen Schuldbeweis braucht. In der Krise
recherchieren betrogen Geglaubte zudem lieber selber.
Quelle: Verena Kainrath, DER STANDARD, Printausgabe,
3.3.2010
Internetrecht überarbeitet, IT-Recht neu veröffentlicht
Thomas Hoeren hat zum Sommersemester 2010 nicht nur sein
kostenloses Skript zum Internetrecht überarbeitet, sondern zugleich ein neues
umfassendes Skript zum Thema IT-Recht veröffentlicht.
Auf 460 Seiten beschäftigt sich der Leiter der Zivilrechtlichen
Abteilung des Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht
an der Universität Münster mit verschiedenen Aspekten des IT-Rechts. Dabei geht
es um den Rechtsschutz für EDV-Produkte ebenso wie um EDV-Vertragsrecht,
Softwareüberlassungsverträge, Softwareerstellungsverträge, Softwarevermietung,
Softwareleasing sowie Softwarewartungs- und Pflegeverträge. Auch entsprechende
Musterverträge sind Bestandteil des Skripts IT-Recht, das auf den Seiten der Universität
Münster kostenlos zum Download bereitsteht.
Hoerens Skript zum Thema Internetrecht
wurde derweil
turnusmäßig überarbeitet. Das Skript wird mittlerweile seit 2003 angeboten und
alle sechs Monate aktualisiert. (ji)
Wien (OTS) - Im Rahmen Österreichs größter Berufs- und Weiterbildungsmesse
"BeSt Wien" gewährt der Europäische Detektiv-Verband EURODET am So.,
7.3., 12.15 Uhr, Workshop-Raum 1 kostenlos exklusive Einblicke in die
spannende, herausfordernde und aufsteigende Welt der Sicherheitsberufe - einer
Branche, die unter top ausgebildeten Fachkräften vor allem eines sucht: mehr
Frauen.
EURODET-Ausbildungsleiter DI Markus Schwaiger beantwortet eingehend Fragen nach
fundierter Ausbildung, Praktika sowie wachsenden Jobchancen. Der Detektivberuf
ist vielfältig: Ermittlungen in Sachen Wirtschaftsbetrug, Ehebruch oder
Kaufhaus sowie Personenschutz sind nur einige Beispiele, die jedoch eines
gemeinsam haben: Der Bedarf an (vor allem weiblichen) Nachwuchs ist weit höher
als das Angebot. Als Konsequenz fördert EURODET Frauen in der Personenschutz-Ausbildung
aktuell mit 20% Förderungsbonus.
Neben dem vorgestellten Workshop berät EURODET während der gesamten BeSt 2010
ausführlich am Stand "W10" (Halle D) und bietet interessierten Messebesuchern
exklusiv die Möglichkeit spielerisch mit der Welt der Sicherheitsberufe in
Berührung zu kommen.
WICHTIG: Der angebotene Workshop ist zwar KOSTENLOS, jedoch anmeldepflichtig!
Anmeldung am EURODET-Stand oder:
workshop@bestinfo.at
Rückfragehinweis:
EURODET - Europäischer Detektiv-Verband, Mag. Karl Stephan Novak, Public
Relations, kn@eurodet.at,
Tel.: 1 5449532-23
Bundesdatenschutzbeauftragter Schaar: „Datendieben“ wurde es
„leicht gemacht“
Finanzmarktexperte Gerke: Telekom ist „fahrlässig“ mit ihren
Daten umgegangen.
Mainz. Die Telekom hat es, nach Einschätzung von Experten,
Datendieben offenbar leicht gemacht, an personenbezogene Informationen zu
kommen. Das geht aus Akten der Staatsanwaltschaft Bonn hervor, die REPORT MAINZ
vorliegen. Fred Apostel, Sprecher der Staatsanwaltschaft Bonn, bestätigte
gegenüber REPORT MAINZ, dass es sich bei den Daten um „sensible Daten, nämlich
persönliche Daten von Kunden“, die „frei verkäuflich waren“, handelte.
