*der detektiv* BLOGWIK - Zeitschrift für die Sicherheit der Wirtschaft
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Donnerstag, 11. März 2010Wirtschaftsermittlungen, Wirtschaftsdetektei, Cornelia Haupt MSc
Geschrieben von Cornelia Haupt
in Datenschutz, Detektive, Kriminalität, Videoüberwachung
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Wirtschaftsermittlungen, Wirtschaftsdetektei, Cornelia Haupt MSc
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Ein krisensicherer Job: WirtschaftsdetektiveDie Geschäftsgrundlage von Louis Wonderly ist so sicher wie die weniger anderer Branchen. Denn solange es Kriminalität gibt, bekommt seine internationale Detektei Aufträge – auch in wirtschaftlichen schlechten Zeiten. Nur in Ausnahmefällen kümmert sich die Wirtschaftsdetektei Paladin Associates von Louis Wonderly um die Sorgen von Privatleuten, in der Regel gehören zu seinem Kundenkreis Banken, Finanzinvestoren, Anwaltskanzeleien und große Konzerne, die zum Teil im Dax gelistet sind. Allein in Deutschland leiden rund zwei Drittel der Großunternehmen unter Wirtschaftskriminalität – das ergab eine Studie, die PricewaterhouseCoopers in Zusammenarbeit mit der Universität Halle-Wittenberg erstellt hat. Wobei die betroffenen Unternehmen im Durchschnitt im vergangenen Jahr einen Verlust von mehr als 5,5 Millionen Euro hinnehmen mussten. Verluste haben aber auch manche professionelle Investoren, beispielsweise wenn sie auf windige Gewinnversprechen reingefallen sind. So auch einige, die beim größten Betrüger der US-Geschichte, bei Bernard Madoff, ihr Geld angelegt hatten. 65 Milliarden Euro hatte Madoff am Ende verwaltet und veruntreut. Nun sitzt er im Gefängnis und das Geld ist erstmal futsch. Damit wollen sich die geprellten Investoren aber nicht abfinden und hoffen mit Hilfe der Wirtschaftsdetektei Paladin Associates doch noch zumindest etwas wiederzubekommen. Also haben sich die Leute von Wonderly auf die Suche nach den rund fünf Milliarden Euro der Auftraggeber gemacht. Im Visier haben sie unter anderem die Vertriebsleute und Fonds, die das ihnen anvertraute Geld zu Madoff gebracht haben. "Diese Leute, die das verkauft haben, die Honorare bekommen haben, die haften auch," sagt Wonderly. "In ein paar Fällen haben wir den Investoren geholfen, etwas zurückzubekommen. Wir sind aber immer noch dabei." Von Personenüberprüfung bis zur Prozesshilfe Wer den gebürtigen US-Amerikaner Louis Wonderly, den Gründer der Detektei, hinter einem schmudeligen Schreibtisch, mit abgetragenem, verbeulten Anzug und vollem Aschenbecher erwartet, der wird enttäuscht sein. Zwar liegt das Büro im fünften Stock eines eher unscheinbaren Gebäudes. Aber das liegt im Herzen von München, einen Katzensprung entfernt vom Wahrzeichen der Stadt, der Frauenkirche. Und Wonderly präsentiert sich in seriösem Anzug. Er und seine fünf Mitarbeiter recherchieren von hier aus beispielsweise, wenn Führungskräfte den Verdacht haben, es könnte korrumpiert werden. Sie werden aktiv bei Patentverletzungen, bei Betrug und häufig auch bevor Verträge abgeschlossen werden, denn oft wollen die Firmen überprüfen, mit wem sie es zu tun haben und ob die Angaben, die Geschäftspartner gemacht haben, überhaupt stimmen. Außerdem leisten die Detektive von Palladin Associates auch Prozesshilfe. Das heißt sie machen sich auf die Suche nach Beweismaterial, das sie dann auswerten. Oder sie spüren Zeugen auf. Warum aber werden Wirtschaftsdetektive eingeschaltet, wo gerade Großkonzerne über eigene große Sicherheitsabteilungen verfügen? "Die Sicherheitsabteilungen von Firmen machen häufig nur interne Geschichten. Wir bekommen Aufträge, wenn es sich um Sachen außerhalb der Firma handelt," erklärt Wonderly. An die Polizei könnten sich Unternehmen nicht wenden, wenn sie lediglich den Verdacht haben, etwas würde nicht stimmen, oder wenn sie vorsorgliche Kontrollrecherchen machen wollen. Das meiste ist Schreibtischarbeit Anders als in vielen Fernsehkrimis, findet die Arbeit der Detektive ganz unspektakulär zunächst am Computer statt. Sie recherchieren in öffentlichen Registern und in umfangreichen internationalen Datenbanken wie Lexusnexus oder Genios. Manchmal ist es jedoch auch notwendig das Büro zu verlassen und zum Teil im Ausland tätig zu werden, beispielsweise um Originaldokumente zu organisieren oder Zeugen im Ausland ausfindig zu machen. Für solche Fälle kann Wonderly auf ein internationales Netzwerk von rund 250 Personen zurück greifen – darunter Anwälte, Ex-Banker, Journalisten und Ex-Polizisten. Und die können sich auch in der Wirtschaftskrise nicht über mangelnde Aufträge von Wonderly beklagen. In der derzeitigen Rezession gäbe es wenig Firmenübernahmen, also wenig Untersuchungen im Vorfeld von Verträgen, "dafür aber viele Fälle, in denen das Unternehmen Prozessunterstützung leistet," sagt Wonderly. Die Unternehmen würden in der augenblicklichen schlechten Wirtschaftslage mehr klagen, beispielsweise wegen Plagiaten. "Weil das eine Sache ist, die man in schlechten Zeiten zu Geld machen kann." Quelle: DW-World.de, 9.3.2010, Autorin: Insa Wrede, Redaktion: Henrik Böhme URL zum Artikel: http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5332392,00.html
Geschrieben von Cornelia Haupt
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Playboy-Reportage: Der WirtschaftskriegerIn Israel war er Elitesoldat und Spezialagent. Heute operiert er undercover an der deutschen und internationalen Wirtschaftsfront: Frank H. ist von Beruf Problemlöser. Reporter Jörg Heuer hat ihn getroffen. Ein lautloser Schatten huscht durch den Wald. Unweit des Zaunes zum Fabrikgelände hechtet die dunkle Gestalt hinter einen Hügel ins Buschwerk. „Zielobjekt voll im Visier“, raunt der in rabenschwarze Kampfmontur gekleidete Schattenmann zufrieden: Springerstiefel, Handschellen, Schlagstock am Gürtel, Revolver im Halfter, Sturmmaske, Minikamera, Kompass, Pfefferspray, Gasmaske, Notration in den Taschen, Walkie-Talkie am Hals, Nachtsichtbrille vorm guerillamäßig geschwärzten Gesicht. Hüne wie aus einem Ballerspiel Auf Stahlhelm und kugelsichere Weste hat er diesmal verzichtet. „Ich rechne nicht mit einem Schusswechsel.“ Wir sind nicht irgendwo in Afrika, Afghanistan oder Kolumbien. Wir sind in Deutschland. Und für den Mann in Schwarz ist es ein normaler Arbeitstag. H. heißt der Hüne, der aussieht, als sei er einem Computer-Ballerspiel entsprungen. Frank H.. Deutsch-Israeli, Einzelkämpferausbildung, gestählt in vielen Undercover-Missionen an vorderster Front. Er ist „Problemlöser“ von Beruf. Millionäre, Manager, Vorstände, Unternehmer, Chefs von Konzern-Sicherheitsabteilungen sind seine Auftraggeber. Führungskräfte der Industrie, die ein Problem haben und es gern aus der Welt hätten. Ohne Polizei, ohne Anzeige. Ein Problem mit der Konkurrenz, mit Mitarbeitern, Korruption, Datendiebstahl, Erpressung, Entführung, Sabotage, Industrie- und Wirtschaftsspionage, Imageschädigung, Produktpiraterie, Sektenunterwanderung, Psychoterror, Rufmord. „Ich beschaffe
