Wenn Spuren nicht beachtet werden. Weltweit herrscht der
Glaube, dass Spuren erstens jeden Fall lösen könnten und dass sie zweitens,
wenn sie gefunden werden, immer die Wahrheit klären (“C.S.I.-Effekt”). Dass
beides nicht der Fall ist, zeigen drei Artikel aus unserer
Sachverständigen-Praxis. Der Fall Hartung. Von Saskia Reibe und Mark Benecke (www.benecke.com)
Die Waffenkammer des
BKA
Seit wenigen Jahren verfügt die deutsche Bundespolizei, das
Bundeskriminalamt (BKA), über ein neues Laborgebäude, mit einem großen
Fachbereich zur Untersuchung von Waffen und Munition. Von Frank B. Metzner
Lügnern ins Gehirn
geschrieben
Notorische Lügner haben eine Veränderung im Gehirn, die ihr
Moralempfinden herabsetzt. Notorische Lügner haben nachweisbare Hirnanomalien:
Die Struktur der Hirnregion, die für das Empfinden eines schlechten Gewissens
zuständig ist, weicht von einer normalen Hirnstruktur ab, haben Forscher aus
den USA nun herausgefunden (…)
short cuts
Späte Gerechtigkeit
Kindesrückholung endet vor Gericht
Zweifel am Tod von Millionenbetrüger
Die Sache Pellicano
Affäre um großzügige Vergabe von Gewerbeberechtigungen im
Sicherheitsgewerbe
Causa Kampusch Thema im Nationalrat
FC Barcelona heuerte Detektive an
Investigator.com – Das Ermittlerforum in den USA
Veranstaltungen
review
Specialist Security Equipment Presentation
EU-Antikorruptionsbehörde
Risiko & Sicherheit. Campus Forum 2010. Netzwerktreffen
der Sicherheits- und Risikobranche www.sicherheitsportal.at
61. Generalversammlung des Österreichischen Detektiv
Verbandes (ÖDV)
Freundschaftsabkommen Österreich - Slowenien
Recht Österreich
Stellungnahme zum Ersatz der Detektivkosten anhand dreier
Gerichtsentscheidungen von RAA Mag. Andreas Schweitzer
Recht Deutschland
HSH Nordbank verklagt die eigenen Detektive
Detektiv erpresst Manager
Einsatz von „Sozialdetektiv“ war rechtswidrig
Wirtschaftsspionage?
Recht Schweiz
Konkordat zur Zulassung Privater Sicherheitsdienstleistungen
Polizist als Hobby-Detektiv
tools
Transit Issue Nomad Journal
Spyclock mit Bewegungs-Sensor
Somikon DV-728HD: Der Foto-Video-Kugelschreiber nimmt Fotos
mit 12 Megapixeln und Videos in HD-Qualität mit 720p auf
Spytalk
Die Steuer-CD und ein Opfer
Watergate in Paris
Privatdetektive suchen angeblich nach Ex-SAP-Chef
Telekom-Spitzelaffäre „Bauernopfer“
Buch bringt Pentagon in Bedrängnis
Daimler luchst Post Sicherheitschefin ab
Rätsel um toten Spion
Früher war alles besser
book review
„leg cit“ von Stephan
Keiler/Christoph Bezemek
„Mafia Export“
von Francesco Forgione
„Die Tricks der
Politiker“ von Thomas Hofer
„Dauerthema
Ladendiebstahl“ von August Baumühlner, Roman Seeliger
„Klartext für Anwälte“
von Eva Engelken
„Spitzeln, Spähen,
Spionieren“ von Ingeborg Zerbes
„Der Agent“ von Werner
Stiller
„Schlagfertigkeit in
Preis- und Honorarverhandlung“ von Matthias Pöhm
„Strafprozessrecht“
von Birklbauer/Hilf/Luef-Kölbl/Steininger
„Phänomen Facebook“
von Jakob Steinschaden
„Schwarzbuch
Landwirtschaft“ von Hans Weiss
„Strafprozessrecht (f.
Österreich)“ von Christian Bertel/Andreas Venier
„Beweisverwertungsverbote“
von Kai Ambos
„Die
strafprozessualen Beweisverwertungsverbote“ von Raimund Baumann
„Beweisführung im
Strengbeweisverfahren“ von Jens Dallmeyer
„Rinderwahn und
Lungenseuche“ von Roland Sedivy
„Der Totenleser„ und „Dem Tod auf der Spur“ von Prof. Dr.
Michael Tsokos
Möglichkeiten derKooperation von Verteidigung und Detektiven
Berufsdetektive sind in Österreich die einzige Berufsgruppe,
die der Strafverteidigung als
professionelle und beauftragte Ermittler dienen darf. Leider
wird dieser Leistungsanteil von den Strafverteidigern nur selten genutzt. Im
Zuge des 8. Österreichischen StrafverteidigerInnentages der „Vereinigung
Österreichischer StrafverteidigerInnen“ erläuterte der Autor im Zuge eines
Vortrages die Vorteile und Möglichkeiten der Kooperation mit Berufsdetektiven.
von Christoph Jäger, Berufsdetektiv, Wien, www.jsi.at
Kriminelle sind keine andere Kategorie
von Menschen – Wirtschaftskriminelle auch nicht
Persönlichkeitsprofile
von Wirtschaftsstraftätern
Der
Berliner Detektiv Lothar Müller führte eine empirische Studie über
Persönlichkeitsprofile von
Wirtschaftsstraftätern
durch. Im Gespräch mit „der detektiv“ erläutert er die Erkenntnisse seiner
kriminalistischen Forschung.
von Mag.