Das ARD Politikmagazin REPORT MAINZ hat die Unterlagen der
Strafverfolger dem Finanzmarktexperten, Prof. Wolfgang Gerke, vorgelegt. Seine
Einschätzung: „Die Telekom hat den Datenskandal selbst verursacht. Sie hat ihn
sicherlich sich so nicht gewünscht, aber sie hat ihn riskiert. Sie hat ihn
billigend in Kauf genommen und dass sie dabei auch selber Opfer des
Datenmissbrauchs geworden ist, ist eine Randerscheinung, die die Telekom nicht
entlastet.“
Auch der Bundesdatenschutzbeauftrage, Peter Schaar,
kritisiert die Telekom. „Eine Leichtfertigkeit ist hier absolut erkennbar. Man
hat notwendige Sicherheitsmaßnahmen unterlassen, und damit es den Datendieben
leicht gemacht, an diese personenbezogenen Informationen zu gelangen“, sagte
Schaar dem Politikmagazin.
Der einstige Staatskonzern hatte in den letzten Jahren immer
wieder mit Datenskandalen zu kämpfen. Fast immer beteuerte dabei die Telekom,
Opfer krimineller Machenschaften geworden zu sein.
Auf der Bilanzpressekonferenz der Telekom vergangenen
Donnerstag in Bonn äußerte sich René Obermann, auf die Frage von REPORT MAINZ,
ob die Telekom ihre Kundenbanken leichtfertig geöffnet habe: „Das weise ich
zurück. Wir tun alles, was wir können zum Thema Datenschutz und
Datensicherheit. Einen hundertprozentigen Schutz kann ihnen kein Unternehmen gewährleisten.“
Weiter sagt die Telekom, dass mittlerweile umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen
getroffen wurden und Datendiebstähle heute deutlich erschwert worden seien.
Als René Obermann 2006 Vorstandsvorsitzender der Telekom
wurde, war der Konzern in sehr schwierigem Fahrwasser. Millionen Festnetzkunden
wechselten zur Konkurrenz. Deshalb startete der Konzern eine gigantische
Vertriebsoffensive mit 1000 Haupt- und 12.000 Subvertriebspartnern, vor allem
Call-Centern. Sie alle arbeiteten mit Kundendaten der Telekom.
Professor Wolfgang Gerke kritisiert, dass die Telekom
„fahrlässig mit ihren eigenen Daten umgegangen ist und fahrlässig sich tausende
von Subunternehmern zugelegt hat, die sie gar nicht unter Kontrolle halten
konnte.“
Die Akten der Staatsanwaltschaft Bonn belegen auch, welch
perfide Pläne die Datenhändler mit den Kundendaten hatten. Bankkonten sollten
mit 69 Cent belastet werden. Der Hintergedanke: Abbuchungen in dieser geringen
Höhe fallen vielen Kunden nicht auf. Ein raffinierter Millionenbetrug, der
durch eine bundesweite Razzia 2009 verhindert werden konnte.
EURODET sucht "Frauen die sich trauen"!
Bildungsoffensive: Im Personenschutz fehlen vor allem weibliche Bodyguards -
20% Förderungsbonus
Wien (OTS) - Immer mehr Frauen sind erfreulicherweise in die höchsten Positionen
z.B. in Politik oder Wirtschaft gerückt; allein ins Ausland reisende
Geschäftsfrauen sind eine Selbstverständlichkeit geworden. Gerade hier --
ebenso wie beim Schutz von Kindern - sind männliche Personenschützer meist nur
bedingt geeignet.
Unglücklicherweise trauen sich nach wie vor viel zu wenige Frauen den Bildungsweg
"Personenschützerin" einzuschlagen, obwohl erfolgreiche österreichische
Personenschutzunternehmen wie z.B. Counterforce (www.counterforce.at) ständig auf der
Suche nach qualifizierten, weiblichen Bodyguards sind.
Aus diesem Grund bietet EURODET für den nächsten Personenschutz-Lehrgang (Beginn:
22.3.) als spezielles Förderungsprogramm allen weiblichen Kursteilnehmerinnen
einen Nachlass von 20% auf die Kurskosten an. Darüber hinaus bestehen auch Fördermöglichkeiten
seitens z.B. des AMS
oder des WAFF. Letzteres finanziert z.B. im Rahmen des "FRECH - Frauen ergreifen
Chancen"-Programms bis zu 90% der Ausbildungskosten.
Mallorca - das heißt für viele Mandelblüte, Strand und
Sonne, "Ballermann" und Schinkenstraße. Jährlich landen etwa drei
Millionen deutsche Touristen auf der Insel. Viele Deutsche wollen jedoch mehr
als Urlaub.
Sie leben auf Mallorca, eine Gesellschaft so groß wie eine
deutsche Kleinstadt. Ein germanisches "Soziotop", das seine ganz
eigenen Gesetzmäßigkeiten entwickelt hat.