vertrauliche Informationen, checke Umfelder, Mitarbeiter und Geschäftspartner,
enttarne eingeschleuste Spione und korrupte Manager, überführe Saboteure und
Verräter, lege Fallen aus, biege Dinge wieder gerade. In dieser Grauzone bewege
ich mich beruflich“, sagt der Mann für alle Fälle. Das Haar ist kurz, der Blick
scharf, der Händedruck fest. Er ist Kettenraucher und Kaffeesäufer. Mit Anfang
20 wurde er beim israelischen Militär zum Einzelkämpfer, dann zum
Spezialagenten ausgebildet. Quelle: Focus Online, 11.3.2010 URL zum Artikel: http://www.focus.de/panorama/playboy-reportage/tid-17516/playboy-reportage-der-wirtschaftskrieger_aid_488496.html
Geschrieben von Cornelia Haupt
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Mittwoch, 10. März 2010Abmahnbetrug mit PaysafecardEin bisher unbekannter Täter nutzt die Bereitschaft von Internetnutzern, bei Porno-Vorwürfen auch schuldlos zu zahlen Pornografische Werke sind der Bereich, in denen die
Abmahnmaschinerie am geschmiertesten läuft. Das hat mehrere Gründe: Zum einen
können die Abmahner im Gegensatz zu anderen Film- oder Musikgenres mit
zusätzlichen Ermittlungen wegen Verstößen gegen den Nun nützte ein Betrüger den Ruf einer Rechtsanwaltskanzlei
und die Möglichkeit zum anonymen Zahlen. Er schrieb offenbar ausschließlich an
männliche Personen, deren Adressen er im Internet fand - darunter auch
Telepolis-Leser, die uns das Schreiben weiterleiteten. Der Brief wurde per
Email verbreitet, enthielt aber auch die zur Emailadresse gehörige Postadresse
des Empfängers. Neben dem Absender "anklage@kanzlei-knil.de" sind in
dem Schreiben auch andere Adressen mit dieser Endung aufgeführt. Die
dazugehörige Domain existiert und ist laut Das mit einer persönlichen Anrede und dem Betreff "Klage wegen Urheberrechtsverletzung pornografischen Materials" versehene Schreiben orientiert sich in seinen Formulierungen am Text echter Porno-Massenabmahnungen, enthält aber mehr Rechtschreib-, Grammatik- und Kommafehler. Im Text wird behauptet, der Empfänger habe sich "durch das Herunterladen urherberrechtlich [sic] geschützer [sic] Werke [...] laut § 106 Abs 1 UrhG i.V. mit §§ 15,17,19 Abs. 2 pp UrhG nachweislich strafbar gemacht". Für den Internetanschluss des Empfängers, so die Mail, seien nämlich mehrere nicht näher genannte "Downloads von pornografischen [sic] Videomaterial und musikalischen Werken dokumentiert worden". Diese in einem "sogenannten Peer-to-Peer-Netzwerk" durchgeführten Downloads seien Urheberrechtsverletzungen, weil an den nicht spezifizierten Werken die Firma Videorama ausschließliche "Nutzungs- und Verwertungsrechte im Sinne der §§ 15ff UrhG bzw. § 31 UrhG" habe. Die Essener Firma Videorama GmbH ist neben Magmafilm der bekannteste deutsche Pornografieanbieter, was für einen hohen Wiedererkennungswert bei den Angeschriebenen sorgen dürfte. Bei dem Unternehmen konnte bisher noch niemand für eine Stellungnahme erreicht werden. Die in dem Schreiben aufgestellte Behauptung, es würde sich bei dem Material um "geschützte Werke gemäß § 2 Abs 1 Nr. 1 UrhG" handeln, wäre selbst bei einer echten Pornoabmahnung mit Vorsicht zu genießen. Ob der häufig doch sehr vorhersagbaren Gestaltung der Geschlechtsakte die für einen Urheberrechtsschutz notwendige Schöpfungshöhe zukommt, oder ob bloße Leistungsschutzrechte beansprucht werden können, ist eine Frage, bei der Gerichte möglicherweise durchaus anders entscheiden würden, als von echten Anwälten ebenso wie von Betrügern behauptet. Dokumentiert worden sei die Urheberrechtsverletzung von einem Dienstleister, der "die einschlägigen Tauschbörsen im Internet technisch beobachtet und die IP-Adresse von Verletzern feststellt". Mit der IP-Adresse sei bei der Staatsanwaltschaft Essen Strafanzeige gegen den Empfänger der Mail gestellt worden, die über eine Anfrage beim - nicht näher spezifizierten - Provider des Empfängers der Mail dessen Namen und Adresse feststellte. Durch Einsicht in die Ermittlungsakte sei die Kanzlei dann an die persönlichen Daten gelangt. Weil die Staatsanwaltschaft Essen der Mail zufolge "gerade bei pornografischen [sic] Material und musikalischen Werken" ein "großes Interesse" daran habe, "jeden Nutzer genau zu überprüfen", mache man dem Empfänger das folgende "Angebot":
Dafür müsse man aber den "Schadensersatzanspruch von 100 Euro bis zum 01.03.2010 sicher und unkompliziert mit einer Paysafecard [...] bezahlen." "Eine Paysafecard", so das Schreiben weiter, sei die "sicherste Bezahlmethode im Internet und für jeden Bürger anonym an Tankstellen, Kiosken etc. zu erwerben." Den 16-stelligen Pin-Code der 100 Euro Paysafecard müsse der Empfänger der Mail nur an die Email-Adresse "zahlung@kanzlei-knil.de" schicken, wo man sie anhand der Absenderadresse zuordnen könne. Würde die Zahlung nicht innerhalb der gesetzten Frist eingehen, so die Mail, dann würde das Schreiben "nochmals auf dem normalen Postweg" zugestellt und "das Ermittlungsverfahren mit allen Konsequenzen" eingeleitet. Über die in dem Betrugsversuch zusätzlich aufgeführte Kontonummer 8 40 10 11 55 wollte man bei der als Bankverbindung aufgeführten Sparkasse Regensburg keine Auskunft geben. Quelle: Telepolis, 1.3.2010, Peter Mühlbauer URL zum Artikel: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32167/1.html
Geschrieben von Cornelia Haupt
