Lüttgenrode/Köln – Saskia Reibe und Kristina Baumjohann:
Zwei junge, hübsche Kriminalbiologinnen aus dem Team von „Dr. Made“ Mark
Benecke:
Auch ihrer Hartnäckigkeit ist es zu verdanken, dass der
grausame Mord an der damals 19-jährigen Heike Rimbach aus Lüttgenrode (Harz)
nach 14 Jahren aufgeklärt wurde.
Heike Rimbach: Die junge Frau war am 28. August 1995 von
ihrem Vater tot auf dem Dachboden des Familien-Eigenheims gefunden worden. Ihre
Leiche war blutüberströmt, sie hatte schwere Kopf- und Einstichwunden.
Um ihren Hals war ein Hanfseil geschlungen, laut Obduktion
war sie stranguliert worden. Und der Täter? Die Polizei hatte keine heiße Spur.
Zunächst …
Denn Maria Rimbach, die Mutter der Toten, wurde nicht müde,
beherzt für die Wahrheit zu kämpfen und Druck zu machen, weil ihrer Ansicht
nach die Ermittlungen nicht genau genug geführt worden seien. 2008 wandte sie
sich an den Kölner Kriminalbiologen Mark Benecke als vereidigten und neutralen
Sachverständigen.
„Saskia Reibe hat die ganzen Akten gewälzt und ausgewertet –
und ist dabei auf den Eintrag gestossen, dass an dem Strick, den die Tote um
den Hals hatte, DNA-Ausschnitte gesichert wurden, die nicht zu Heike Rimbach
gehörten.
Und meine Kollegin Kristina Baumjohann hat zudem persönlich
vor Ort bei der Staatsanwaltschaft Druck gemacht“, so Benecke zum EXPRESS.
Und die Behörden nahmen sich den „Fall Rimbach“ noch einmal
vor. Mit dem Ergebnis, dass am Freitagabend der heute 34-jährige Andreas S.,
Ex-Freund von Heike Rimbach, als dringend tatverdächtig festgenommen wurde –
vermutlich aufgrund von DNA-Analysen. Gegen ihn wurde bereits Haftbefehl
erlassen, er schweigt bislang zu den Vorwürfen.
Kurz vor ihrem Tod hatte Heike Rimbach die Beziehung mit ihm
beendet, ein Bekannter hatte ihm damals ein Alibi gegeben. Auch dieser Bekannte
wird jetzt überprüft.
Wissen Sie, warum rohe Spaghetti meist in drei, vier oder
fünf Teile brechen, aber fast nie in zwei? Oder ob man in Schleim genauso
schnell schwimmen kann wie in Wasser? Wie viele Fotos nötig sind, damit bei
einem Gruppenbild keiner der Abgelichteten blinzelt? Oder wieso Tätowierte mehr
Sex haben als Menschen ohne Tattoos? Im Auftrag des Komitees des
Spaß-Nobelpreises hat sich Mark Benecke auf die Suche nach wissenschaftlichen
Erklärungen für diese und viele weitere Rätsel gemacht. Denn wissenschaftliches
Arbeiten ist nicht immer nur mit Zählen, Messen und Dokumentieren verbunden.
Man muss sich nur den richtigen Fragen stellen und darf selbst vor bizarren
Experimenten nicht zurückschrecken ...
In diesem Buch begegnen Ihnen tätowierte Christen, brechende
Spaghetti, musikalische Karpfen, schleimige Schwimmer, Kokosnüsse und
Knoblauchküsse, junge Radrennfahrer mit Schulranzen, Männer mit
Milchschokolade, jede Menge Alkohol, Jungfrauen mit und ohne Altersangabe,
gepiercte Soziologen, gefährliche Meteoriten, Spendierhosen, ein ganzes Rudel
Hunde, Fotoblinzler, hungernde Models, schöne Professoren, Pinguinkot,
Gynäkologen und deren Krawatten, unsichtbare Gorillas, Zitronenbier,
Trinkgeldgeber, mathematische Einparkhilfen und springende Füchsen im Krankenhaus
... um nur einige zu nennen. Mit Illustrationen von Juliane Pieper und vielen
Fotos und Grafiken.
Nach fast sieben Jahren ist die Gräueltat eines 77-jährigen
Oberösterreichers nun endgültig geklärt. Zu Allerheiligen 2002 hatte der Mann
seine heimliche Geliebte zunächst enthauptet, anschließend aber das Versteck
des abgetrennten Kopfes vergessen: Wegen Mordes verurteilt wurde er freilich
trotzdem. Ein vor kurzem in einem Wald bei Schöneben (Bezirk Freistadt)
gefundener Totenschädel erwies sich nun nach einer DNA-Analyse als der Kopf des
Mordopfers. Salzburger
DNA-Spezialisten haben zwei Monate gebraucht, um den Gen-Code aus dem Skelett
mit dem Erbgut der 43-jährigen Elisabeth W. aus Klaffer zu vergleichen. Damit
lieferten sie am Donnerstag den Linzer Mordermittlern den letzten Beweis dafür,
dass man seit Allerheiligen 2002 auf der richtigen Spur war.
Vergrabenen Kopf vergessen
Der damals 70-jährige pensionierte Forstarbeiter Josef G. aus Ulrichsberg im
Bezirk Rohrbach hatte seine heimliche Geliebte zu einem Rendezvous gebeten, mit
neun Schüssen getötet und mit einem Messer enthauptet, aber dann vergessen, wo
er ihren Kopf versteckt hat.
Wildtiere haben Schädel verschleppt
Ein Großaufgebot an Polizisten mit Fährten- und Leichenspürhunden suchte
tagelang die ganze Umgebung ab. Eine Handy-Ortung führte die Suchtrupps zwar zu
jenem Waldstück, in dem Forstarbeiter Mitte Mai die schaurige Entdeckung
machten. Aber vorher war der Totenkopf vermutlich noch vergraben worden - zehn
Kilometer vom Tatort entfernt. "Wildtiere dürften ihn später ausgebuddelt
und verschleppt haben", erklären sich die Ermittler jetzt, warum der
Schädel so lange nicht zu finden war und nur Reste übrig geblieben sind.
Das Warten hat sich gelohnt: Der bekannteste Kriminalbiologe
der Welt präsentiert eine neue Sammlung mit Mordfällen, die die Öffentlichkeit
in Atem hielten. Sein Spezialgebiet ist die Kriminalistik unter besonderer
Berücksichtigung von Maden, Würmern und Insekten, die Entscheidendes über
Todeszeitpunkt, Tatort oder Täteridentität verraten können. Wenn man die
entsprechenden Hinweise deuten kann!
Dies ist aber kein wissenschaftliches Buch. Mark Benecke rollt
Kapitalverbrechen neu auf, trägt Fakten, Indizien, Aussagen, frühere
Bewertungen zusammen und öffnet dem Leser die Augen für die oft vertrackten
Fälle. Dabei liefert er dank seiner genauen Recherchen viele neue
Informationen. Fesselnd und minutiös werden wahre Begebenheiten nacherzählt und
ausgebreitet. Oft genug gibt es überraschende, manchmal tragikomische Wendungen
- spannender als jede Fiktion!
Die Erstellung von DNA-Profilen für Pflanzen eröffnet ganz neue Möglichkeiten für die kriminalistische Spurensicherung. Blätter, Samen oder Grashalme können das Alibi eines Verdächtigen erschüttern. Durch die Sendung führt Kim Adler.