Bernhard Maier, Berufsdetektiv und gerichtlich beeideter Sachverständiger, www.bm-investigations.at
Pokerface und Unschuldsmiene
Emotionen
sind für die Qualität unseres Lebens von ausschlaggebender Bedeutung. In keiner
Beziehung, an der uns etwas liegt, kommen wir ohne sie aus – am Arbeitsplatz nicht
und bei keiner Freundschaft, nicht im Umgang mit Familienmitgliedern und erst
recht nicht in unseren intimsten Beziehungen.
Investigativer Journalismus:
Journalisten als Detektive
Investigativer
Journalismus, auch als „Enthüllungsjournalismus“ bezeichnet, stellt eine
besondere
Form
der Medienarbeit dar. Der Veröffentlichung kann dabei eine bisweilen
langwierige und umfassende, manchmal auch kostspielige Ermittlungsarbeit
vorausgehen.
von
Ing. Peter Pokorny
Short Cuts
Die
Schatzsucher von Tirol
Freispruch
nach sieben Jahre langem Missbrauchsprozess
Kampusch-Ermittler:
Selbstmord
Amtshaftungsklage
Freispruch
Detektiv
macht Druck
Ermittlungen
gegen Gerichtspsychiater Haller
Mord
an der Bankiersgattin Maria Bögerl
Veranstaltungen
Kronzeugenregelung – eine Waffe gegen
Organisierte Kriminalität, Wirtschaftskriminalität und
Innsbrucker Anklagebehörde prüft Vorwurf des Betrugs, der
Verleumdung und der Falschaussage
Innsbruck - Bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck sind
Ermittlungen gegen den renommierten Vorarlberger Gerichtspsychiater Reinhard
Haller anhängig. Das bestätigte Behördensprecher Hansjörg Mayr. Es geht um den
Vorwurf des Betrugs, der Verleumdung und der Falschaussage. Für Haller, der zu
den Anschuldigungen bisher nicht vernommen wurde, gilt die Unschuldsvermutung.
"Es ist einerseits der Vorwurf erhoben worden, dass
Doktor Haller seine Gutachten nicht richtig macht. Daneben wird behauptet, dass
er Tests verrechnet hat, die er gar nicht durchgeführt hat. Das wird nun von
uns überprüft", sagte Mayr.
Wie der Sprecher darlegte, sei Haller vom
Gerichtsgutachten-Geschädigten-Verband (GGGV) zur Anzeige gebracht worden.
Haller habe seinerseits den Anwalt des GGGV angezeigt, "weil er behauptet,
dieser habe in einem Zivilverfahren unrichtige Behauptungen aufgestellt".
Betrugsvorwurf
Der Betrugsvorwurf, den der
Gerichtsgutachten-Geschädigten-Verband (GGGV) gegen Reinhard Haller erhebt,
bezieht sich auf zwei Fälle, in dem der Gerichtspsychiater im Rahmen seiner
gutachterlichen Tätigkeit der Justiz den sogenannten Minnesota Multiphasic
Personality Inventory (MMPI)-Persönlichkeitstest verrechnet haben soll, der ein
gängiges Hilfsmittel bei der Untersuchung der Persönlichkeitsstruktur von
psychisch Kranken darstellt.
Der vor rund 80 Jahren in den USA entwickelte Test umfasst
an die 570 Items und dauert zwei bis drei Stunden. Laut GGGV soll Haller jedoch
in den beiden Fällen das Psychopathologische Kurzverfahren (PPKV) - eine
abgespeckte Variante, die nur 72 Items enthält - angewandt haben, das maximal
15 Minuten in Anspruch nimmt. Dennoch habe Haller jeweils den kostspieligeren
MMPI-Test abgerechnet.
Stellungnahme
Unterdessen hat Haller erstmals zum nicht rechtskräftigen
Urteil des Landesgerichts Innsbruck Stellung genommen, demzufolge behauptet
werden darf, dass ein von ihm abgegebenes Prognose-Gutachten einen
"Kunstfehler" darstellt, da es "schwere Mängel" aufweise.
Der verlorene Prozess kratze an seinem Ruf, sagte der Gutachter am Freitag in
einem Interview mit dem ORF-Vorarlberg.
Es sei ein Fehler gewesen, den Prozess anzustrengen. "Gerade in
Pressesachen" sei es häufig so, dass man in der ersten Instanz "Probleme
habe", weil es hier nur auf die subjektive Wertung des Richters ankomme.
"Ich bin fachlich absolut zuversichtlich, dass man in
der zweiten Instanz überzeugen kann. Juristisch gibt es nach Auskunft meiner
Anwälte genügend Anhaltspunkte, um dieses Urteil richtig stellen zu
lassen", deponierte Haller.