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Dienstag, 9. März 2010Arbeitsgericht hält Schnüffeleien für rechtmäßigEine ehemalige Managerin des bahninternen Bereichs Compliance hat sich erfolgreich gegen ihre Entlassung gewehrt. Der Ex-Mitarbeiterin war wegen angeblicher Verstöße gegen den Datenschutz gegenüber Mitarbeitern und Bahn-Auftragnehmern gekündigt worden. DÜSSELDORF. Ein Berliner Arbeitsgericht gab der Ex-Mitarbeiterin in erster Instanz recht, die gegen ihren Rausschmiss wegen angeblicher Verstöße gegen den Datenschutz gegenüber Mitarbeitern und Bahn-Auftragnehmern geklagt hatte. Die Arbeitsrichterin stellte prinzipiell infrage, ob der Managerin überhaupt ein die Kündigung rechtfertigender Vorwurf gemacht werden könne. Zudem hielt sie das sogenannte Screening, den flächendeckenden elektronischen Abgleich von Mitarbeiter- und Geschäftspartner-Adressdaten, für gerechtfertigt. Ob es zu einer im Urteil angeordneten Wiedereinstellung der Führungskraft kommt, ist offen. Wie ein Bahnsprecher auf Anfrage erklärte, wird der Konzern in die Berufung gehen und das Landesarbeitsgericht als zweite Instanz anrufen. Die Datenschutzaffäre hatte im vergangenen März zum Rücktritt von Konzernchef Hartmut Mehdorn geführt. Die Managerin, die ab dem Jahr 2000 als Expertin für Rechnungswesen und Controlling zunächst in der Konzernrevision der Deutschen Bahn AG tätig war, geriet mit ihrem 2007 angetretenen neuen Job in den Strudel der Datenschutzaffäre. Unter dem damals obersten Korruptionsbekämpfer der Bahn, den zum "Chief Compliance Officer" ernannten Ex-Oberstaatsanwalt Wolfgang Schaupensteiner, wurde die jetzige Klägerin Leiterin der Abteilung mit der spröden Bezeichnung "Ermittlungen, Regressierung, Hinweisgebersystem". In dieser Funktion soll sie unter anderem die flächendeckende Überprüfung von E-Mail-Kontakten von Bahnmitarbeitern und Geschäftspartnern des Konzerns und die Ausspähung von Kontodaten durch eine Detektei veranlasst haben. Diese Tatbestände reichten Bahnchef Rüdiger Grube seinerzeit zur Kündigung, der Arbeitsrichterin jedoch nicht. Einerseits urteilte sie, dass der Managerin ihr Handeln nicht subjektiv - also schuldhaft - vorwerfbar sei, "da sie als Nichtjuristin eine mögliche Unrechtmäßigkeit nicht eindeutig erkennen konnte", zitieren Bahnkreise aus der Urteilsbegründung. Kauen dürften die Bahn-Juristen an der weiteren Einschätzung der Arbeitsrichterin: Es sei nicht eindeutig, "ob die bei der Bahn festgestellten Vorfälle tatsächlich als Verstöße gegen Datenschutzrecht zu werten sind". Quelle: Handelsblatt, 9.3.2010, von Eberhard Krummheuer URL zum Artikel: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/bahn-urteil-arbeitsgericht-haelt-schnueffeleien-fuer-rechtmaessig;2542573
Geschrieben von Cornelia Haupt
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09:08
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McDonald's und Subway fordern intimste Daten von Franchise-NehmernMit einem eigenwilligen Geschäftsgebaren machen die amerikanischen Schnellrestaurantketten McDonald's und Subway von sich reden. Von ihren potentiellen Partnern verlangen sie eine rückhaltlose Selbstauskunft - dazu gehören politische Präferenzen und intimste Auskünfte über das Privatleben. Hamburg - In den Zeiten allgemeiner Verunsicherung geht man bei McDonald's und Subway lieber auf Nummer sicher. Allerdings lassen die Methoden, die zu dieser Sicherheit führen sollen, eher beunruhigende Rückschlüsse auf die Haltungen in den beiden Konzernzentralen zu. Denn von ihren Franchise-Nehmern in Deutschland verlangen sie tiefe Einblicke in die Intimsphäre und die politische Gesinnung. Wer zum Beispiel Partner von Subway werden möchte, muss der Erstellung eines Prüfberichts "in Einklang mit den Anti-Terror-Gesetzen" wie dem "USA Patriot Act" zustimmen. Dieser Report soll Informationen über "Charakter", "Lebensweise" und "Beziehungen" enthalten. Die Bewerber haben sogar Auskunft zu erteilen, ob sie "jemals direkt oder indirekt an terroristischen Aktivitäten beteiligt" gewesen seien. McDonald's , mit 1333 Filialen Branchenführer in Deutschland, fordert von potentiellen Franchise-Nehmern Angaben über nichteheliche Beziehungen, "körperliche Leiden" sowie über "Datum und Anlass der letzten ärztlichen Untersuchung". Moritz Karg vom Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein hält die Praxis der amerikanischen Konzerne "aus datenschutzrechtlicher Sicht für unzulässig". McDonald's teilte auf Anfrage mit, die Erfassung diene "der grundlegenden Beurteilung und Dokumentation, ob ein Bewerber für so eine weitreichende Geschäftsbeziehung wie einen Franchise-Vertrag in Betracht kommt". Subway will zu der Datenerhebung nicht Stellung nehmen. mik Quelle: Spiegel online, 6.3.2010 URL zum Artikel: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,682132,00.html Freitag, 5. März 2010Hochzeitsdetektive im Einsatz: Spionage von Ehepartnern boomtIn Indien greift ein zweifelhafter Trend um sich: Immer mehr Frischverlobte lassen ihren zukünftigen Ehepartner professionell ausspionieren. Neu-Delhi – Ajit Singh kennt so gut wie jede Lüge. Er hat Menschen im Labyrinth der Gassen von Neu-Delhi verfolgt. Er fotografiert sie, wenn sie die Wohnung eines Liebhabers verlassen, hört sie von angeblich hohen Gehältern prahlen und weiß, wenn sie Krankheiten verschweigen. Der dürre Mann in einem schlecht sitzenden Anzug arbeitet aber nicht als zwielichtiger Privatermittler: Er ist Hochzeitsdetektiv. Seit in Indien arrangierte Ehen zunehmend von Liebesheiraten abgelöst werden, erfährt dieser Beruf eine starke Aufwertung. „Heutzutage muss man prüfen, ob die Menschen die Wahrheit sagen. Und genau da kommen wir ins Spiel“, sagt Singh. „Ist dieser Junge wirklich gebildet? Verdient er wirklich das hohe Gehalt? Oder treibt er oder sie sich herum?“ Ein zukünftiger Bräutigam kann wie ein netter junger Mann wirken und so, als ob er aus guter Familie kommt. Doch nach fast zwei Jahrzehnten als Betreiber seiner Agentur „Hatfield Detectives“ weiß Singh, wie wenig das bedeuten kann: „Du hast keine Ahnung, was der Junge wirklich mit seiner Zeit anfängt.