Forensische Biologie zur Unterstützung in der Beweisführung
DNA, Blutspuren, Madenbefall
Quelle: www.benecke.com
Bekannt geworden ist der Kölner Kriminalbiologe als „Madendoktor“ (WDR) und „Kommissar Schmeißfliege“ (stern), als Spezialist für Insekten auf Leichen. Eine weitere Faszination des umtriebigen Schnüfflers aber ist die Blutspuranalyse. Mark Benecke ist ein deutscher Kriminalbiologe und Spezialist für forensische Entomologie. Nach dem Studium der Biologie, Zoologie und Psychologie an der Universität zu Köln absolvierte Benecke diverse polizeitechnische Ausbildungen im Bereich der Gerichtsmedizin in den USA, darunter an der FBI-Academy. Benecke wird als Sachverständiger herangezogen, um biologische Spuren bei vermuteten Gewaltverbrechen mit Todesfolgen auszuwerten. So hatte er 1997/98 nach Untersuchung von Maden die Leichenliegezeit der getöteten Frau des Pastors Klaus Geyer festgestellt. Da Geyer zum ermittelten Zeitpunkt kein Alibi hatte, wurde er wegen Totschlags an seiner Frau verurteilt. National Geographic Channel und History Channel berichteten bereits über einige seiner Fälle. Benecke veröffentlichte mehrere populärwissenschaftliche Bücher, unter anderem über die Kriminalbiologie und das Altern aus biomedizinischer Sicht. Er ist Ausbilder an deutschen Polizeischulen sowie Gastdozent in den USA, Vietnam, Kolumbien und auf den Philippinen. Mark Benecke ist der breiteren Öffentlichkeit durch seine Gastkommentare in der Fernsehserie Medical Detectives bekannt, welche die Aufklärung realer Kriminalfälle zeigt und die hierbei eingesetzten, meist wissenschaftlichen Methoden in den Mittelpunkt stellt. Benecke erklärt dort allgemein verständlich wissenschaftliche Hintergründe. Mark Benecke ist Gastherausgeber für die Forensic Science International (Forensic Entomology Special Issue) und Mitglied im Wissenschaftsrat der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften.
Am Samstag, 21. März steht der Riesenradplatz im Wiener Prater ganz im Zeichen der beliebten TV-Serie „CSI: Las Vegas – Den Tätern auf der Spur“. Eine Nacht lang haben Fans der Serie die Möglichkeit die interaktive Kriminaltechnikausstellung CSI: The Experience – Löse selbst den Fall zu besuchen. Die CSI: Lounge im Vienna Ballroom bietet von 17.00 bis 05.00 Uhr früh CSI: Serien-Specials & Highlights auf Kinoleinwand, welche die Filmredaktion von TV-Media zusammengestellt hat. Spannend wird es auch beim Entschlüsseln der eigenen DNS gemeinsam mit TutorInnen des Vienna Open Lab oder bei den Alltagsgeschichten von Kriminalisten und Detektiven der EURODET, dem Europäischen Detektiv Verband. Zahlreiche Bars laden zum Verweilen ein und versorgen die Nachtschwärmer auch kulinarisch. Und wer am Ende noch nicht genug hat, kann im benachbarten Praterdome beim CSI: Clubbing bis in die frühen Morgenstunden auf die (Spuren)suche gehen.
Spurensuche at it´s best - 13 CSI: Serien-Highlights stehen auf dem Programm
Die erfahrene Serienredaktion der ZeitschriftTV-MEDIA hat aus den 479 CSI: Folgen die spannendsten gewählt. In der Langen Nacht mit CSI: wird unter anderem der Zweiteiler des Kult-Regisseur Quentin Tarantino „Grabesstille“ gezeigt, ebenso wie ungeschnittene Crossover-Specials, wo die Teams von CSI: New York, Las Vegas und Miami gemeinsam ermitteln. Ebenfalls am Programm: die Folge „Kiss Kiss, Bye Bye“ mit Faye Dunaway. Als besonderes Highlight: die exklusive Preview der Season 9.1., wo William Peterson alias Gil Grissom auf seinen Nachfolger Laurence Fishburne trifft.
So fesch ist Ihre DNS
Mit einfachen Haushaltsreagenzien (Salz, Spülmittel und Alkohol) können die BesucherInnen der Langen Nachtihre eigene Erbsubstanz aus Zellen der Mundschleimhaut isolieren und mit nach Hause nehmen. Dabei erfahren Sie nicht nur Wissenswertes über Aufbau und Funktion der DNA, sondern erleben auch, wie man Zellen und Zellkerne, die nur ein Tausendstel Millimeter groß sind aufbrechen und das Erbgut unbeschadet gewinnen kann. Die DNA wird bei diesem Experiment für das freie Auge sichtbar gemacht und kann ganz ohne Zuhilfenahme eines Mikroskops betrachtet werden. Das Vienna Open Lab gibt ganzjährig Einblick in den Arbeitsalltag eines molekular-biologischen Forschungslabors. Mitmachen ist dabei oberste Devise. Gemeinsam mit jungen WissenschaftlerInnen führen die BesucherInnen verschiedenste Experimente durch und entdecken dabei Wissenswertes zu den Bereichen Genetik, Gentechnik und Biotechnologie. Nähere Infos unter www.viennaopenlab.at
Praxis hautnah
Führende Detektive des Europäischen Detektiv-Verbands EURODET präsentieren echte Fälle aus dem spannenden und gefährlichen Detektivleben - Nervenkitzel pur im letzten legalen Abenteuer der heutigen Zivilisation. Mit CSI: Special: Wie werde ich eigentlich Detektiv?
Die Experten des Europäischen Detektiv-Verbands (www.eurodet.at) beraten führende Unternehmen umfassend in Sicherheitsfragen und bilden auf spannende Art und Weise in allen Bereichen des Sicherheitsgewerbes aus.
CSI: Clubbing im Praterdome
Eine eigene CSI: Fastlane führt die BesucherInnen der Lange Nacht zum benachbarten Praterdome, wo man um ermäßigte € 5,00 beim Official CSI: Clubbing die Nacht zum Tag machen kann. Die eigens kreierten CSI: Cocktails – passend in den Farben Blutrot und CSI:Grün - gibt es natürlich auch hier zum Verkosten.
Wien, 07.10.2008 - EUROPAPREMIERE IN WIEN! Freunde der Kriminalserie "CSI: den Tätern auf der Spur" aufgepasst: die interaktive Kriminaltechnikausstellung CSI: The Experience, bei der man selbst einen von mehreren Fällen lösen muss, kommt nach Wien. Diesen Winter werden die Besucher in der ersten Ausgabe von CSI: Crime Scene Investigation die Hauptrolle übernehmen, in dem sie die Figur des forensischen Wissenschaftlers Gil Grissom in CSI: The Experience spielen. Inspiriert von der erfolgreichen CBS Fernsehserie, beleuchtet diese Wanderausstellung den Prozess der wissenschaftlichen Ermittlung und realen Untersuchungsmethoden, die bei der Lösung von Verbrechen zur Anwendung kommen.
Über DNA- und Feuerwaffen-Analysen bis hin zu forensischer Anthropologie und Toxikologie, werden die CSI: Ermittler inmitten einer atemberaubenden Multimedia-Umgebung durch schillernde Spezialeffekte mit eingewandter Wissenschaft vertraut gemacht. Darsteller der Fernsehsendung begrüßen die Gäste von CSI: The Experience von einem überdimensionalen Video-Monitor und leiten sie durch die Tatorte und Spurensuche.
CSI: The Experience beinhaltet zwei verschiedene Kriminallabors, wo die neuen Rekruten die modernste Technik, die in der Beweismittelanalyse verwendet wird, benutzen können. Um Übereinstimmungen von Fahrzeugspuren, Kleidungsfasern und Farbpartikeln zu erhalten, werden Daten vom Massenspektrometer und mikroskopische Auswertungen gesammelt und analysiert, die zu einer vollständigen Hypothese beitragen können. Im Labor werden auch digitale Beweise, die sich in Handys oder anderen elektronischen Geräten befinden sowie Fingerabdrücke, Blutproben und Patronenhülsen ausgewertet.