Gegenüber den "Vorarlberger Nachrichten" erklärte
Haller, er habe für sein Gutachten "psychiatrische, klinische Methoden
angewandt - explorieren, psychopathologische Befunde und so weiter". Die
von ihm eingesetzten projektiven Tests, die zumindest Teile der Wissenschaft
für überholt halten, wären "nur Hilfsbefunde, auch deshalb, weil sie
fälschungsanfällig sind. Diese Tests werden nur zusätzlich, quasi als
Fleißaufgabe, gemacht." (APA)
Berufsdetektive bewältigen Aufgaben wie Anhaltung von
Tatverdächtigen, Nothilfe, Erhebungen über straf bare Handlungen, bewaffneter Personenschutz
oder Ausforschung untergetauchter Personen. Da sie dabei immer wieder in die
Grundrechte Dritter eingreifen, ist ein hohes Maß an juristischem Wissen
wichtig. Dieses Buch wurde für Berufsdetektive maßgeschneidert, ist Lehrbuch
und Nachschlagewerk in einem und darüber hinaus die Basis für die Vorbereitung
auf die kommissionelle Befähigungsprüfung!
Aus dem
Inhalt – zum Beispiel:
Allgemeine
Rechtskunde
Behörden-
und Gerichtsorganisation
Rechtliche
Grundlagen der Berufsausübung (GewO, AngG, DSG 2000 etc)
Beweiskunde
und Beweislehre
Personenobservation
vs. Stalking
Autor: Peter
Pokorny ist seit 1992 als Berufsdetektiv tätig, er ist stellvertretender
Präsident des Europäischen Detektiv-Verbandes (EURODET) und dessen Lehrbefugter
für Rechtskunde.
Zielgruppen: Berufsdetektive sowie Personen, die in
Bewachungsgesellschaften mit Berufsdetektiv-Gewerbeberechtigung detektivische
Aufgaben wahrnehmen
ISBN-13: 978-3214007195, erscheint im August im Manz Verlag Wien um ca. € 48,-
Die Staatsanwaltschaft rollt den Mordfall Silke Schnabel neu auf. Vor 17 Jahren
wurde die Leiche der jungen Salzburgerin am Ufer des Inn bei Ranshofen
angeschwemmt. Aufklärung soll vor allem ein neues Täterprofil bringen.
Die Staatsanwaltschaft wird von dem bekannten
Kriminalpsychologen Thomas Müller ein Täterprofil erstellen lassen.
Vergewaltigt und erwürgt
In der Nacht auf den 11. Juli 1992 wurde die damals 17-jährige Silke Schnabel
zum letzten Mal lebend gesehen. Sie verließ, gemeinsam mit einem später
verdächtigten Arbeiter, ein Lokal in der Stadt Salzburg. Einige Tage später tauchte
ihre Leiche bei Ranshofen aus dem Inn auf. Die junge Frau war vergewaltigt und
erwürgt worden.
Täterprofil von Thomas Müller
Schon damals stand der inzwischen 51 Jahre alte Arbeiter im Visier der Polizei.
Aus Mangel an Beweisen wurden die Ermittlungen gegen ihn allerdings nach
eineinhalb Jahren eingestellt. Ein Anwalt kämpfte im Auftrag der Mutter der
Ermordeten jahrelang um eine Fortführung des Verfahrens und hatte jetzt Erfolg.
Die Staatsanwaltschaft wird von dem bekannten Kriminalpsychologen Thomas Müller
ein Täterprofil erstellen lassen.
Suche nach Beweisgegenstände
Die Sache ist allerdings schwierig, denn einige Beweisgegenstände, die bei
einer Hausdurchsuchung in der Wohnung des Verdächtigen sicher gestellt worden
waren, sind unauffindbar. Es wurde zwar eine DNA-Analyse durchgeführt, doch
diese Methode steckte Anfang der 90er Jahre noch in den Kinderschuhen und
brachte kein Ergebnis.
Neue Erkenntnisse könnten jetzt Textilien - zwei Damenslips und eine
Strumpfhose - bringen, die nach dem Mord am Tatort an der Salzachböschung in
Salzburg gefunden worden waren.
Einschränkung des Täterkreises
Am meisten erhofft sich die Staatsanwaltschaft aber von einem Täterprofil.
Dafür werden unter anderem der Ablauf der Tat und das Umfeld des Opfers
untersucht, um Schlüsse auf die Lebensgewohnheiten und die Persönlichkeit des
Opfers zu ziehen.
Mit dem Gutachten wird eine Einschränkung des Täters auf bestimmte
Personenkreise möglich. So kann der Mordfall nach fast zwei Jahrzehnten
vielleicht noch geklärt werden.
Wie gefährlich ist ein Mensch, der mehr als die Hälfte
seines Lebens hinter Gittern sitzt? Herbert M. ist 76 Jahre alt und büßt eine
lebenslange Freiheitsstrafe ab. Insgesamt 45 Jahre hat er bereits im Gefängnis
verbracht. Mit 16 Jahren beging er seinen ersten Mord. Kriminalpsychologe Dr.
Thomas Müller spricht mit dem Täter im Gefängnis und versucht herauszufinden,
ob Herbert M. immer noch gefährlich ist - und warum er niemals als
Sexualstraftäter verurteilt wurde.
Irene B. (54) galt als zuverlässige Krankenschwester der
Berliner Charité. Doch dann sterben acht Menschen auf ihrer Station auf
unerklärliche Weise. Als ein Pfleger schließlich eine Ampulle mit einer
ungewöhnlichen Medikation entdeckt, führt die Spur zu Irene B. Sie wird in fünf
Fällen für schuldig erklärt wird. Im Gespräch mit Irene B. im Gefängnis sucht
Kriminalpsychologe Dr. Thomas Müller nach den Motiven der Krankenschwester.