“ Die Detektive jedoch sind bereit, genau dies heraus zu finden. Aus einem Service für Wohlhabende ist inzwischen ein genereller Trend geworden. „Früher waren wir ein Luxus für jemanden mit Unmengen an Geld. Heute will jede Familie so viel wie möglich wissen“, sagt Baldev Puri. Der 45-Jährige ist Gründer von AMX, eines großen Detektiv-Büros mit Sitz in Neu-Delhi. Ein Drittel seiner Einkünfte erzielt die Agentur mit Ermittlungen zu Leben künftiger Ehepartner. Den Verlobten der Tochter überwachen lassen? Sein Gehalt erfahren? Wissen, ob er trinkt und sich in Bars herumtreibt? Vielleicht auch seine Blutgruppe? Alles kein Problem. Eine Basis-Ermittlung kostet umgerechnet rund 225 Euro. Das ist nicht wenig bei einem Pro-Kopf-Einkommen von knapp 670 Euro im gesamten Jahr. Dennoch stellen Detektiv-Büros immer öfter Rechnungen aus, die in die Tausende gehen. Liebesheiraten bringen Unsicherheit Lange Zeit war die arrangierte Ehe eiserne Norm in Indien: Zwei Elternpaare wählten unterstützt von älteren Verwandten und einem Vermittler die Ehepartner für ihre Kinder aus. Enge Freunde wurden zurate gezogen, um mögliche Anzeichen für Schwierigkeiten zu erkennen. Lediglich das potenzielle Paar wurde bei den Diskussionen außen vor gelassen. Mit der veränderten Sichtweise von Beziehungen und einer wachsenden Mittelschicht, die die Ehen ihrer Kinder nicht im Desaster enden sehen will, ist inzwischen im ganzen Land eine beachtliche Anzahl Detektiv-Agenturen aus dem Boden geschossen. „Heutzutage hat sich einfach alles in Indien verändert“, sagt Puri. Liebesheiraten sind immer häufiger die Regel, besonders in größeren Städten. Selbst konservativere Familien gehen immer öfter zu einer „arrangierten Liebeshochzeit“ über, bei der die Eltern mehrere potenzielle Partner aussuchen und die endgültige Entscheidung dem Paar selbst überlassen. Auch vorehelicher Geschlechtsverkehr und veränderte Geschlechterrollen finden in der indischen Gesellschaft zunehmend Akzeptanz. An der umfassenden Bedeutung der Ehe ändert dies allerdings nichts: Ein unverheiratetes Kind gilt in den meisten Familien nach wie vor als Unglück. Die Inanspruchnahme eines Hochzeitsdetektivs wird nur selten offen diskutiert. Wer will schon zugeben, dass er seinen zukünftigen Schwiegersohn oder seine potenzielle Schwiegertochter überwachen lässt? Rechtsanwälten, Hochzeitsplanern und Ermittlern zufolge boomt das Geschäft aber. Und sollte einmal ein Paar über die Überwachung erzürnt sein, wird würde es das niemals laut sagen - die Ermittlungen werden als normaler Teil des „Verheiratungsspiels“ akzeptiert. Zwtl: Verwanzte Telefone und Briefkastenfirmen Da mag es kaum überraschen, dass die Detektive ziemlich abgebrühte Kollegen sind. Viele geben unter der Hand zu, alles zu tun um an Informationen zu gelangen: vom Verwanzen von Telefonen bis hin zur Errichtung von Briefkastenfirmen. Eine von ihnen Anoushka aus Neu-Delhi. Ihren Nachnamen will sie als professionelle Ermittlerin nicht sagen. Wie oft sie beauftragt wurde, kann die 24-Jährige schon nicht mehr zählen. Wenn sich eines der Objekte ihrer Beobachtung als Schürzenjäger entpuppt, scheint sie das nicht zu kümmern. „So etwas finden wir tagtäglich heraus. Wenn du das 20 Mal gesehen hast, was macht es dann schon, wenn du es zum 21sten Mal siehst?“, sagt sie schulterzuckend. Viele Detektive sehen sich aber auch als eine Mischung aus hilfreichem Onkel und Talkmaster. Gern sprechen sie von den Beziehungen, die sie gerade gerückt habe auch wenn dies bedeutet, Hochzeiten abzusagen. (apn) Quelle: TT.com, 5.3.2010 URL zum Artikel: http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/%C3%9Cberblick/Chronik/ChronikContainer/386208-8/hochzeitsdetektive-im-einsatz-spionage-von-ehepartnern-boomt.csp
Geschrieben von Cornelia Haupt
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19:28
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Dienstag, 2. März 2010Breites Betätigungsfeld: Krise zieht Delikte und Detektive anDetektiv spielen wollen viele. Der Verdienst ist aber oft gering, die Konkurrenz hart. Betrügerische Pleiten nehmen zu. Schuldner tauchen unter, und Unternehmer nehmen ihre Manager genauer unter die Lupe Wien - Ein Kfz-Betrieb beschäftigt einen Meister, der in der privaten Garage mit Reparaturen florierende Konkurrenzgeschäfte aufzieht. In einem Hotel entwenden Angestellte Inventar vom Geschirr bis zu den Servietten, um damit andere Herbergen auszustatten. Und ein Unternehmer verliert tausende Euro an einen Kunden, dessen GesmbH schlicht nicht existiert. Lukas Helmberger blättert kurz in seinem Notizbuch. Der Berufsdetektiv kennt unzählige solcher Fälle. Wie der Großteil seiner Kollegen gibt er sich nicht mit untreuen Ehepartnern und Langfingern in den Kaufhäusern ab. Das große Geschäft für die Detekteien ist die Wirtschaftskriminalität - und die Krise treibt es kräftig an. Auch Österreich habe erkannt, dass es keine Insel der Seligen sei, sagt Helmberger, der auch das Präsidentenamt im Detektiv-Verband ausübt. Nun da sich der Euro nicht mehr einfach verdienen ließe, inspizierten Unternehmer vermehrt die Geldflüsse und zögerten nicht, bei Ungereimtheiten Ermittler zu engagieren. Aber auch die steigende Zahl an Pleiten eröffnet für seine Branche ein weites Feld. Betrügerische Insolvenzen nehmen zu, erzählt Bernhard Maier, der sich mit acht Mitarbeitern häufig säumigen Schuldnern auf die Fersen heftet. Gescheiterte Unternehmer versuchten so ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen. Dazu kämen jene, die nach dem Bankrott überhaupt ganz untertauchten. Gereizter reagieren Betriebe zudem auf unlauteren Wettbewerb. Je härter das Umfeld sei, desto genauer observiere man die Rivalen und suche nach Fehlern, sagt Armin Häfele, der seit 40 Jahren als Detektiv arbeitet, als alter Hase gilt und die Branche in der steirischen Wirtschaftskammer vertritt. Auch künftige Manager geraten im Zuge von Bewerbungen unter ihre Lupen. Mitarbeiter werden von Detektiven ebenso überwacht - aber nur bei Verdacht auf Missbrauch, versichert Maier. Von Schnüffelaufträgen und dubiosem Datensammeln distanziert man sich. Zu wenige Frauen Österreich zählt 300 Detekteien und damit doppelt so viel wie vor 15 Jahren. Sie führen oft mehrere Niederlassungen, zählen aber selten mehr als zehn