In einem weiteren Laborbereich mustern Besucher forensische Kunstgriffe, in denen sie Alterungsprozesse studieren und dadurch versuchen, ein Foto mit einem Opfer in Übereinstimmung zu bringen. Gegen Ende von CSI: The Experience verwenden die Rekruten ihre gewonnenen wissenschaftlichen Informationen, um eine Reihe von Multiple-Choice-Fragen auf Touchscreens zu beantworten. Nach Abschluss der Befragung wird eine Sachverhaltszusammenfassung erstellt und bei positivem Ergebnis den frisch gebackenen CSI: Ermittler ein CSI: Zertifikat ausgestellt.
Entwickelt vom Fort Worth Museum für Wissenschaft und Geschichte und EMS EXHIBITS, Vienna, mit Unterstützung von CBS Consumer Products und der National Science Foundation, ist CSI: The Experience im Geist der populären Fernsehserie für Erwachsene und Jugendliche ab 10 Jahren ausgerichtet.
Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf www.csivienna.at
Am 19. und 20. Mai fand am Landesgericht in Krems der aufsehenerregende Prozeß rund um den Giftanschlag an Bürgermeister Hannes Hirtzberger statt. Helmut O. wird vorgeworfen, heimtückisch einen Mordanschlag gegen den Bürgermeister mit einer mit Strychnin vergifteten Mon Chéri begangen zu haben.
Personenschutz: Kein Job für Laien
Fragen Sie irgendeine Bürokraft, welchen Beruf sie ausübt und sie wird mit Sicherheit "Sekretärin" antworten. Ähnliches gilt für den Personenschutz. Bodybuilder, Kickboxer, Studenten – wer nur irgendwann, irgendwo, irgendjemanden begleitet hat, wird als Beruf "Leibwächter" angeben. Schon diese Antwort entlarvt, zeigt aber, dass sich wie im gesamten Sicherheitsgewerbe auch im Bereich Personenschutz Laien und Personen mit Halbwissen tummeln. Ein Schutz sind diese Leute nicht, sie täuschen Sicherheit nur vor, bei einem tatsächlichen Anschlag gibt es dann meist nur ein Opfer mehr.
Von Richard Benda
Short Cuts
Gutachten im Fall Bühl: Selbstmord statt Mord? Inge Bühl wurde wegen Mordes an ihrem Ehemann zu 20 Jahren verurteilt. "Vermutlich Selbstmord durch Erschießen" hatten die Beamten einer Sektorstreife in ihrem Bericht festgehalten.
Promi-Detektiv wegen skrupelloser Ermittlungen verurteilt
Unternehmer leugnete Auftrag an Detektiv
Veranstaltungen
Blutige Geschichten: Geschichte wird über weite Strecken mit Blut geschrieben. Kriege, Völkermorde oder auch Attentate bestimmen seit jeher ihren wechselvollen Lauf. Die Ausstellung "Blutige Geschichten" im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek liefert eine vielschichtige Auseinandersetzung mit dem Phänomen Gewaltverbrechen – von Heiligenmartyrien über Meuchel- und Ritualmorde, Kannibalismus, Lynchjustiz bis hin zum Völkermord. Ein kulturhistorischer Streifzug durch die Welt der Verbrechen, von 8. Mai bis 2. November 2008, im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek.
Weiterbildung
Das letzte Abenteuer der heutigen Zivilisation. EURODET bietet einen Ausbildungslehrgang zum Berufsdetektiv-Assistenten an. Weitere Informationen, Anmeldung: EURODET - Europäischer Detektiv-Verband, 1140 Wien, Hauptstraße 110. Web: www.eurodet.at
Eurodet: Der Detektivberuf ist eines der letzten legalen Abenteuer der heutigen Zivilisation. Die Wahrheit entspricht dem den Detektiven vorauseilenden Klischee: Spannung pur, Nervenkitzel und Gefahr. Web: www.eurodet.at
Wissensdurst. Ende Februar, Infomail: Man durfte gespannt sein, was da kommen würde, schliesslich war schon mehrmals angekündigt worden, das Bildungskonzept des BID (Bund Internationaler Detektive) neu einzukleiden (...)
48. Jahreshauptversammlung des BID in Wien. Die diesjährige JHV des Bund Internationaler Detektive e.V. vom 22. bis 25. Mai in Wien stand ganz unter der aktuellen Kernthematik "Die Verbandsarbeit des BID - Möglichkeiten und Grenzen der Tätigkeit Privater Ermittler im europäischen Bereich und zukünftige Tätigkeitsfelder", zu dem auch IKD General Secretary, Tony Imossi, als Gast herzlich begrüßt wurde (...)
Recht Deutschland
Ende mit Verwechslung – "Kaufhausdetektiv" ist nicht gleich Detektiv! Zurzeit sind Detektive als Prügelknaben schuldlos im Kreuzfeuer der Kritik. Denn die Sicherheitskräfte im Handel (gegen Ladendiebstahl und zur Aufklärung bzw. Abwehr von Inventurdifferenzen) sind nach dem Gesetz keine Detektive sondern Bewacher. Für die Privatermittler und Wirtschaftsdetektive beklagen u. a. die Berufsverbände die Verwechslung seit Jahrzehnten, wir werden den Begriff "Kaufhaus-Detektiv" einfach nicht los (...)
"Krank" gekündigt (...)
Recht Österreich
Datenschutz-Urteil
Wann ist Privates in Medien tabu?
DatenschutzNovelle 2008
Digi-Pix News
Sigma DP1, die Kompaktkamera mit 16,6-Millimeter-Weitwinkel-Objektiv (entspr. 28 mm einer Kleinbildkamera) sowie dem von der Spiegelreflexkamera SD-14 bekannten Foveon-Bildsensor: Die "Kleine" soll eine einzigartige Bildqualität trotz ihrer geringen Größe liefern. Ein erster Prototyp wurde im Herbst 2006 anläßlich der Photokina gezeigt, im März 2007 wurde die Kamera offiziell unter großer Anteilnahme der Fachpresse lanciert. Doch dann mußte der japanische Hersteller im November bekanntgeben (...)
Canon EOS 1000D in den Startlöchern? Bekommt die EOS 450D bald eine kleine Schwester? (...)
Das neue Sony Modell, der HDR-TG3, zeichnet Videos mit einer Full-HD-Qualität (1920 x 1080 Pixel) im AVCHD-Format auf einem mitgelieferten 4GB Memory Stick-Duo auf, in bester Qualität bis zu 25 min. Video. Fotos erfaßt der Kleine mit 4 Mio. Pixel, während der Videoaufnahme mit 2,3 Mega-Pixel. (...)
Nikon Coolpix P80 mit 18fach Zoom
Pentax’ neuestes Machwerk, die Optio W60, ist so ein wetter- und wasserfestes Modell. Sie kommt mit 10 Megapixeln Auflösung und fünffach optischem Zoom daher (...)
Auch für die kleine Brieftasche gibt es was bei Rollei. Rollei schickt als Sommer-Edition die RCP-8330X mit 8 Megapixeln, 3fach optischen Zoom, samt Tasche, 1 GB- SD-Karte und Bildbearbeitungsprogramm zum Gesamtpreis von knapp EUR 100,- (bis Ende Juli!) ins Rennen. (...)