Detlef K. - bereits mehrfach vorbestraft wegen
Kindesmissbrauchs und Vergewaltigung - lockt im Oktober 1988 die neunjährige
Diana in seine Wohnung. Er quält und missbraucht das Mädchen über 24 Stunden
und erwürgt es schließlich. Kriminalpsychologe Dr. Thomas Müller will im
Gespräch mit Detlef K. im Gefängnis herausfinden, wie dessen abartigen
sexuellen Phantasien entstehen konnten. Außerdem spricht Müller mit den
Angehörigen des Täters und mit den Eltern der ermordeten Diana.
Annabell T. (19), ihr Verlobter (37) und drei Freunde feiern
eine Party, auf der sie den 41-jährigen Thorsten L. kennenlernen. Doch
irgendwann kippt die Stimmung: Die jungen Leute fallen über Thorsten her und
töten ihn ? Ihr Verlobter erhält eine lebenslange Freiheitsstrafe, Annabell T.
wegen Beihilfe zum Mord eine Jugendstrafe von fünf Jahren. Dr. Thomas Müller
will im Gespräch mit Annabell T. herausfinden, wie eine Gruppe von Jugendlichen
diese brutale Tat begehen konnte ...
Im Mai 2001 verschwindet die neunjährige Peggy und ist bis
heute unauffindbar. Ein Jahr später gesteht der geistig behinderte Ulvi K., das
Mädchen missbraucht und getötet zu haben. Obwohl der 23-Jährige seine Aussage
widerruft, wird er 2004 wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.
Kriminalpsychologe Dr. Thomas Müller analysiert den Fall und interviewt
Angehörige des Täters und des Opfers. Im Gespräch mit Ulvi K. will er
rekonstruieren, was damals wirklich geschah.
Der Kleinstadt-Reporter Bob Wilton stößt durch Lyn Cassady (George Clooney)
auf eine schier unfassbare Story: In der US-Armee existiert eine geheime
Hippie-Spezialeinheit. Statt an Waffen trainieren die selbsternannten
"Jedi-Krieger" übersinnliche Fähigkeiten. Auf ihrem Stundenplan
stehen unter anderem Hellsehen, durch Wände gehen und Ziegen durch Anstarren
töten.
Unter Anleitung ihres Ober-Gurus Bill Django experimentieren sie sogar mit
bewusstseins- erweiternden Drogen. Doch Lyns übersinnliche Kräfte wecken den
Neid seines Kameraden Larry Hooper. Nach einer geschickt eingefädelten Intrige
verschwindet Bill spurlos. Auf der Suche nach ihm begeben sich Lyn und Bob auf
einen irrwitzigen Trip durch die Wüste
MÄNNER DIE AUF ZIEGEN STARREN basiert auf dem gleichnamigen Sachbuch des
britischen Journalisten Jon Ronson. Der Bestseller bringt geheime Anstrengungen
der US-Armee ans Licht, Soldaten mit paranormalen Fähigkeiten auszubilden.
Drehbuchautor Peter Straughan verpackt Ronsons aberwitzige Enthüllungen in eine
unglaubliche – zu großen Teilen aber auf Fakten beruhende – herrlich ironische
Geschichte. Damit trifft er genau den Humor des Star-Ensembles: George Clooney,
Jeff Bridges, Ewan McGregor und Kevin Spacey schlüpfen mit sichtlichem
Vergnügen in ihre schrägen Rollen.
BVT ermittelte gegen obdachlosen Wiener Schriftsteller und
einen Techniker/Opfer wurden zu neuen Vorwürfen nicht einvernommen
Wien (OTS) - Die Wiener Wochenzeitung Falter veröffentlicht
in ihrer morgen erscheinenden Ausgabe Teile jener Justiz-Akte zum Fall Briefbomben,
die mehrere Opfer und Kenner des Falles zutiefst irritiert. "Ich kannte
diese Vorwürfe nicht", sagt etwa die Volksanwältin Terezija Stoisits, vom
Falter mit den Akten konfrontiert: "Aber der Sache muss man nachgehen. Ich
halte es für äußerst unwahrscheinlich, dass Franz Fuchs ein Einzeltäter
war." Der Verleger Lojze Wieser: "Es ist gut, dass die Sache wieder
ins Rollen kommt. Wir Opfer werden im Unklaren gehalten. Dieses Verständnis von
Rechtsstaatlichkeit kann ich nicht tolerieren." Auch ehemalige Gutachter in dem Fall, etwa der
Historiker Herwig Wolfram, emeritierter Direktor des Instituts für
Österreichische Geschichtsforschung, fordern Untersuchungen: "Irgendwann
hat man uns ja alle für verrückt erklärt, weil wir nicht an die
Einzeltäterthese glauben wollten. Wir wurden mundtot gemacht."
Am 26. Juni 2008, so zeigt die Akte, verfasste der Ex-Briefbomben-Sonderermittler
Rudolf Huber eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Er belastet darin den am
30. September 1973 wegen Mordes verurteilten Schriftsteller Otto Rudolf Braun
und dessen Freund, einen mittlerweile verstorbenen Techniker namens Walter H..
Die erste Bombenserie, so Huber, habe genau 20 Jahre nach
der Verurteilung Brauns begonnen. Der Rechtsextremist Braun, so der zentrale
Vorwurf Hubers, den er auf 41 Seiten mit einer peniblen Indizienkette ausführt,
"bringt sämtliche ideologischen, literarischen und universitären
Voraussetzungen und Kenntnisse als Verfasser der Bekennerschreiben mit sich.