Mitarbeiter. Eine staatliche Ausbildung wie etwa in Frankreich gibt es nicht, daher hat neben den Betrieben der Verband die Nachwuchspflege übernommen. Markus Schwaiger leitet sie: An die 20 Anwärter schafften die einjährige Ausbildung, sagt er. Gesucht werden mehr Frauen, für die sich vor allem im wachsenden Markt des verdeckten Personenschutzes Jobs auftun. Von früheren Polizisten, die glauben, von der Verkehrsampel in sein Gewerbe wechseln zu können, hält er nichts. Dazu brauche es mehrjährige Praxis, Befähigungsnachweise und entsprechende Prüfungen. Viele spielten gern Detektiv, mit jenen aus dem Fernsehen habe der Job aber nichts gemein, sagt Helmberger. Auch das Einstiegsgehalt von 1000 Euro netto sei nicht gerade die Welt, ergänzt Schwaiger. "Das ganze ist was für Adrenalinjunkies, im positiven Sinne - aber reich wird man davon nicht." Vor allem nicht als Kaufhausdetektiv. Der Handel spart, die Preise sind im Keller, Insolvenzen unter den Ermittlern gang und gäbe. 50 bis 100 Euro kostet die Ermittlerstunde, für die Arbeit im Supermarkt gibt es netto 15 bis 20 Euro. Eifersüchtige Ehepartner sorgen nur noch für ein Fünftel des Geschäfts, seit es für Scheidungen keinen Schuldbeweis braucht. In der Krise recherchieren betrogen Geglaubte zudem lieber selber. Quelle: Verena Kainrath, DER STANDARD, Printausgabe, 3.3.2010 URL zum Artikel: http://derstandard.at/1267132154465/Breites-Betaetigungsfeld-Krise-zieht-Delikte-und-Detektive-an
Geschrieben von Cornelia Haupt
in ÖDV Österreichischer Detektiv-Verband, Datenschutz, Detektivausbildung Österreich, Detektive, Kriminalität, Presse, Verbände
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18:24
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Stellungnahme von Patricia Riekel (Bunte-Chefin)
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17:14
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Montag, 1. März 2010Selbstmörder berichtete live - Ging Datenschutz vor Menschenleben?Hätte der im Internet angekündigte Selbstmord eines 18-jährigen Greveners verhindert werden können? Ja, sagt die Polizei – wenn die Telekom ihr Datenwissen rechtzeitig preisgegeben hätte. Doch der Nachweis wird schwierig: Der genaue Todeszeitpunkt ist nicht mehr festzustellen, weil die Leiche nicht obduziert worden ist. Die Frage, um die sich alles dreht: Hat hier womöglich
überzogener Datenschutz ein Menschenleben gekostet? Thorsten S. aus Reckenfeld
hatte seinen Selbstmord Anfang Februar in einem Internet-Forum minutiös
angekündigt und quasi live kommentiert. Zweieinhalb Stunden später entdeckte die Administratorin des
Forums die Selbstmord-Ankündigung und benachrichtigte von Hürth bei Köln aus
die Polizei. Die wiederum wandte sich unverzüglich an die Telekom, deren
Mitarbeiter aber weigerten sich, der Polizei die Adresse des jungen Mannes zu
geben. URL zum Artikel: http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/greven/Greven-Saerbeck-Selbstmoerder-berichtete-live-Ging-Datenschutz-vor-Menschenleben-;art967,834448 Quelle: Ruhr Nachrichten, Michael Hagel am 1. März 2010 17:43 Uhr Krimineller Handel mit Telekom-Kundendaten 2009Das Erste, 1. März 2010, 21.45 Uhr
Mainz. Die Telekom hat es, nach Einschätzung von Experten, Datendieben offenbar leicht gemacht, an personenbezogene Informationen zu kommen. Das geht aus Akten der Staatsanwaltschaft Bonn hervor, die REPORT MAINZ vorliegen. Fred Apostel, Sprecher der Staatsanwaltschaft Bonn, bestätigte gegenüber REPORT MAINZ, dass es sich bei den Daten um „sensible Daten, nämlich persönliche Daten von Kunden“, die „frei verkäuflich waren“, handelte. Das ARD Politikmagazin REPORT MAINZ hat die Unterlagen der Strafverfolger dem Finanzmarktexperten, Prof. Wolfgang Gerke, vorgelegt. Seine Einschätzung: „Die Telekom hat den Datenskandal selbst verursacht. Sie hat ihn sicherlich sich so nicht gewünscht, aber sie hat ihn riskiert. Sie hat ihn billigend in Kauf genommen und dass sie dabei auch selber Opfer des Datenmissbrauchs geworden ist, ist eine Randerscheinung, die die Telekom nicht entlastet.“ Auch der Bundesdatenschutzbeauftrage, Peter Schaar, kritisiert die Telekom. „Eine Leichtfertigkeit ist hier absolut erkennbar. Man hat notwendige Sicherheitsmaßnahmen unterlassen, und damit es den Datendieben leicht gemacht, an diese personenbezogenen Informationen zu gelangen“, sagte Schaar dem Politikmagazin. Der einstige Staatskonzern hatte in den letzten Jahren immer wieder mit Datenskandalen zu kämpfen. Fast immer beteuerte dabei die Telekom, Opfer krimineller Machenschaften geworden zu sein. Auf der Bilanzpressekonferenz der Telekom vergangenen Donnerstag in Bonn äußerte sich René Obermann, auf die Frage von REPORT MAINZ, ob die Telekom ihre Kundenbanken leichtfertig geöffnet habe: „Das weise ich zurück. Wir tun alles, was wir können zum Thema Datenschutz und Datensicherheit. Einen hundertprozentigen Schutz kann ihnen kein Unternehmen gewährleisten.“ Weiter sagt die Telekom, dass mittlerweile umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden und Datendiebstähle heute deutlich erschwert worden seien. Als René Obermann 2006 Vorstandsvorsitzender der Telekom wurde, war der Konzern in sehr schwierigem Fahrwasser. Millionen Festnetzkunden wechselten zur Konkurrenz. Deshalb startete der Konzern eine gigantische Vertriebsoffensive mit 1000 Haupt- und 12.000 Subvertriebspartnern, vor allem Call-Centern. Sie alle arbeiteten mit Kundendaten der Telekom. Professor Wolfgang Gerke kritisiert, dass die Telekom „fahrlässig mit ihren eigenen Daten umgegangen ist und fahrlässig sich tausende von Subunternehmern zugelegt hat, die sie gar nicht unter Kontrolle halten konnte.“ Die Akten der Staatsanwaltschaft Bonn belegen auch, welch perfide Pläne die Datenhändler mit den Kundendaten hatten. Bankkonten sollten mit 69 Cent belastet werden. Der Hintergedanke: Abbuchungen in dieser geringen Höhe fallen vielen Kunden nicht auf. Ein raffinierter Millionenbetrug, der durch eine bundesweite Razzia 2009 verhindert werden konnte. http://www.swr.de/report/
Geschrieben von Cornelia Haupt
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17:58