Canons EOS 5D Mark II kommt - aber wann? (...)
tools
Damen-Handtaschen und HighTech? Die Marilyn Light Bag LLC erfreut ihren Besitzer nicht nur durch so ein so nützliches Feature wie eine LED-Beleuchtung, die die Suche nach verschollenen Kleinigkeiten im tiefen Bauch der Handtasche deutlich erleichtert, sondern sogar durch ein GPS-basiertes Ortungssystem (...)
Motorola TCR 1000: Das Funkgerät soll zur Überwachung, im Personenschutz und bei Operationen eingesetzt werden, die die höchste Sicherheitsstufe verlangen (...)
Mobile Fingerprintscanner Die Polizeibehörde des australischen Bundesstaates New South Wales (NSW) startet im Juni einen Pilotversuch mit Handheld-Geräten, die Personen vor Ort anhand der Fingerabdrücke identifizieren können (...)
Spytalk
Agenten bloggen aus dem Nähkästchen
Telekom-Datenspion "Auftrag kam von ganz oben"
BND legt Grundstein für neue Geheimdienst-Zentrale
Anklage wegen Spionage für saudi-arabischen Geheimdienst
Gerichtsmedizin und Kriminaltechnik - Mit Hightech auf Verbrecherjagd / Stumme Zeugen entlarven den Täter Brian Innes, Neuer Kaiser Verlag, Oktober 2007
Spuren am Tatort - Fingerabdrücke, Fußspuren und Reifenabdrücke Brian Innes, Tosa Verlag, März 2008
DNA und der genetische Fingerabdruck - Auf der Spur des Verbrechens Brian Innes, Tosa, März 2008
Strafrecht Besonderer Teil Ingrid Mitgutsch / Wolfgang Wessely, Neuer Wissenschaftlicher Verlag, 2008
Krisenkommunikation Florian Ditges, Peter Höbel, Thorsten Hofmann, Uvk Verlag, Februar 2008
Serienmörder - Die Faszination des Bösen Charlotte Greig, Tosa Verlag, März 2008
Tauschen und Täuschen - Warum die Gesellschaft ist, wie sie ist Manfred Drennig, Ueberreuter Verlag, März 2008
Die Menschenleserin Jeffery Deaverm Blanvalet Verlag, Februar 2008
Tod mit SeeblickBeate Maxianm Prolibris Verlag, 2008
Wiener Tod. Max Liebermanns dritter Fall Frank Tallism btb Verlag, Februar 2008
Seit Jahrtausenden werden Giftstoffe als Mordwaffe verwendet - vor allem von Frauen. Eine Geschichte des Giftmords.
Wollte dir was Wichtiges sagen!“, stand auf der Grußkarte, die der Packung „Mon Chéri“ beigefügt war. Und auf der Innenseite der Karte stand: „Du bist für mich etwas ganz Besonderes.“ Die Karte und die Pralinenschachtel fand der Bürgermeister von Spitz an der Donau, Rechtsanwalt Dr. Hannes Hirtzberger, am 8. Februar 2008 auf seinem Mercedes. Einen Tag später aß der Wachauer Lokalpolitiker aus der „Mon Chéri“-Schachtel. Kurze Zeit später krampfte sich sein Körper zusammen. Hirtzberger gelang es noch, zum Haus eines Bekannten zu fahren und um Hilfe zu rufen. Dann wurde er bewusstlos. Der Bürgermeister wurde mit dem Hubschrauber in das Krankenhaus geflogen. Auf der Intensivstation wird er seitdem im künstlichen Tiefschlaf gehalten. Sein Zustand ist lebensbedrohend. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Pralinen mit Strychnin vergiftet wurden. Auf Hinweise, die zur Ausforschung des Täters führen, wurde eine Belohnung von 20.000 Euro ausgesetzt.
Die „schwarze Witwe“
Die Wachau war bereits 1995 Schauplatz eines Aufsehen erregenden Giftanschlags. „Suche einsamen Mann, der sich nach einer häuslichen Witwe, 62/166 sehnt“. Über dieses Zeitungsinserat lernte die Wienerin Elfriede Blauensteiner im Oktober 1995 den 75-jährigen Alois P. in der Wachau kennen. Schon wenige Tage nach dem ersten Treffen stahl Blauensteiner dem Pensionisten ein Sparbuch und ließ von ihrem Anwalt einen Schenkungsvertrag entwerfen, mit dem der Grundbesitz des wohlhabenden Wachauers übertragen werden sollte. Der Mann weigerte sich aber, den Vertrag zu unterzeichnen. Blauensteiner verabreichte daraufhin ihrem neuen Gefährten das Blutzucker senkende Medikament Euglucon, aufgelöst in warmer Milch. Das Opfer brach zusammen und kam ins Krankenhaus. Einige Tage später, nach einer neuerlichen Euglucon-„Behandlung“, wurde der Pensionist bewusstlos, erst Stunden später kam der Arzt. Während der Niederösterreicher im Krankenhaus lag, durchsuchte Blauensteiner das Anwesen. Sie fand ein Testament, das sie verbrannte. Ihr Anwalt setzte ein neues Dokument auf, das sie als Begünstigte vorsah. Eine Freundin Blauensteiners und ein Bekannter des Anwalts traten als „Testamentszeugen“ auf. Als Alois P. ihr die Losungswörter für zwei Sparbücher verriet, plünderte sie die Konten. Am 20. November 1995 lag der Pensionist nach einem Cocktail aus Euglucon und dem Antidepressivum Anafranil stöhnend im Bett. Blauensteiner drehte die Heizung ab und öffnete die Fenster. Am nächsten Tag war der Mann tot. Auf der Todesanzeige ließ die „trauernde Witwe“ drucken: „Wenn die Kraft zu Ende geht, ist Erlösung Gnade.“ Ein Wahlneffe des Verstorbenen schöpfte Verdacht und wandte sich an die Polizei. „Es sind keine Sparbücher da. Ich weiß nicht, wo er sie vergraben hat. Der Schweinehund erlaubt sich zu krepieren, und ich soll dann stierln. Ich werd´ sie schon finden. Im Februar könnte es mit der Erbschaft was werden“, verriet Blauensteiner am Telefon einer Freundin, wie aus dem Gerichtsakt zu lesen ist. Nach dem Tod von Alois P. suchte sie ein weiteres Opfer und inserierte neuerlich in der Zeitung. Am 11. Jänner 1996 wurde Elfriede Blauensteiner verhaftet. Sie gestand, fünf Menschen „zu Tode gepflegt“ zu haben. Einem weiteren Mann war sie „behilflich“, als der sich umbringen wollte. Das Gerichtsverfahren im Frühjahr 1997 im Landesgericht Krems war einer der spektakulärsten Giftmordprozesse der österreichischen Nachkriegsgeschichte. Elfriede Blauensteiner, von prominenten Anwälten verteidigt, trat beim Prozess medienwirksam auf – unter anderem zückte sie ein Kruzifix, das sie den Journalisten und Fotografen entgegenhielt: „Die Schlechtigkeit ist nicht in mir selbst, sondern ausschließlich um mich herum. Wenn unter euch ein Vampir ist, so fällt er jetzt auf ein Häuferl Asche zusammen.“ Im Gerichtsverfahren bescheinigte ihr der Gerichtspsychiater einen enormen Geltungsdrang und ein starkes Bedürfnis, Macht auszuüben. Die „schwarze Witwe“, wie Blauensteiner in Medien bezeichnet wurde, erhielt eine lebenslange Freiheitsstrafe. Sie starb am 15. November 2003 im Krankenhaus Neunkirchen an den Folgen eines Gehirntumors. Ihr Fall wurde verfilmt, mit Christiane Hörbiger in der Hauptrolle. Die „schwarze Witwe“, eine giftige schwarze Spinne mit einem roten Fleck auf dem Bauch, lockt ihren Partner an, lässt sich begatten und spritzt ihm anschließend Gift in den Körper, um ihn auszusaugen.