Braun besaß persönliche oder schriftliche Kontakte oder Bezüge zu verschiedenen
Empfängern der Briefbomben oder der fingierten Absender. Auch die Anwesenheit
im Umfeld verschiedener Tatorte ist erweisen. Es besteht insgesamt eine derartige
Fülle an markanten Übereinstimmungen und Parallelen zwischen den Hintergründen
verschiedener Anschläge, sowie Inhalten von Bekennerschreiben und Otto Rudolf
Braun und dessen Publikationen, wie sie nur auf das ideologische Bombenhirn und
den Verfasser zutreffen können".
Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat Huber und den "Schriftsteller
und Studenten Braun" im Oktober 2008 einvernommen. Weitere Ermittlungen
wurden nicht angeordnet, nicht einmal die Opfer wurden informiert oder zu Braun
befragt, wie die Akte zeigt. Huber
behauptet in den Verhören, der Verdächtige Braun befinde sich in einem Dilemma:
"Ich habe den Eindruck, dass er sich outen möchte. Jedoch dass er dies
erst dann wirklich tun will, wenn er nicht mehr hafttauglich ist. Bis dahin so
glaube ich, bin ich (Huber) der einzige Strohhalm, von dem er sich erhofft,
dass eine von ihm bekundete Täterschaft bekannt wird." Braun erwidert, die
Vorwürfe Hubers seien ein "Kaas". Huber sei ein "Narr", der
ihm 3000 Euro geboten habe, wenn er ein Geständnis ablege. Doch es stimme, dass
er sich immer wieder mit ihm treffe, um über den Fall zu reden. Nach einem
dreistündigen Interview mit dem Falter sagt Braun allerdings: "Ich würde
mich gerne mit dem Kriminalpsychologen Thomas Müller unterhalten. Denn sein
Täterprofil war falsch. Es traf nicht auf Fuchs zu, sondern eher auf
mich." Thomas Müller sagt zum Falter: "Ich habe mit Herrn Braun nicht
gesprochen und habe auch nicht vor, es zu tun."
Rückfragehinweis: Dr.
Florian Klenk, Stv. Chefredakteur Falter, Marc Aurelstraße 9, A-1011 Wien, Tel:
0043/1/53660-924
Kriminalpsychologin Dr. Ursula Gasch vermittelt
am 9.9.2009 in Wien einen Überblick über die elementaren Bereiche der
Kriminalpsychologie und die Wege, diese einerseits in die Beweisführung und
andererseits als Mittel der Tätertypologie und –überführung zu integrieren.
Operative Fallanalyse (OFA) ist ein
analytischer Beitrag zur Falllösung jenseits konventioneller Ansätze. Als
zweite Chance, als weitere Dimension in der Kriminalistik ist diese Methode
weder modischer Trend noch Grenzwissenschaft und schon gar nicht pure
Psychologie ohne konkrete Bezüge. OFA ist harte, wenn nicht härteste Arbeit am
Fall. Als alternatives, aber auf Tatsachen und seriösen Prognosen beruhendesErklärungsmodell ist dies eine Ergänzung der
klassischen Methodik- und nicht etwa eine Konkurrenz zu ihr. Jeder Fall
hinterlässt sichtbare Spuren und solche, die dem flüchtigen Blick verborgen
bleiben. Letztere sind gerade bei Delikten, die Täterbotschaften voraussetzen,
wie (Produkt-) Erpressungen, kaum zu verwischen. Nicht nur die Tat generiert
ein Spurenbild, auch der Täter manifestiert sich in vielfältiger Form. Aus
einer erweiterten, einer neuen Sicht auf den Fall, lassen sich deshalb bei
guter DatenbasisKonturen der Motivlage
undPersönlichkeitsstruktur des Täters
zeichnen und praktisch umsetzbare Hinweise für weitere Ermittlungen gewinnen.
Gerade bei Wirtschaftsermittlungen mit ihren oftmals komplexen Ausgangslagen
ist dieser additive Ansatz im Grunde unverzichtbar. Ohne OFA präsentieren sich
dagegen dolose Handlungen in Unternehmen häufig als kriminalistisch weites
Feld, in dem sich nicht selten Täter (und Ermittler) verlieren. Wie objektive
Daten einer neuen Bewertung zugeführt werden können, wie eine Fallanalyse durchgeführt
und ein Täterprofil erarbeitet wird, wird in dem Kursus mit einem hohen Maß an
Praxisrelevanz und sofortiger Umsetzbarkeit klar und verständlich dargelegt.
Kriminalpsychologin Dr. Ursula Gasch,
ist Diplom-Psychologin und Kriminologin und leitet in Tübingen das Private
Institut für Kriminalpsychologie.
Themen sind dabei unter anderem
Aussagepsychologie und Vernehmungslehre, Psychopathologie des Verbrechens,
Tätertypologien, Schuldfähigkeitsbegutachtung, Kriminalprognose, sowie Aspekte
der Viktimologie und der Operativen Fallanalyse.
Kriminalpsychologin Dr.
Ursula Gasch vermittelt am 9.9.2009 in Wien einen Überblick über die elementaren Bereiche der
Kriminalpsychologie ...
... und die Wege, diese einerseits in die Beweisführung und
andererseits als Mittel der Tätertypologie und –überführung zu integrieren.