Die Autorinnen Eilika Meinert und Gesine Enwaldt tauchen ein in die Welt der
deutschen Residenten - sie stoßen auf Lug und Betrug, auf Misstrauen und
Ausbeutung unter den Landsleuten. "Fast alle, die hierher kommen, haben
einen Knick in der Lebenslinie", erklärt Hans Freiherr von Rothenhan,
Rechtsanwalt in Palma, der die Deutschen kennt wie kaum ein anderer. Mallorca -
Paradies für Deutsche mit betrügerischen Ambitionen?
Auftauchen, abtauchen - auf der Baleareninsel kein Problem. Eine Meldepflicht
gibt es nicht. Detektiv Frank Pauls ist gut im Geschäft. Seine Auftraggeber
sind Banken, Versicherungen, Gläubiger aus Deutschland, alle auf der Suche nach
untergetauchten Schuldnern, Steuerflüchtlingen, Sozialbetrügern. Gemeinsam mit
Detektiv Pauls begegnen Eilika Meinert und Gesine Enwaldt skurrilen, traurigen
und empörenden Fällen von Leichtgläubigkeit und Betrug. Harmlose Aussteiger,
die ihr Vermögen an Landsleute verlieren, weil sie in der Fremde naiv einfach
dem vertrauen, der deutsch spricht.
Die Autorinnen spüren hoch verschuldete Schlitzohren auf,
die sich auf der Insel dem Zugriff der deutschen Justiz entziehen. Sie zeigen,
wie Deutsche sich untereinander ausbeuten, in einer Parallelgesellschaft, wo
spanisches Recht und Gesetz keine Rolle mehr spielen.
Dienstag, 16. Februar 2010 23:30 bis 00:25 Uhr (VPS 23:30)
Ex-Hypo-Chef Wolfgang Kulterer hatte 2006 einen Detektiv auf
seine Vorstandskollegen angesetzt. Jetzt packt dieser aus.
Er enthüllt die Protokolle geheimer Telefonate. Die Rede ist
von dunklen, ausländischen Finanzkanälen, von Erpressung und „Geldentnahmen zu
Privatzwecken“ in Millionenhöhe.
Lucona, Noricum, AKH: alles Skandale, bei denen „der Guggi“
als Privatdetektiv seine Finger im Spiel hatte, alles große Geschichten, alles
lange her. Jetzt geht Dietmar Guggenbichler auch schon auf den Siebziger zu.
Aber mit ihm, dem „Burt Reynolds der österreichischen Privatdetektive“
(Guggenbichler über Guggenbichler), Kirschen zu essen kann immer noch
unangenehm werden. Das kann derzeit niemand glaubhafter bestätigen als Wolfgang
Kulterer, langjähriger Vorstandsvorsitzender der Kärntner Hypo Alpe-Adria-Bank,
der mittlerweile längst vom Strudel der am Balkan versenkten Hypo-Millionen
mitgerissen wird. Kulterer hatte es als Chef mit einer Bank zu tun, in der
offenbar an vielen Ecken und Enden Geld verschwand, und er hatte Dietmar
Guggenbichler auf Empfehlung von Jörg Haider im Jahr 2006 als Privatdetektiv
engagiert und auf zahlreiche – intern unter Korruptionsverdacht geratene –
eigene Kollegen in Kärnten und Kroatien angesetzt, um das zu dem Zeitpunkt
bereits heftig ins Wanken geratene Schiff zu stabilisieren und zu retten, was
noch zu retten war. Viel sollte es schließlich ja nicht mehr sein. Genau
genommen gar nichts: Die drei Hauptaktionäre Bayerische Landesbank, Grazer
Wechselseitige und das Land Kärnten mussten das heruntergewirtschaftete
Geldhaus Ende des Vorjahres um genau drei Euro an den österreichischen Staat
verkaufen und noch eine Milliarde drauflegen.
Datenschutz? Bankgeheimnis? Privatsphäre? Bei der Deutschen
Telekom galten diese Grundsätze über Jahre hinweg offenbar nur bedingt. Jetzt
hat der Konzern eine erschreckende Bilanz gezogen und massenhaft Verstöße gegen
geltendes Recht und ethische Standards eingeräumt.
DÜSSELDORF/BONN. Die Deutsche Telekom räumt massenhafte
Verstöße gegen geltendes Recht und ethische Standards ein. Teils sei dies ohne
jeden erkennbaren Grund geschehen, sagte Datenschutz-Vorstand Manfred Balz.