Seltenes Delikt
Giftmorde werden in Österreich sehr selten verübt. In den letzten zwei Jahrzehnten wurden nur wenige Anschläge mit Gift bekannt. Im November 1987 vergiftete eine aus einer wohlhabenden steirischen Familie stammende Schauspielerin ihre siebenjährige Tochter und unternahm einen Selbstmordversuch. Die Täterin wurde nicht verurteilt. Ein psychiatrisches Gutachten bestätigte, dass sie zur Tatzeit nicht zurechnungsfähig gewesen sei. Die zuletzt arbeitslose Schauspielerin wurde Anfang November 2006 in ihrer Grazer Wohnung tot aufgefunden. Ende der 90er-Jahre versuchte eine ältere Bäuerin in der Steiermark, ihren Mann mit ins Essen gemischten, zerriebenen Diabetes-Tabletten ins Jenseits zu befördern – insgesamt fünfmal. Die zuckerkranke Frau hatte die Medikamente gehortet. Der Bauer überlebte. Die Täterin stand im Jahr 2000 wegen Mordversuchs vor einem Geschworenengericht am Landesgericht Graz. Ein Gutachter attestierte ihr ein „gesamtheitliches Wahnsystem“; die Angeklagte galt als nicht schuldfähig. Wegen bedingten Mordes mit Strychnin wurde im Jahr 2003 im Oberlandesgericht Linz der 23-jährige Hauptangeklagte zu lebenslanger Haft verurteilt. Zwei Jugendliche erhielten neun bzw. vier Jahre. Der Vorsitzende des Berufungssenats begründete die Strafen mit der „besonders heimtückischen, grausamen und verwerflichen Vorgehensweise“. Die drei Angeklagten hatten im Juli 2001 in Perg einem jungen Pärchen anstelle von Drogen Strychnin verkauft. Das 13-jährige Mädchen und ihr 16-jähriger Freund starben qualvoll. In den vergangenen Jahren gab es in Österreich nur sehr selten Mordfälle, in denen Gift bzw. Überdosen von Medikamenten als „Tatwaffen“ verwendet wurden.
Von Werner Sabitzer in der aktuellen Ausgabe von KRIPO ONLINE
SPITZ/KREMS. Wer hat den Bürgermeister der Wachauer Gemeinde Spitz, Hannes Hirtzberger, mit Strychnin vergiftet? Für den Staatsanwalt ist der Winzer Helmut O. (56) für den Mordversuch verantwortlich. Die Verteidiger werten die Fakten, die für einen Freispruch sprechen, als „erdrückend“.
Der Medienandrang auf das Landesgericht Krems dürfte kommenden Montag ab 9.30 Uhr enorm sein, wenn die Hauptverhandlung nach der Anklage wegen versuchtem Mord gegen O. eröffnet wird. Die Geschworenen dürfte ein Marathon-Verhandlungstag erwarten, da sich der Ankläger Friedrich Kutschera und die beiden Verteidiger Nikolaus Rast und Kurt Wolfmair darauf verständigt haben, das gesamte Beweisverfahren am Montag durchzuziehen. Ihr Urteil, Schuld- oder Freispruch, dürften die Laienrichter nach den derzeiten Erwartungen ab Mitternacht fällen. Davor will das Gericht zahlreiche Zeugen anhören: Neben der Ehefrau von Hirtzberger, dessen Zustand nach wie vor kritisch ist, auch eine Passantin, die dem Bürgermeister bei seinem Zusammenbruch zu Hilfe kam. Außerdem kommen zwei Sanitäter zu Wort, die halfen, als Hirtzberger laut Rettungstransport-Bericht noch ansprechbar war. Zudem sollen mehrere Gutachter und Sachverständige aussagen.
Einmal mehr bezweifelt die Verteidigung, dass das Strychnin überhaupt in jener Praline war, die Hirtzberger kurz vor seinem Zusammenbruch gegessen haben soll. Laut Anklage sollen sich 700 Milligramm in dem Konfekt befunden haben. Eine Menge, die laut Verteidigung technisch betrachtet gar nicht in die Süßigkeit injiziert werden könnte – zumal Strychnin sehr bitter schmeckt. Die Faktenlage sei „erdrückend“, sagt Wolfmair. Auch der genetische Fingerabdruck des Weinbauern auf jener Glückwunschkarte, die mit der Praline bei Hirtzbergers Mercedes hinterlegt worden sein soll, sei kein Beweis für die mutmaßliche Tat. „Es wird vom Sachverständigen darzutun sein, wie leicht fremde DNA auf Sachen übertragen werden kann“, sagt Rast.
KREMS. Vor dem am Montag beginnenden Prozess gegen Helmut O. gingen am Freitag die Verteidiger des Angeklagten, Nikolaus Rast und Kurt Wolfmair, per Presseaussendung in die Gegenoffensive. Sie äußerten „die klare Überzeugung, dass Helmut O. unschuldig ist“ und starke Zweifel, dass Hirtzberger überhaupt mit einem Mon Cheri vergiftet wurde.
Reges öffentliches Interesse ist garantiert, wenn am kommenden Montag im Landesgericht Krems der Prozess gegen Helmut O. eröffnet wird. Der Staatsanwalt legt dem 56-Jährigen im Zusammenhang mit dem heimtückischen Giftanschlag auf den Spitzer Bürgermeister Hannes Hirtzberger versuchten Mord zur Last. Am Freitag sind die Verteidiger des Angeklagten, Nikolaus Rast und Kurt Wolfmair, per Presseaussendung in die Gegenoffensive gegangen. Sie äußerten „die klare Überzeugung, dass Helmut O. unschuldig ist“ und starke Zweifel, dass Hirtzberger überhaupt mit einem Mon Cheri vergiftet wurde.
Mit Strychnin versetzte Praline für Bürgermeister
Laut Anklage soll Helmut O. dem Bürgermeister eine mit 700 Milligramm Strychnin versetzte Praline zukommen haben lassen, die dieser am 9. Februar 2008 auf dem Weg in seine Kanzlei verzehrte. Hirtzberger verlor umgehend das Bewusstsein, wurde im Spital in den künstlichen Tiefschlaf besetzt, rang wochenlang mit dem Tod und befindet sich inzwischen zur neurologischen Rehabilitation in St. Pölten. Einem Gutachten zufolge ist „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine massive bleibende körperliche und geistige Behinderung zu erwarten“.
Verteidiger zweifeln an Vergiftung durch Praline
Die Verteidiger weisen nunmehr darauf hin, dass Helmut O. niemals - wie von der Anklageschrift skizziert - Giftköder zu Jagdzwecken besessen hätte. Bei der Hausdurchsuchung auf seinem Anwesen sei außerdem kein Strychnin gefunden worden. Dafür seien „im Rahmen der Vorbereitung auf die Hauptverhandlung Informationen aufgetaucht, welche die Handhabung von Strychnin in einem anderen Licht erscheinen lassen“. Die Verteidigung bezweifle „sehr stark, dass die Vergiftung durch Einnahme eines Mon Cheri erfolgte“.
Die entsprechenden Informationen werden in der Presseerklärung als „erdrückend“ bezeichnet. Näheres wollten Rast und Wolfmair in der Verhandlung darlegen.