Operative Fallanalyse (OFA) ist ein analytischer Beitrag zur Falllösung
jenseits konventioneller Ansätze. Als zweite Chance, als weitere Dimension in
der Kriminalistik ist diese Methode weder modischer Trend noch
Grenzwissenschaft und schon gar nicht pure Psychologie ohne konkrete Bezüge.
OFA ist harte, wenn nicht härteste Arbeit am Fall. Als alternatives, aber auf
Tatsachen und seriösen Prognosen beruhendes Erklärungsmodell ist dies eine
Ergänzung der klassischen Methodik- und nicht etwa eine Konkurrenz zu ihr.
Jeder Fall hinterlässt sichtbare Spuren und solche, die dem flüchtigen Blick
verborgen bleiben. Letztere sind gerade bei Delikten, die Täterbotschaften
voraussetzen, wie (Produkt-) Erpressungen, kaum zu verwischen. Nicht nur die
Tat generiert ein Spurenbild, auch der Täter manifestiert sich in vielfältiger
Form. Aus einer erweiterten, einer neuen Sicht auf den Fall, lassen sich
deshalb bei guter Datenbasis Konturen der Motivlage und Persönlichkeitsstruktur
des Täters zeichnen und praktisch umsetzbare Hinweise für weitere Ermittlungen
gewinnen.
Gerade bei Wirtschaftsermittlungen mit ihren oftmals komplexen
Ausgangslagen ist dieser additive Ansatz im Grunde unverzichtbar. Ohne OFA
präsentieren sich dagegen dolose Handlungen in Unternehmen häufig als
kriminalistisch weites Feld, in dem sich nicht selten Täter (und Ermittler)
verlieren. Wie objektive Daten einer neuen Bewertung zugeführt werden können,
wie eine Fallanalyse durchgeführt und ein Täterprofil erarbeitet wird, wird in
dem Kursus mit einem hohen Maß an Praxisrelevanz und sofortiger Umsetzbarkeit
klar und verständlich dargelegt.
Kriminalpsychologin Dr. Ursula Gasch, ist Diplom-Psychologin und
Kriminologin und leitet in Tübingen das Private Institut für
Kriminalpsychologie. Themen sind dabei unter anderem Aussagepsychologie und
Vernehmungslehre, Psychopathologie des Verbrechens, Tätertypologien,
Schuldfähigkeitsbegutachtung, Kriminalprognose, sowie Aspekte der Viktimologie
und der Operativen Fallanalyse.
Im Oktober erscheint im Ecowin Verlag das neue Buch "Das ganz normale Böse" von Reinhard Haller
Das Böse ängstigt und bedrückt uns, es nimmt uns Freiheit, Gesundheit und Lebensfreude, es stürzt uns in Konflikte und Leid. Obwohl wir das Böse nicht beschreiben können, wird es gefürchtet, gehasst, bekämpft, gemieden und tabuisiert – und gleichzeitig voll Faszination betrachtet.
Das Böse, das zum menschlichen Dasein gehört wie das Gute, zeigt sich in Hass und Gier, in Mord und Vergewaltigung, in Krankheit und Katastrophe, in Krieg und Genozid – und in jedem Verbrechen. Es begegnet uns in der Wut des Streitenden und in der Rache des Gekränkten, im hochgeschaukelten Affekt des Eifersüchtigen und im eiskalten Vernichtungsplan des Narzissten.
Wir erkennen es in autoritären Regimen und fanatischen Ideologien, in zwischenmenschlichen Konflikten oder Familiendramen, in Völkerschlachten und Kriegsgräuel, in Seuche und Krankheit, in Deportation und Sexualmord – und in unseren geheimen Gedanken. Es lauert im destruktiven Agieren von Unmenschen und im sadistischen Planen von Nichtpersonen genauso wie hinter der biederen Fassade von Jedermännern – und es steckt in jedem von uns. Reinhard Haller schöpft aus der Erfahrung des Gerichtspsychiaters, der schon über 300 Mörder untersucht, in stundenlangen Gesprächen nach ihren Motiven gefragt und nach Erklärungen ihrer Taten geforscht hat.
Nach dem Lesen dieses Buches können wir das Wesen des Bösen wohl besser begreifen, werden aber allen Grund haben, beunruhigt zu sein: Das Böse ist Teil des Menschlichen und wird uns niemals loslassen.
Über den Autor Univ.-Prof. Dr. med. Reinhard Haller ist Psychiater und Psychotherapeut. Seit 1983 ist er als psychiatrischer Sachverständiger an verschiedenen in- und ausländischen Gerichtshöfen tätig und verfasste u.a. Gutachten in den Fällen des Sexualmörders Jack Unterweger und des „Bombenhirns“ Franz Fuchs. Er richtet seinen Blick auf den Sitz des Bösen im Gehirn, auf krankhafte Entwicklungen und Störungen, auf die Urkraft von Emotionen und Affekten, auf die Bedeutung der Erziehung und den Einfluss von Gruppen. Er analysiert die zum Bösen disponierende Persönlichkeit, beschreibt soziale Konflikte, in denen sich die destruktive Potenz des Bösen entzündet, und versucht, durch Beschreibung jener Faktoren, die zu jeder Zeit und in jeder Kultur als verwerflich gelten, den Code des Bösen zu knacken. Reinhard Haller war 2007 Präsident der Griminologischen Gesellschaft, der wissenschaftlichen Vereinigung deutscher, österreichischer und schweizerischer Kriminologen.