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Samstag, 13. Februar 2010Gläserner Nutzer: So sammeln seriöse Firmen private Daten
Ben Edelman, Junior-Professor an der Harvard Business School, Berater von McAfee und bekennender Google-Kritiker machte Ende Januar eine interessante Entdeckung: Die Google-Toolbar telefoniert jede URL, die der Nutzer in seinem Browser aufruft, vollständig nach Hause - und zwar auch dann, wenn der Anwender die Toolbar deaktiviert. Das wies Edelman nach, indem er einen Netzwerk-Sniffer einsetzte. Die Deaktivierung nahm er nicht in der Toolbar selbst vor, da jede Browsererweiterung Befehle wie "Disable" selbst interpretiert und sich einfach nur unsichtbar machen kann, während sie im Hintergrund weiter agiert. Edelman nutzte den Add-on-Manager des Internet Explorer 8, wie er in einem Video zeigt. Dabei erwartete er, dass der Browser bei Deaktivierung keine Informationen an die Google Toolbar weitergibt. Doch weit gefehlt: Was der von ihm eingesetzte HTTP-Sniffer kann, nämlich ohne Wissen des Browsers sämtlichen HTTP-Verkehr aufzeichnen, kann die Google-Toolbar natürlich auch. Für Edelman stand fest, dass dieses Verhalten der Google Toolbar nicht durch die Datenschutzbestimmungen gedeckt ist. Die sagen nämlich aus, dass die vollständige URL nur übermittelt wird, wenn man die sogenannten "erweiterten Funktionen" wie Pagerank oder Sidewiki nutzt. Man könne diese jederzeit deaktivieren, reaktivieren oder einfach nicht verwenden. Offensichtlich fühlte sich der Suchmaschinengigant "erwischt" und besserte seine Toolbar umgehend nach. Am 2. Februar berichtete Edelman in einem Blog-Beitrag für McAfee, dass Google die "nicht einvernehmlichen Übertragungen" eingestellt habe. Für Edelmann bleiben jedoch eine Reihe Fragen: Zum Beispiel, wie so ein "Bug" durch das interne Testing gelaufen sein kann, ohne entdeckt zu werden. Die Antwort auf diese Frage ist einfach: Dass es sich tatsächlich um einen Bug handelt, ist unwahrscheinlich. Es wird wohl eher ein "Feature" gewesen sein. Im Windows-Taskmanager kann man leicht nachschauen, dass die Google-Toolbar einen zweiten Prozess mit dem namens GoogleToolbarNotifier.exe startet. Dieser Prozess agiert unabhängig vom Browser. Alleine ein solches Verhalten sollte sich für ein seriöses Add-on verbieten. Quelle ZDNET, 12.2.2010, Christoph H. Hochstätter URL zum Artikel: http://www.zdnet.de/sicherheits_analysen_glaeserner_nutzer_so_sammeln_serioese_firmen_private_daten_story-39001544-41527184-t.htm
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18:45
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Ausgeschnüffelt: Detektiv packt ausEx-Hypo-Chef Wolfgang Kulterer hatte 2006 einen Detektiv auf seine Vorstandskollegen angesetzt. Jetzt packt dieser aus. Er enthüllt die Protokolle geheimer Telefonate. Die Rede ist von dunklen, ausländischen Finanzkanälen, von Erpressung und „Geldentnahmen zu Privatzwecken“ in Millionenhöhe. Lucona, Noricum, AKH: alles Skandale, bei denen „der Guggi“
als Privatdetektiv seine Finger im Spiel hatte, alles große Geschichten, alles
lange her. Jetzt geht Dietmar Guggenbichler auch schon auf den Siebziger zu.
Aber mit ihm, dem „Burt Reynolds der österreichischen Privatdetektive“
(Guggenbichler über Guggenbichler), Kirschen zu essen kann immer noch
unangenehm werden. Das kann derzeit niemand glaubhafter bestätigen als Wolfgang
Kulterer, langjähriger Vorstandsvorsitzender der Kärntner Hypo Alpe-Adria-Bank,
der mittlerweile längst vom Strudel der am Balkan versenkten Hypo-Millionen
mitgerissen wird. Kulterer hatte es als Chef mit einer Bank zu tun, in der
offenbar an vielen Ecken und Enden Geld verschwand, und er hatte Dietmar
Guggenbichler auf Empfehlung von Jörg Haider im Jahr 2006 als Privatdetektiv
engagiert und auf zahlreiche – intern unter Korruptionsverdacht geratene –
eigene Kollegen in Kärnten und Kroatien angesetzt, um das zu dem Zeitpunkt
bereits heftig ins Wanken geratene Schiff zu stabilisieren und zu retten, was
noch zu retten war. Viel sollte es schließlich ja nicht mehr sein. Genau
genommen gar nichts: Die drei Hauptaktionäre Bayerische Landesbank, Grazer
Wechselseitige und das Land Kärnten mussten das heruntergewirtschaftete
Geldhaus Ende des Vorjahres um genau drei Euro an den österreichischen Staat
verkaufen und noch eine Milliarde drauflegen. Quelle: Profil online, 13.2.2010, 14:22, Von Emil Bobi URL zum Artikel: http://www.profil.at/articles/1006/560/261900/ausgeschnueffelt
Geschrieben von Cornelia Haupt
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16:26
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Mittwoch, 10. Februar 2010Spitzelaffäre: Telekom gesteht massenhafte Rechtsbrüche
DÜSSELDORF/BONN. Die Deutsche Telekom räumt massenhafte Verstöße gegen geltendes Recht und ethische Standards ein. Teils sei dies ohne jeden erkennbaren Grund geschehen, sagte Datenschutz-Vorstand Manfred Balz. Mitarbeiter der Konzernsicherheit hätten sich selbstständig gemacht und nach Lust und Laune agiert. Insgesamt liegen 84 Fälle vor, davon 55 in Deutschland. Häufig wurde das Bank– und Steuergeheimnis gebrochen. Diese Bilanz ist das Ergebnis einer monatelangen Aufarbeitung des größten Skandals in der Geschichte der Deutschen Telekom. Im Mai 2008 hatte die Staatsanwaltschaft die Büros des Bonner Konzerns durchsucht. Hintergrund war eine Strafanzeige der Telekom, die von einem externen Dienstleister erpresst worden war. Der drohte damit, öffentlich bekannt zu machen, dass der Konzern Verbindungsdaten von Journalisten und Aufsichtsräten ausspioniert hatte. Die Ermittlungen dauern an und richten sich auch gegen den ehemaligen Telekomchef Kai-Uwe Ricke und den damaligen Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel. Die nun vorliegende Erkenntnis über die 84 anderen Vergehen sind ein Nebenprodukt der Spitzelaffäre. Zusammen mit den Wirtschaftsprüfern von KPMG hat die Telekom rund 100 000 Seiten Material gesichtet, das nichts mit der Spitzelaffäre zu tun hat und der Telekom deshalb von der Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt worden ist. Es handelt sich dabei um Zettelkästen, Klarsichthüllen, Ermittlungsberichte und Emails, die die Abteilung KS3 der Konzernsicherheit im Keller aufbewahrte.