Verteidiger orten Verfahrensfehler
Die Rechtsvertreter des Angeklagten orten weiters „Verfahrensfehler im Ermittlungsverfahren“. Helmut O. habe keinerlei Motiv gehabt, Hirtzberger nach dem Leben zu trachten. Ihr Mandant habe nämlich gar nicht persönlich ein Thermenhotel-Projekt verwirklichen wollen, sondern lediglich die Absicht gehabt, seinen Klosterhof und die Weingärten mit der Aussicht auf Umwidmung und Realisierung zu verkaufen. Die Gemeinde sei diesen Plänen nicht im Weg gestanden, weshalb O. schon Kaufverträge für Investoren vorbereitet habe. Ein bindendes Kaufoffert sei bereits vorgelegen. Der Denkmalschutzaspekt habe den vom Interessenten erwogenen Hotelbau in keinster Weise berührt.
Rast und Wolfmair weisen weiters darauf hin, dass der Angeklagte bis zuletzt ein gutes Einvernehmen mit Hirtzberger gehabt habe. So habe dieser dem Bürgermeister am 25. Dezember 2007 ein Schreiben mit Weihnachtsgrüßen geschickt. „Schon aus dem schriftlichen Umgang und der Ansprache ’Werter Hannes!’ ergibt sich seine Hochschätzung gegenüber dem Bürgermeister und keinesfalls eine Feindseligkeit“, stellen die Strafverteidiger fest.
Dass Helmut O. von Mitgliedern seiner eigenen Familie belastet wird, führen seine Rechtsbeistände auf die mediale Vorverurteilung, angeblich einseitige Erhebungen der ermittelnden Beamten und die „Familiengeschichte“ zurück: Die Advokaten kündigen Beweisanträge und Zeugen an, „die vor allem zur Motivfrage sowie zur Familiengeschichte Auskunft geben können“.
Auch auf den genetischen Fingerabdruck von Helmut O. gehen Rast und Wolfmair ein, die auf der Innenseite der Grußkarte gefunden wurde, die dem Mon Cheri beigelegen haben soll: „Zwischen den auf der Grußkarte gefundenen DNA-Spuren und dem Mon Cheri besteht kein nachweisbarer Kausalzusammenhang. Die DNA-Spur allein reicht für eine Verurteilung nicht aus. Es wird von der Sachverständigen darzutun sein, wie leicht fremde DNA-Spuren auf Sachen übertragen werden können.“
Sollte Helmut O. von den Geschworenen schuldig gesprochen werden, drohen ihm zehn bis 20 Jahre oder lebenslange Haft.
Genetische Analysen können Vaterschaft praktisch zweifelsfrei klären – aber nicht immer ist das ratsam
Die moderne DNA-Analyse machts möglich: Mann, Frau und Kind haben heute nach einem Vaterschaftstest innerhalb von zehn Tagen klare Familienverhältnisse. Die Vaterschaft zwischen Sein und Schein gehört somit der Vergangenheit an. Damit haben die Detekteien einen lukrativen Erwerbszweig verloren.
R. I. ist in einem Vorort von Bern in bescheidenen Verhältnissen zusammen mit drei Geschwistern aufgewachsen. Seinen verstorbenen Vater hat er bewundert, und er ist überzeugt, diesem Vorbild und Erzieher seine Karriere als Offizier und Chefbeamter zu verdanken. Seine eigenen Kinder hat er nach der Art des Vaters offen und verständnisvoll erzogen, was sie ihm hoch anrechnen. Seine egozentrische Mutter mag er nicht, die Abneigung ist gegenseitig.
Kurz nach R. I.s 65. Geburtstag liegt die Mutter auf dem Sterbebett und beschliesst, eine umfassende Lebensbeichte abzulegen. Sie war bereits schwanger, als sie R. I.s gutmütigen Vater kennenlernte und kurz darauf heiratete. Er adoptierte das Kind, eine Tochter, die noch drei Halbbrüder bekommt, vermeintlich drei gemeinsame Kinder des Paars. Über den Vater der adoptierten Tochter schweigt sich die Mutter bis zuletzt aus.
Anders verhält sie sich – warum auch immer – im Fall der drei Söhne: R. I. entstamme wie sein ältester Bruder je einer kurzen Affäre mit zwei fremden Männern. Nur der mittlere Sohn sei ein richtiger I., mithin Produkt der ehelichen Beziehung. Damit hat die alte Dame ihr Gewissen beruhigt und stirbt, während für R. I., wie er sagt, «eine Welt zusammenbricht».
DNA-Analyse statt Detektei
Hanspeter Widmer, Inhaber der Detektei Golthenboth in St. Gallen, meint zu Fällen wie diesem, «Kuckuckskinder» habe es schon immer gegeben, und der familiären Eintracht sei es nach seiner Erfahrung «eher zuträglich, zu vergessen, dann aber auch konsequent zu schweigen». Eine Empfehlung, die seinem Geschäft nicht gerade zuträglich ist: Manch ein zweifelnder Ehemann liess früher Detektive ermitteln. Heute kann er zur DNA-Analyse greifen – und auch das tut er am ehesten, wenn der Familiensegen schon schief hängt.
Ebenso wie früher hört die Gutmütigkeit in der Regel auf, wenn es zur Trennung kommt und Alimente bezahlt werden müssen. Widmer hat in seinem Büro viele Väter empfangen, die kurz vor der Scheidung Zweifel an ihrer Vaterschaft äusserten, «weil es damals gewisse Vorkommnisse gegeben haben soll». Frauen wollen selten Klarheit, wenn sie nicht sicher sind, wer der Vater ist. Widmer: «Es ist immer der Mann, der sich betrogen fühlt und zumindest finanzielle Schadensbegrenzung erwirken will. Die Sache soll anonym ablaufen. Die Frau darf nichts wissen.»
Geschäft bei Scheidungen
Der Detektiv Widmer hat sich nach der Einführung des neuen Familienrechts vor acht Jahren, unter dem die Schuldfrage bei Scheidungen nicht mehr von Belang ist, umorientiert und befasst sich heute vorwiegend mit Wirtschaftsfällen. Im Rückblick staunt er über den Erfolg seiner Investigationen bei vermeintlich untreuen Ehepartnern. Rund 75 Prozent seines Umsatzes habe er damit erzielt. Es war ein lukratives Geschäft für die meist von Scheidungsanwälten beauftragten Detektive. Dabei wurde «mittels Observationen und Ermittlungen versucht, der Gegenpartei ein ehewidriges Verhalten nachzuweisen».
Im Fall von Vaterschaftsklagen braucht es heute den Detektiv nicht mehr, die DNA-Analyse (siehe Kasten) hat diesen Erwerbszweig weitgehend abgelöst. Widmers Firma verzeichnet aber immer noch eine kleine Anzahl von Aufträgen von getrennt lebenden Ehemännern, die «einen Trumpf im Ärmel brauchen»: «In 95 Prozent der Fälle geht es ums Geld.» Seine Erfahrungen fasst Widmer so zusammen: «Das ,schlimme Ereignis‘ wird verleugnet, bis es nicht mehr wahr ist.» Bestätige sich eine angezweifelte Vaterschaft, schämten sich die meisten Auftraggeber und möchten den Besuch bei ihm am liebsten aus der Welt schaffen: «Der Klient will sicher sein, dass ich den Mund halte, auf ewig und immer.» Ein Dankeschön habe er noch nie erhalten.
Wien (APA) - Im Amstettner Inzest-Fall liegt das Ergebnis der DNA-Probe vom Verdächtigen vor. Es bestätigt die Vaterschaft des 73-jährigen Josef F. aller sechs Kinder, die er mit seiner eigenen 42-jährigen Tochter gezeugt hat, so Oberst Polzer, Leiter des Landeskriminalamtes Niederösterreich. "Der entscheidende Beweis wurde geliefert", so Polzer.