Ecowin Verlag, Oktober 2009, ISBN 978-3902404800,€ 19,95
Kriminalpsychologin Dr. Ursula Gasch vermittelt am 9.9.2009 in Wien einen Überblick über die elementaren Bereiche der Kriminalpsychologie ...
... und die Wege, diese einerseits in die Beweisführung und andererseits als Mittel der Tätertypologie und –überführung zu integrieren. Operative Fallanalyse (OFA) ist ein analytischer Beitrag zur Falllösung jenseits konventioneller Ansätze. Als zweite Chance, als weitere Dimension in der Kriminalistik ist diese Methode weder modischer Trend noch Grenzwissenschaft und schon gar nicht pure Psychologie ohne konkrete Bezüge. OFA ist harte, wenn nicht härteste Arbeit am Fall. Als alternatives, aber auf Tatsachen und seriösen Prognosen beruhendes Erklärungsmodell ist dies eine Ergänzung der klassischen Methodik- und nicht etwa eine Konkurrenz zu ihr. Jeder Fall hinterlässt sichtbare Spuren und solche, die dem flüchtigen Blick verborgen bleiben. Letztere sind gerade bei Delikten, die Täterbotschaften voraussetzen, wie (Produkt-) Erpressungen, kaum zu verwischen. Nicht nur die Tat generiert ein Spurenbild, auch der Täter manifestiert sich in vielfältiger Form. Aus einer erweiterten, einer neuen Sicht auf den Fall, lassen sich deshalb bei guter Datenbasis Konturen der Motivlage und Persönlichkeitsstruktur des Täters zeichnen und praktisch umsetzbare Hinweise für weitere Ermittlungen gewinnen.
Gerade bei Wirtschaftsermittlungen mit ihren oftmals komplexen Ausgangslagen ist dieser additive Ansatz im Grunde unverzichtbar. Ohne OFA präsentieren sich dagegen dolose Handlungen in Unternehmen häufig als kriminalistisch weites Feld, in dem sich nicht selten Täter (und Ermittler) verlieren. Wie objektive Daten einer neuen Bewertung zugeführt werden können, wie eine Fallanalyse durchgeführt und ein Täterprofil erarbeitet wird, wird in dem Kursus mit einem hohen Maß an Praxisrelevanz und sofortiger Umsetzbarkeit klar und verständlich dargelegt.
Kriminalpsychologin Dr. Ursula Gasch, ist Diplom-Psychologin und Kriminologin und leitet in Tübingen das Private Institut für Kriminalpsychologie. Themen sind dabei unter anderem Aussagepsychologie und Vernehmungslehre, Psychopathologie des Verbrechens, Tätertypologien, Schuldfähigkeitsbegutachtung, Kriminalprognose, sowie Aspekte der Viktimologie und der Operativen Fallanalyse.
Er gilt als Europas führender Kriminalpsychologe und ist Autor des Bestsellers "Bestie Mensch": Thomas Müller war am Sonntag zu Gast bei Claudia Stöckl.
Thomas Müller spricht über das Psychogramm des Verdächtigen im "Fall Amstetten" und welche Mechanismen in einer Persönlichkeit Gefühle wie Mitleid und Empathie ausschalten. "Es ist eine Form von malignem Narzissmus, die diesen Mann beherrscht hat. Er hat sich überhöht, in dem er andere unterdrückt und gefoltert hat."
Der 43-jährige Tiroler Profiler erzählt über vergleichbare Fälle, die Abgründe in jedem Menschen und seinen persönlichen Umgang mit dem Grauen und dem Tod.
"Frühstück bei mir" zum Nachhören
Sie können hier entweder den Podcast abonnieren, oder die Sendung ganz einfach über den integrierten Player online über ihren PC anhören (keine Softwareinstallation erforderlich).
mehr URL: http://static.orf.at/podcast/oe3/oe3_fruehstueck.xml
Zur Person
Müller war zunächst einfacher Polizist und durchlief die Grundausbildung für Sicherheitswachebeamte in Innsbruck. Er diente unter anderem beim mobilen Einsatzkommando. 1993 begann er im Bundesinnenministerium den Kriminalpsychologischen Dienst aufzubauen. Nebenbei studierte Müller Psychologie und beendete das Studium 1991 als Mag.phil. an der Universität Innsbruck. 2001 promoviert er zum Dr. rer. nat. im Bereich Kriminalpsychologie/ Forensische Psychiatrie an der Universität Innsbruck. Müller absolvierte Spezialausbildungen im Bereich der Exekutive, Strafrechtspflege, Kriminologie und der Verbrechensanalyse, Lehraufträge und Vorträge an verschiedenen Einrichtungen, Hochschulen und Universitäten im deutschsprachigen Raum, in weiteren Ländern Europas, sowie Amerika, Südafrika und Australien. Durch seinen Kontakt zum amerikanischen FBI und einen Lehraufenthalt in den USA bei Spezialisten der Kriminalpsychologie (sog. Profilern) qualifizierte er sich weiter. Er war unter anderem bei der Ermittlung der Serientäter Jack Unterweger in Österreich, Horst David und Frank Gust in Deutschland, Moses Sithole, Mischa Ebner in Bern, Schweiz und dem Briefbomber Franz Fuchs in Österreich aktiv.