Quelle: Handelsblatt, von Sönke Iwersen und Sandra Louven, 10.02.2010 18:02 Uhr URL zum Artikel: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/spitzelaffaere-telekom-gesteht-massenhafte-rechtsbrueche;2527631
Geschrieben von Cornelia Haupt
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22:22
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Freitag, 5. Februar 2010Google ruft GeheimdienstDie Suchmaschine sieht sich Hackern aus China ausgesetzt und bittet den US-Geheimdienst um Hilfe. Ziel der Datendiebstähle war etwa der Quelltext der zentralen Programmiersprache von Google. Wien (mar). Medienberichte über die mächtigste Suchmaschine der Welt thematisieren üblicherweise zweierlei: den wirtschaftlichen Erfolg, der aus ihrem unaufhaltsamen Aufstieg resultiert, und ihren schier unersättlichen Datenhunger. Dass der Internetgigant nun mit dem US-Geheimdienst National Security Agency (NSA) kooperiert, ist allerdings neu. Zwar wollen beide Seiten einen entsprechenden Bericht der „Washington Post“ nicht kommentieren, dennoch zweifeln US-Experten nicht am Wahrheitsgehalt der Meldung. Bereits am 12.Jänner setzte Google einen bemerkenswerten Schritt: Der Konzern ging wegen der jüngsten Angriffe aus dem Cyberspace an die Öffentlichkeit – ebenso wie mehr als 30 andere große Technologiekonzerne in den USA. Ziel der Datendiebstähle waren sensible Daten der Unternehmen oder etwa der Quelltext der zentralen Programmiersprache von Google. Die Operationen waren akribisch vorbereitet und gingen in ihrer Professionalität weit über bisherige Hacker-Attacken hinaus. Auch wenn es kaum endgültige Beweise gibt, glaubt Google genau zu wissen, wer hinter den Angreifern steht: staatliche Stellen Chinas. Mitte Jänner gab der Konzern unter Hinweis auf die Zensur und Hacker-Angriffe seinen Rückzug vom Milliardenmarkt Chinas bekannt. Schlüsselpersonen im Fokus Vor wenigen Tagen berichtete die US-Zeitung „Christian Science Monitor“ von einem anderen spektakulären Fall: Die US-Ölriesen ExxonMobil, Marathon Oil und ConocoPhillips seien systematisch mit maßgeschneiderten Angriffen ausspioniert worden. Man habe es noch nie mit einer so hartnäckigen Art der Computerspionage zu tun gehabt, zitierte die Zeitung die US-Bundespolizei FBI. Das Ziel waren hoch sensible Daten über weltweite Ölfunde, ihre Menge und Wert – also das Ergebnis jahrelanger Arbeit und Investitionen in Millionenhöhe. Der Ausgangspunkt der Angriffe sei vorerst unbekannt, hieß es. Doch auch hier führe mindestens eine Spur nach China. Freilich betreiben nicht nur China und Russland Wirtschaftsspionage – angelsächsische Länder gelten auf dem Gebiet immer noch als führend. Der deutsche Verfassungsschutz registriert eine weltweite Zunahme elektronischer Angriffe. Bei den Angriffen auf Unternehmen Westeuropas sieht die Behörde die Hauptauftraggeber bei den Nachrichtendiensten Chinas und Russlands. Die Operationen sind technisch exzellent vorbereitet und schleusen sich oft gezielt in die persönliche Kommunikation von Schlüsselpersonen ein. China wolle sich bis 2020 als führende Wirtschaftsmacht positionieren, und das sei nur mit „Technologietransfer“ möglich. Auch gebe es bereits Kooperationen zwischen dem Verfassungsschutz und Firmen, die Hilfe suchen, so eine Sprecherin der Behörde gegenüber der „Presse“. Google hat sich dafür echte Profis ausgesucht: Der NSA ist auf Überwachung von Kommunikation spezialisiert. Der größte und am besten finanzierte Geheimdienst der USA war schon immer an Googles Aktivitäten interessiert, doch der Konzern soll selbst bei Terrorfahndungen nach 2001 eine Kooperation verweigert haben. Kritiker des Deals sehen daher nun ein Problem von ganz anderer Seite: Hat ein Geheimdienst seinerseits erst Zugriff auf sensible Nutzerdaten von Google, wird er es nicht bei einer reinen Hilfestellung belassen. ("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.02.2010) http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/537627/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/international/index.do
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11:49
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Deutschland kauft Daten: Auch Österreich will Steuersünder-CD auswertenLaut Experten ist die Rechtslage eindeutig, die Republik würde sich nicht der Hehlerei schuldig machen Berlin/Zürich/Wien - Die Debatte rund um den Ankauf der Steuersünder-CD durch Deutschland hat auch Österreich erreicht. "Sollte es Hinweise darauf geben, dass sich auf der CD auch Informationen über Steuerflüchtlige aus Österreich, befinden hätten wir natürlich großes Interesse an einer Auswertung", sagt ein Sprecher von Finanzminister Josef Pröll zum Standard. Juristisch gesehen besteht bei der Datenauswertung in Österreich kein Problem, selbst der Ankauf wäre legal, meinen die Strafrechtler Robert Kert und Helmut Fuchs. Die CD soll Informationen über 1500 Steuerhinterzieher enthalten, die Daten könnten von der HSBC oder Credit Suisse stammen. Sie wurde für 2,5 Millionen Euro angeboten. Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble hat bereits angekündigt, die Daten zu kaufen. Sollten auf der CD Österreicher erwähnt werden, müssen diese Daten an Wien weitergegeben werden. Der Fall sei ähnlich gelagert, wie der Erwerb einer CD im Zuge der Liechtensteinaffäre, "wir konnten deshalb gar nicht anders entscheiden", sagte Schäuble. Die Karlsruher Höchstrichter prüfen derzeit, ob der Ankauf damals legal war. Wien - Darf der Staat rechtswidrig heruntergeladene Informationen über Steuerflüchtige kaufen? Die zum Teil heftig geführte Auseinandersetzung ist inzwischen auf Österreich übergesprungen. Aus juristischer Sicht fällt die Antwort der Experten eindeutig aus:Ja, Österreich dürfte kaufen und die Informationen in allfälligen Strafverfahren verwenden. Denn die Republik würde dabei nicht als Hehler auftreten und laut Strafrechtlern auch sonst kein Verbrechen begehen. Hehlerei begeht laut Strafgesetzbuch, "wer den Täter einer mit Strafe bedrohten Handlung gegen fremdes Vermögen" unterstützt, dieses zu verbergen oder zu verwerten. Daten gelten allerdings nicht als Vermögen, sagen die beiden Wiener Strafrechtler Helmut Fuchs und Robert Kert übereinstimmend. Datenklau ist juristisch gesehen auch kein Diebstahl. Denn in Österreich wie in Deutschland gilt, dass nur körperliche Gegenstände gestohlen werden können. Welches Delikt kommt sonst infrage? Laut Kert keines. Das illegale Herunterladen von Daten selbst sei natürlich strafbar (etwa widerrechtlicher Zugriff auf ein Computersystem, Auskundschaften von Geschäftsgeheimnissen). Wer die Informationen aber nach der Tat kauft, begehe kein Verbrechen. Aber sogar wenn der Staat rechtswidrig handeln würde, könnte er die Daten nutzen. Dem österreichischen Recht sind nämlich so genannte Beweisverwertungsverbote fremd. Verwendung von Beweisen Bei dem sperrigen juristischen Begriff geht es um die Frage, ob rechtswidrig erlangte Beweismittel vor Gericht benutzt werden können. In