Mitarbeiter der Konzernsicherheit hätten sich selbstständig gemacht und nach
Lust und Laune agiert. Insgesamt liegen 84 Fälle vor, davon 55 in Deutschland.
Häufig wurde das Bank– und Steuergeheimnis gebrochen.
Diese Bilanz ist das Ergebnis einer monatelangen
Aufarbeitung des größten Skandals in der Geschichte der Deutschen Telekom. Im
Mai 2008 hatte die Staatsanwaltschaft die Büros des Bonner Konzerns durchsucht.
Hintergrund war eine Strafanzeige der Telekom, die von einem externen
Dienstleister erpresst worden war. Der drohte damit, öffentlich bekannt zu
machen, dass der Konzern Verbindungsdaten von Journalisten und Aufsichtsräten
ausspioniert hatte. Die Ermittlungen dauern an und richten sich auch gegen den
ehemaligen Telekomchef Kai-Uwe Ricke und den damaligen Aufsichtsratschef Klaus
Zumwinkel.
Die nun vorliegende Erkenntnis über die 84 anderen Vergehen
sind ein Nebenprodukt der Spitzelaffäre. Zusammen mit den Wirtschaftsprüfern
von KPMG hat die Telekom rund 100 000 Seiten Material gesichtet, das
nichts mit der Spitzelaffäre zu tun hat und der Telekom deshalb von der
Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt worden ist. Es handelt sich dabei um
Zettelkästen, Klarsichthüllen, Ermittlungsberichte und Emails, die die
Abteilung KS3 der Konzernsicherheit im Keller aufbewahrte.
Christin zu Arbeitsgericht hält Schnüffeleien für rechtmäßig Di, 09.03.2010 19:17 Ich habe absolut nichts g
egen deinen Beruf oder so
, aber ich finde, dass es
wirklich nicht zu diesem
Überwachungss [...]
Sascha Graupener zu Jerry Cotton 2010 mit Christian Tramitz Mo, 08.03.2010 17:45 Ich finde ja Christian Tr
amitz total super!! Von d
aher werde ich den Film a
uf jeden Fall im Kino ans
chauen...
martin Zerndl zu Stellungnahme von Patricia Riekel (Bunte-Chefin) Do, 04.03.2010 16:43 Weil es weiter unter hier
auf dieser Seite auch üb
er Michael Bübl einen Ber
icht gibt habe ich mich e
ntschlossen di [...]
Holger S. zu Michael Bübl: Traumjob Schlüsseldienst Mi, 03.03.2010 11:14 Wer ist dieser Bübl? Gibt
es den wirklich? Diese T
raumjobgeschichte ist ja
der pure Wahnsinn. Ein Sc
hlosser der Bü [...]
Kommentare
Di, 09.03.2010 19:17
Ich habe absolut nichts g egen deinen Beruf oder so , aber ich finde, dass es wirklich nicht zu diesem Überwachungss [...]
Mo, 08.03.2010 17:45
Ich finde ja Christian Tr amitz total super!! Von d aher werde ich den Film a uf jeden Fall im Kino ans chauen...
Mo, 08.03.2010 16:04
Ein super Trailer... Klin gt nach einem super Film! !
So, 07.03.2010 21:35
Ein klasse Video. Danke f ür hochladen.
So, 07.03.2010 11:31
Als ehemaliger Kriminalte chniker, Entwickler und S achver-ständiger habe ich auf dem im Artikel besch riebenem Ge- b [...]
Do, 04.03.2010 19:14
Da kann man Österreich zu der "Wunderwaffe" ja nur gratulieren! Die EDV-Unt erstützung bei der Schuhs purenauswertun [...]
Do, 04.03.2010 16:43
Weil es weiter unter hier auf dieser Seite auch üb er Michael Bübl einen Ber icht gibt habe ich mich e ntschlossen di [...]
Mi, 03.03.2010 15:38
Ich kann mir gut vorstell en, warum sich eher wenig Frauen auf diesen spanne nden Beruf einlassen. Den n erstens müss [...]
Mi, 03.03.2010 11:14
Wer ist dieser Bübl? Gibt es den wirklich? Diese T raumjobgeschichte ist ja der pure Wahnsinn. Ein Sc hlosser der Bü [...]
Mo, 01.03.2010 15:28
Sie begünstigen? Das ist übertrieben!