Indessen ging die Spurensuche am Tatort am Dienstag weiter. Laut Ermittler wird "jedes Blatt, jede Schale" genauestens untersucht. Nach DNA-Spuren von weiteren Personen, die sich in dem Keller-Gefängnis aufgehalten haben könnten, wird nicht geschaut. "Es gibt für uns absolut keinen Anlass zur Vermutung, dass sich weitere Personen im Keller befunden haben könnten", sagte Polzer.
Für den Keller, den Josef F. zu einem Verlies für seine Tochter und drei mit ihr gezeugten Kindern gemacht hat, gab es bereits in den 70er Jahren eine Baubewilligung. Zuständige Behörde war die Stadt Amstetten. Konkret wurde am 31. Oktober 1978 die "Errichtung eines unterkellerten Zubaus" genehmigt. "In unseren Unterlagen ist aber nicht explizit von einem Schutzraum die Rede", sagte Bürgermeister-Sprecher Hermann Gruber am Dienstag der APA.
Am Vormittag wurde der Verdächtige in St. Pölten dem Haftrichter vorgeführt. Über ihn wurde die U-Haft verhängt. In 14 Tagen ist eine Haftprüfung vorgeschrieben. Am Montag war der 73-jährige von einer Polizeistation in Amstetten in die Justizanstalt St. Pölten überstellt worden. Josef F. sitzt in einer Zwei-Mann-Zelle. "Er hat die Nacht gut verbracht. Er ist am Dienstagvormittag bereits von einem Psychologen und einem Psychiater untersucht worden. Beide haben festgestellt, dass derzeit keine suizidalen Tendenzen intendiert sind", berichtete der Anstaltsleiter, Oberst Günther Mörwald.
Die Opfer des Martyriums, die 42-jährige Elisabeth F., ihre fünf Kinder sowie ihre Mutter, wurden am Dienstag weiterhin "in einem geschützten Bereich" der Sonderkrankenanstalt Landesklinikum Mostviertel Amstetten-Mauer behandelt, zu dem keine näheren Angaben gemacht wurden. Für das betreuende Ärzte- und Therapeutenteam hat der Schutz der Patienten "oberste Priorität". Dies gelte insbesondere im Zusammenhang mit dem großen Medieninteresse, teilte Primarius Berthold Kepplinger der APA mit.
Unverändert kritisch bezeichneten die Ärzte den Zustand der vermutlich 19 Jahre alten Tochter der 42-Jährigen. Die junge Frau, die am 19. April ins Landesklinikum Mostviertel Amstetten eingeliefert worden ist, werde weiterhin beatmet, einer Antibiotika-Therapie und - wegen einer Nierenschädigung - einer Dialyse unterzogen.
Die Staatsanwaltschaft St. Pölten ermittelt gegen Josef F. auch wegen "Mordes durch Unterlassung", wie Gerhard Sedlacek, der Sprecher der Anklagebehörde, am Dienstagnachmittag bekanntgab. Sedlacek sprach von einem "vagen Hinweis", wonach der 73-Jährige eine Mitverantwortung am Tod jenes Säuglings tragen könnte, den seine heute 42 Jahre alte Tochter im Sommer 1997 im Verlies in Amstetten zur Welt gebracht haben dürfte.
Weiters werden dem 73-Jährigen Freiheitsentziehung, Vergewaltigung, Blutschande und Nötigung angelastet. Für Vergewaltigung sieht das Strafgesetzbuch fünf bis 15 Jahre Haft vor, wenn die vergewaltigte Person durch die Tat längere Zeit hindurch in einen qualvollen Zustand versetzt oder in besonderer Weise erniedrigt wurde, was im gegenständlichen Fall wohl anzunehmen ist. Für Mord drohen zehn bis 20 Jahre bzw. lebenslange Haft. APA, 29.4.2008
weiter unten findet ihr eine Liste derer, die am Kurs teilnehmen wollen. Falls ihr Fehler in der Liste entdeckt, sendet bitte eine email an Saskia: satz@benecke.com. Bisher sammeln wir noch Interessenten, ca. 8 Leute sollten zusammen kommen, damit wir den Kurs durchführen. Wir treffen uns am 20. August 2008 um 9:00 Uhr im Labor in der Landsbergstr. 16, 50678 Köln (Südstadt, Nähe Severinstraße). Inhaltlich dürfen gerne Wunschthemen geäußert werden, in jedem Fall bieten wir "Tatorte" an, mit von Insekten besiedelten Ferkel-Leichen. Jeder Kursteilnehmer erhält eine Kurs-Tasse und ausreichend Kaffee und Kekse während des Tags. Abends gehen wir mit allen die Lust haben auf ein Kölsch und ein Essen raus. Die Bezahlung in Höhe von 275,00 Euro soll bitte bis 15. Juni 2008 überwiesen werden. Kontoinhaber ist Benecke Forensics, die BLZ: 37160087 und die Kto: 490611207 bei der Kölner Bank (IBAN: DE80 3716 0087 0490 6112 07; BIC = SWIFT: GENODED1CGN). Betreff: Spurenkundekurs und der Name des Teilnehmers. Wenn ihr eine Rechnung benötigt, sagt bitte Bescheid, quittieren werden wir den Erhalt des Geldes natürlich in jedem Fall.
Fliegenweibchen legen ihre Maden bevorzugterweise auf faulendes Fleisch ab.
Die Fliege als Helferlein der Kriminalisten Foto: pixelio.de
Der Kriminalbiologe Mark Benecke verlässt sich gerne auf schwangere Fliegenweibchen. Egal, wo eine Leiche im Haus liegt - die Fliegen werden den Körper innerhalb kürzester Zeit finden und ihre Maden darauf ablegen. Einmal hat Benecke mit seinen Studenten versuchsweise faulendes Fleisch in einer der abgelegensten Ecken eines Hochhauses versteckt, die Fliegen haben es aufgespürt.
Fakten
Benecke gilt in seinen Kreisen schon als eine Art "Popstar der Kriminalbiologie", arbeitet international in der Forschung und gibt Fortbildungskurse.
Verschieden Entwicklungsstadien der Maden. "Ich will das jetzt gar nicht ekelig machen, ich will das nur erklären", sagt Benecke. Der 36-jährige Kölner, der auch "Doktor Schmeißfliege" genannt wird, ist in der Münchner Bauinnung zu Gast und hat seine wichtigsten Helfer gleich mit dabei. In einer Dose vor dem Rednerpult winden sich weiß und wurmartig Dutzende von fingernagelgroßen Maden. Weil diese sich vom Fleisch Toter ernähren, kann der Naturwissenschafter anhand der Entwicklungsstadien der Maden Rückschlüsse auf den Todeszeitpunkt ziehen. Mit Hilfe von Fliegen und anderen Insekten, die die Leichen nach und nach besiedeln, entlarvt Benecke sogar Fälle von Pflegevernachlässigung. Er erkennt zum Beispiel, wenn sich alte Menschen vor ihrem Tod wund gelegen haben. Nichts für schwache Nerven. Zu dem Fachgebiet des Wissenschafters gehören Insektenkunde, DNA- und Blutspurenanalyse. Eine Präzisionsarbeit und nichts für schwache Nerven, aber Benecke hat darin seine Passion gefunden: "Jeder Fall ist anders, das ist ja gerade das Spannende." Um dem Tod ins Gesicht zu sehen, stapft er in Gummistiefeln durch Wälder oder spürt Leichengeruch in Wohnhäusern hinterher. "Ich sage meinen Studenten immer, Leute, Ihr müsst durchatmen und lernen, den Geruch zu analysieren", sagt er.