den USA gilt der strenger Grundsatz des "Fruit of the poisonous tree" (Früchte des vergifteten Baumes): Wurde ein Beweis von der Polizei in rechtswidriger Weise gewonnen, könne dieser vor Gericht nicht verwendet werden. Bekanntes Beispiel war der Fall von O. J. Simpson. In Österreich dagegen ist die Verwertung von Beweisen nur dort verboten, wo das Gesetz dies ausdrücklich verlangt, etwa bei widerrechtlichen Untersuchungen am Körper. Dass der Kauf der Daten nicht rechtswidrig wäre, glaubt man auch im Finanzministerium. Die konkrete Frage, ob Österreich geklaute Bankdaten kaufen solle, habe sich noch nie gestellt, heißt es. Im Zuge der Liechtensteinaffäre, tauchten auf der von den deutschen Behörden erworbenen CD auch die Namen von rund 170 Österreichern auf. Die Deutschen gaben die Daten weiter. Die anschließenden Finanzstrafverfahren vor Gericht waren gänzlich unproblematisch, weil Österreich die Infos von Deutschland bekam. Im Wiener Finanzministerium heißt es auch diesmal, es bestehe Interesse an der CD, sollten sich Hinweise ergeben, dass es auch Informationen über österreichische Steuerflüchtige gibt. Sollte dies der Fall sein, müsse Deutschland Amtshilfe leisten, heißt es auch aus dem Büro von Finanzstaatssekretär Andreas Schieder (SPÖ). Das muss Deutschland übrigens sowieso: Laut EU-Amtshilferichtlinie sind alle Unionsländer zum Informationsaustausch über Steuerflüchtige verpflichtet. Quelle: András Szigetvari, DER STANDARD, Printausgabe, 3.2.2010
Geschrieben von Cornelia Haupt
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11:26
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Trafikanten schnüffeln Schmugglern hinterherVor allem Tabakhändler in den Kärntner Grenzgebieten haben mit Umsatzeinbußen zu kämpfen - die Rede ist von Verlusten bis zu 35 Prozent. Vor allem im Grenzgebiet sagen Tabakhändler dem Zigarettenschmuggel mit zweifelhaften Maßnahmen den Kampf an Klagenfurt - Eine umstrittene Überwachungsmaßnahme, mit der sich Kärntner Trafikanten gegen Zigarettenschmuggel aus dem benachbarten Slowenien wehren, hat rege Diskussionen ausgelöst. Detektive observieren die Shops an den Grenzübergängen und dokumentieren die Menge der gekauften Zigaretten sowie Autokennzeichen. Hat man mehr als die erlaubte Stange im Sackerl, flattert den Ertappten ein Brief einer Anwaltskanzlei mit der Aufforderung, 350,20 Euro zu bezahlen ins Haus. Eine Anzeige wird in dem Schreiben vorbehalten. "Das ist ganz klar Nötigung", erklärte Rechtsanwalt Philipp Tschernitz. Als "völlig haltlos" bezeichnete hingegen Trafikanten-Anwalt Alexander Todor-Kostic diesen Vorwurf. Umsatzeinbußen im Grenzgebiet Vor allem Tabakhändler in den Kärntner Grenzgebieten haben mit Umsatzeinbußen zu kämpfen - die Rede ist von Verlusten bis zu 35 Prozent und dies wird auf illegalen Import aus Slowenien zurückgeführt. Erlaubt sind 200 Zigaretten - also eine Stange - pro Person. Nachdem diese Grenze aber immer wieder überschritten wird, hat die Wohlfahrtsvereinigung der Tabaktrafikanten Detektive angeheuert, die dem Schmuggel einen Riegel vorschieben sollen. Ausgangsbasis dafür sei Paragraf 7 a des Tabakgesetzes, wonach aus Slowenien und Tschechien nur 200 Zigaretten mit nicht-deutschsprachigen Warnhinweisen importiert werden dürfen. "Observiert werden die Fahrzeuge, die Lenker werden gefilmt, ab dem Zeitpunkt wo sie das Geschäft verlassen", erklärte Todor-Kostic. 120 Personen wurden in einer Abmahnwelle angeschrieben und von ihnen "eine Pauschale von 350,20 Euro für anteilige Detektivkosten unter dem Titel des Schadenersatzes zivilrechtlich gefordert", so der Trafikanten-Anwalt. Der Betrag setzt sich aus der Pauschale der Detektivkosten von 250 Euro, den Rechtsanwaltskosten plus Umsatzsteuer und den Kosten für die Lenkererhebung in der Höhe von 14,90 Euro zusammen. "Das ist kein Betrag, an dem man sich bereichern will, dem gegenüber steht ein wesentlich höherer Wert an tatsächlichen Detektivkosten. Es wird zwar aufgefordert, den Betrag zu bezahlen, aber nicht mit der Drohung, dass sonst angezeigt wird. Die Anzeige wird vorbehalten." Wenn nicht gezahlt werde, gebe es die Möglichkeit, den Betrag zivilrechtlich einzuklagen, meinte Todor-Kostic. Keine Veranlassung für diese Maßnahme Laut der Einschätzung von Tschernitz hingegen ist "diese Vorgehensweise kriminell". Ein Detektiv sei zwar legitimiert, Fotos zu machen, aber dürfe sie nicht weitergeben oder veröffentlichen. Die Aufforderung "wenn du nicht zahlst, zeig ich dich an", geht laut Tschernitz neben dem Tatbestand der Nötigung auch in Richtung Erpressung. "Die Trafikanten haben keine Veranlassung für diese Maßnahme", so Tschernitz. Schließlich hebe nicht der Händler, sondern der Staat die Tabaksteuer ein. "Wenn ich so ein Schreiben bekommen würde, würde ich es an die Staatsanwaltschaft weiterleiten und anregen, auf Nötigung zu prüfen", so der Anwalt. Wer schlussendlich angezeigt wird, obliegt allerdings der Einschätzung der Wohlfahrtsvereinigung. "Das hängt von der Zahl der gekauften Zigaretten ab, wird anhand der Detektivberichte ausgewertet und ist nicht meine Entscheidung", sagte dazu der Trafikanten-Anwalt. Nötigung oder Erpressung sei nicht im Sinne der Vereinigung: "Das wollten wir nicht und das tun wir auch nicht." Ob die Anfertigung und Weitergabe von Fotos legitim ist, ist fraglich. Es gebe diesbezüglich den zivilrechtlichen Grundsatz, dass eine Person, die ein berechtigtes Interesse zum Nachweis einer kriminellen Handlung hat, einen Detektiv beauftragen darf, der Fotos machen kann. "Strittig könnte sein - das sage ich jetzt ganz objektiv - ob das berechtigte Interesse von dieser Wohlfahrtsgesellschaft da ist", so Todor-Kostic. (APA) Quelle: Der Standard, 4.2.2010 URL zum Artikel: http://derstandard.at/1263706734622/Rege-Diskussion-in-Kaernten-Trafikanten-schnueffeln-Schmugglern-hinterher
Geschrieben von Cornelia Haupt
in Datenschutz, Detektive, Geheimdienste / Spionage, Kriminalistik, Presse
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09:23
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Dienstag, 2. Februar 20102,5 Millionen für Informanten?Soll der Staat 2,5 Millionen Euro an einen Informanten
zahlen, um dafür die Daten von 1.500 Steuersündern zu bekommen? Diese Frage
beschäftigt derzeit die deutsche Politik. Die Opposition spricht sich für den
Kauf der Liste aus, obwohl diese illegal von einer Bank entwendet wurde: Die
100 Millionen Euro an Nachzahlungen dürfe man sich nicht entgehen lassen. Die
CDU hatte sich bisher gegen den Deal verwehrt - doch nun scheint die deutsche
Regierung die brisanten Daten doch kaufen zu wollen. ORF, 2.2.2010
Geschrieben von Cornelia Haupt
in Datenschutz, Geheimdienste / Spionage, Kriminalität, Presse
um
08:56
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Steuerbetrüger CD in Frankreich
Geschrieben von Cornelia Haupt
in Datenschutz, Geheimdienste / Spionage, Presse
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08:16
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