Die dunkle Seite des Menschen – umfassend dargestellt und erklärt mit Hilfe von Verhaltensbiologie, Psychiatrie und Hirnforschung
Mit vielen Fallbeispielen
Was lässt Menschen zu Sadisten, Serienkillern und Vergewaltigern werden? Welches Verhalten ist überhaupt böse und wie gehen wir damit um? Hinterlist, Hass, Gewalt, Mordlust ... Das Böse hat viele Facetten. Wie äußern sich Psychologie, Philosophie und Religion dazu? Anhand von zahlreichen Beispielen deckt Theo R. Payk die dunkle Seite des Menschen auf und zeigt, wie sich moralische Maßstäbe entwickeln. Er präsentiert ein umfassendes Bild des Bösen und erklärt seine Entstehung mit Theorien aus der Ethologie, Gesellschaftswissenschaft, Psychopathologie und Hirnforschung.
von Astrid Wagner, Ulrike Rainer und Nicolette Bohn erscheint im Mai im Militzke Verlag. Es geht um die Fälle der Mehrfach bzw. Serienmörder Jürgen Bartsch, J.M. Weißensteiner und Jack Unterweger
In den Jahren 1962-1965 missbraucht, verstümmelt und tötet der Metzgergeselle Jürgen Bartsch in einem verlassenen Luftschutzkeller vier kleine Jungen. Er war erst 15, als er das erste Mal grausam mordet.
1991 verurteilt man in Australien den Österreicher Johann Manfred Weißensteiner wegen Doppelmordes zu zweimal lebenslänglich, obwohl keine Leichen gefunden werden.
Wegen Mordes an mehreren Prostituierten wird Anfang der 1990er Jahre Jack Unterweger fieberhaft gesucht. Bereits einmal wegen Mordes verurteilt und vorzeitig freigelassen, war er inzwischen als Shootingstar der Literaturszene zum unverzichtbaren Enfant Terrible der Wiener Schickeria aufgestiegen.
Die drei Autorinnen untersuchen mit großer Sensibilität und hoher Sachkenntnis die spektakulären Mordfälle, die ausnahmslos als ungewöhnlich in die Justizgeschichte eingegangen sind.
Christine Leist jagt Serientäter per Computer. Aus den Ergebnissen der Spurensicherung konstruiert sie auf digitalen Stadtplänen eine Topographie des Verbrechens. "Crime Mapping" nennt sich das. Ein Traumjob für eine akribische Deutsche mit krimineller Phantasie.
Nachts bei offenem Fenster zu schlafen ist für Christine Leist eine Horrorvorstellung. Wie leicht könnte sich jemand an den langen Balkonen ihres Apartmenthauses hinaufhangeln! 100.000 Einbrüche registriert die Londoner Metropolitan Police pro Jahr. Diebstahl, Vergewaltigung, Mord, alles dabei. Christine Leist weiß das. Nachts kommen die Einbrecher in die Häuser, tagsüber in ihre Datenbank.
Meist dauert es monate- oder sogar jahrelang bis ihnen die Ermittler auf die Spur kommen und Serienmörder überführt werden können. Serienmörder leben oft ein perfektes Doppelleben, verüben ihre Verbrechen in größeren zeitlichen Abständen und planen sie bis ins kleinste Detail. Genau das macht die Klärung von Serienmorden besonders schwierig. Burgit Bock, Thomas Rilk und Christian Puluj haben sich auf die Spur von Serienmördern begeben: Gemeinsam mit dem Kriminalpsychologen Thomas Müller analysieren sie die wohl bekanntesten österreichischen Serienmord-Fälle: Die Fälle Jack Unterweger, Alfred Engleder und Wolfgang O. Der FBI-geschulte Profiler zeichnet das Psychogramm der Täter, er spricht über die Motive und die spezifischen, für jeden Serienmörder typischen, Tatmuster. Und er erklärt, wie man den Mördern mit Hilfe des so genannten Täterprofils auf die Spur gekommen ist.
Abschrift (beachten Sie die weiterführenden Links!)
Fallanalytische Verfahren und die ViCLAS-Datenbank bei der deutschen Polizei
Der Begriff „Operative Fallanalyse“
Methoden der operativen Fallanalyse
Polizeiliche Fallanalytiker
OFA-Hotline
ViCLas als unterstützende Falldatei
Zusammenfassend: das Gesamtkonzept „Operative Fallanalyse“
1.In der kriminalistisch-kriminologischen Forschungsgruppe des Bundeskriminalamtes (BKA) hatte man bereits seit den 1980er Jahren damit begonnen, das Instrument "Fallanalyse" - auch als "Profiling" bekannt - kritisch zu untersuchen und deren Übertragbarkeit auf deutsche Verhältnisse zu prüfen. Hintergrund für die Lageeinschätzung in Deutschland waren u. a. Ergebnisse aus verschiedenen phänomenologischen Studien, die in der BKA- Forschungsreihe und in anderen Veröffentlichungsreihen des BKA publiziert wurden. 1987 begann man in der Forschungsgruppe mit den ersten Fallanalysen und den ersten diesbezüglichen Beratungen der Polizeipraxis in Form von Pilotprojekten. Im Juni 1992 wurde dann das erste Grobkonzept durch den Fachbereich KI 13 im Rahmen einer internationalen Veranstaltung vorgestellt und kurz darauf auch veröffentlicht.
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