Fakten
"Der Tod ist nicht das Ende". Denn mit dem Tod kommen die Fliegen - und die Arbeit des Kriminalbiologen beginnt.
Leichengeruch. Fleisch kann Benecke mittlerweile nicht mehr essen. Dafür hat er einige Tipps parat. Ein bestimmtes Mittel zum Beispiel überdecke Leichengeruch mit Erdbeerduft.
So soll er aussehen: Das Ergebnis der Gesichts-Rekonstruktion des Toten.
Dieser Tage ist im Kölner Polizeipräsidium die Rechnung des renommierten Münchner Geowissenschaftlers Professor Peter Horn eingegangen. Knapp 5000 Euro muss die Behörde an den Forscher überweisen. Im Auftrag der Mordermittler hat sich der Wissenschaftler die Reste einer vor vier Jahren in Porz-Gremberghoven entdeckten Männerleiche angeschaut, die in einen Teppich gewickelt war. Die Hilfe des Wissenschaftlers ist die letzte Hoffnung der Kölner Polizei, denn trotz europaweiter Fahndung haben die Ermittler die Identität des Toten noch immer nicht gelüftet. Offenbar hat sich der Aufwand gelohnt, denn die Analyse des Forschers hat der Polizei jetzt wichtige neue Hinweise geliefert.
Der forensische Kriminalbiologe Mark Benecke und die Schauspielerin Michaela Schaffrath, vielen besser bekannt als Porno-Darstellerin Gina Wild, sind beide Rheinländer. So liegt es nahe, dass die beiden sich gemeinsam eine Nacht in der Rheinmetropole Köln um die Ohren schlagen.
Wien. Von der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien empfohlene Systeme zur forensischen DNA-Analyse von Eichenlaub führten im deutschen Wuppertal spät, aber doch zur Aufklärung eines Mordes.
Ein Deutscher hatte im November 1998 seine schwangere Frau erdrosselt. Ein damals im Kofferraum gefundenes Eichenblatt konnte erst Jahre später mit Hilfe der vom Boku-Zentrum für Angewandte Genetik empfohlenen Analysemethoden bestimmt und dem Fundort der Leiche zugeordnet werden.
Das Bundeskriminalamt Wiesbaden hatte sich betreffend geeigneter DNA-Analysesysteme von den Experten der Boku beraten lassen, so dass im Gerichtsverfahren erstmals eine Beweisführung mittels Pflanzen-DNA inklusive populationsgenetischer Berechnungen akzeptiert wurde.
Detektivisches Forschen, wissenschaftliche Arbeit und aufgetakelte Leichen: So sieht der Alltag in der Serie "C.S.I." aus. Die Gerichtsmedizinerin Astrid Krauskopf schildert die Realität in der Männerdomäne und im Umgang mit dem Tod.
"Seifenblasenwelt" im Fernsehen "Im Vergleich mit C.S.I. haben wir nicht so schöne Leichen. Und wir selber sind beim Obduzieren auch nicht geschminkt", lacht Astrid Krauskopf. Ja, natürlich habe die junge Gerichtsmedizinerin die amerikanische Krimiserie früher ganz gern geschaut, allerdings sehe man da nur die "Welt in der Seifenblase": "In Echt geht die Aufklärung der Fälle nie so schnell wie im Fernsehen."
Eines stimme aber an der Serie: Für die Arbeit als Gerichtsmedizinerin brauche es detektivische Neugierde. "Und manchmal den nötigen emotionalen Abstand", fügt Krauskopf leise hinzu.
Der Erfolg der Fernsehserie C.S.I. hat vor allem eines bewirkt: Das Interesse an der Gerichtsmedizin sei enorm gestiegen, wie Christian Reiter, der stellvertretende Leiter des Instituts, meint.
Wann wurde die erste Obduktion vorgenommen und welche Fälle haben dazu geführt, dass noch heute Menschen Nachforschungen über mögliche Todesursachen anstellen? Welche Analysemethoden sind die effektivsten? Wie arbeiten die Ermittler heute? Fragen, die vor allem die Gerichtsmedizin beantworten muss ...
Maden, Würmer, Schmeißfliegen und andere kleine Krabbeltiere machen sich über eine menschliche Leiche her und sorgen dafür, dass sie sich zersetzt und als Biomasse wieder in den natürlichen Kreislauf des Lebens zurückgeführt wird. Dr. Mark Benecke, einer der bekanntesten forensischen Entomologen, arbeitet schon seit vielen Jahren sehr erfolgreich als Insektenforscher für die Gerichtsmedizin und liefert bei Mordfällen zum Beispiel wichtige Hinweise zum Todeszeitpunkt des Opfers. Denn Insekten besiedeln einen Kadaver artgerecht und nach einem bestimmten Zeitplan. Besonders Fliegen und ihre Maden fungieren regelrecht als lebende Uhr. Die Kleinstlebewesen liefern dem Experten somit wichtige Informationen über beispielsweise verbrannte, zerstückelte oder verscharrte Leichen. So kann der Fachmann sehr präzise Auskünfte über Sterbezeit und Tatort, bzw. den Fundort der Leiche geben und bei der Aufklärung selbst unlösbar scheinende Mordfälle helfen. Eine spannende Tätigkeit, von der Dr. Mark Benecke im "Hier ab vier"-Studio erzählen wird.
Dieser Kurs wurde weit anschaulicher, als es der Lehrerin lieb war: In einer Kriminologie-Stunde sollten ihre Schüler eigentlich nur Pappskelette aufspüren. Stattdessen entdeckten die US-Teenager einen echten Toten im Gebüsch.
Gerichtsmediziner Reiter kommentiert die finale CSI Folge „Grabesstille“
Für den Standard schaute sich der Wiener Gerichtsmediziner die ultimative – weil von Quentin Tarantino inszeniert – Doppelfolge „Grabesstille“ an und war offenbar etwas erschüttert.
Seine Kommentare gingen von „völlig undenkbar“ bis „soll das lustig sein?“ und er wusste 25 Minuten vor Schluss, wie das Ganze ausging.
Na ned .. denken wir uns ... die uns auch am Tarantino Erguss erfreuten. Der ORF brachte die Doppelfolge bereits am Montag, Vox hängt mit der gestrigen (31.5.06) Ausstrahlung irgendwie hinten nach. Da weiß man wenigstens, wofür man seinen GIS Beitrag bezahlt, denkt sich der gelegentliche ORF Seher.
Dr. Mark Benecke ist einer der bekanntesten Kriminalbiologen der Welt. Der 35-Jährige untersuchte 1998 den Fall einer getöteten Pastorenfrau und konnte durch die Analyse von Insekten an der Leiche den Todeszeitpunkt der Frau feststellen und den Täter überführen. Durch Blutspurenanalyse kann er zudem einen Tathergang rekonstruieren und Zeugenaussagen als falsch oder richtig bewerten.
ZDF, 18.05.2006, 23.45 Uhr / Diese Sendung wird wiederholt in der Nacht von Freitag, 19.05.2006 auf Samstag, 20.05.2006 von 03.20 - 04.25 Uhr.
In dieser Geschichte der Kriminalistik geht es um die gerichtlichen und polizeilichen Ermittlungstechniken von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart. Dabei dienen Fallgeschichten jeweils als Ausgangspunkt, um die kriminalistischen Verfahren vorzuführen und in ihren geschichtlichen Zusammenhang einzuordnen.
Planet Wissen: Knochen, Blut und Gene liefern Rechtsmedizinern wichtige Informationen zur Verbrechensaufklärung. In detektivischer Kleinstarbeit finden sie (fast) alles zur Identität von Leichen und zur Todesart heraus - aber auch zu Vaterschaft, Blutalkohol oder Zurechnungsfähigkeit.
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