Detektiv spielen wollen viele. Der Verdienst ist aber oft
gering, die Konkurrenz hart.
Betrügerische Pleiten nehmen zu. Schuldner tauchen unter,
und Unternehmer nehmen ihre Manager genauer unter die Lupe
Wien - Ein Kfz-Betrieb beschäftigt einen Meister, der in der
privaten Garage mit Reparaturen florierende Konkurrenzgeschäfte aufzieht. In
einem Hotel entwenden Angestellte Inventar vom Geschirr bis zu den Servietten,
um damit andere Herbergen auszustatten. Und ein Unternehmer verliert tausende
Euro an einen Kunden, dessen GesmbH schlicht nicht existiert.
Lukas Helmberger blättert kurz in seinem Notizbuch. Der
Berufsdetektiv kennt unzählige solcher Fälle. Wie der Großteil seiner Kollegen
gibt er sich nicht mit untreuen Ehepartnern und Langfingern in den Kaufhäusern
ab. Das große Geschäft für die Detekteien ist die Wirtschaftskriminalität - und
die Krise treibt es kräftig an.
Auch Österreich habe erkannt, dass es keine Insel der
Seligen sei, sagt Helmberger, der auch das Präsidentenamt im Detektiv-Verband
ausübt. Nun da sich der Euro nicht mehr einfach verdienen ließe, inspizierten
Unternehmer vermehrt die Geldflüsse und zögerten nicht, bei Ungereimtheiten
Ermittler zu engagieren. Aber auch die steigende Zahl an Pleiten eröffnet für
seine Branche ein weites Feld. Betrügerische Insolvenzen nehmen zu, erzählt
Bernhard Maier, der sich mit acht Mitarbeitern häufig säumigen Schuldnern auf
die Fersen heftet. Gescheiterte Unternehmer versuchten so ihre Schäfchen ins
Trockene zu bringen. Dazu kämen jene, die nach dem Bankrott überhaupt ganz
untertauchten.
Gereizter reagieren Betriebe zudem auf unlauteren
Wettbewerb. Je härter das Umfeld sei, desto genauer observiere man die Rivalen
und suche nach Fehlern, sagt Armin Häfele, der seit 40 Jahren als Detektiv
arbeitet, als alter Hase gilt und die Branche in der steirischen Wirtschaftskammer vertritt. Auch
künftige Manager geraten im Zuge von Bewerbungen unter ihre Lupen. Mitarbeiter
werden von Detektiven ebenso überwacht - aber nur bei Verdacht auf Missbrauch,
versichert Maier. Von Schnüffelaufträgen und dubiosem Datensammeln distanziert
man sich.
Zu wenige Frauen
Österreich zählt 300 Detekteien und damit doppelt so viel
wie vor 15 Jahren. Sie führen oft mehrere Niederlassungen, zählen aber selten
mehr als zehn Mitarbeiter. Eine staatliche Ausbildung wie etwa in Frankreich
gibt es nicht, daher hat neben den Betrieben der Verband die Nachwuchspflege
übernommen. Markus Schwaiger leitet sie: An die 20 Anwärter schafften die
einjährige Ausbildung, sagt er.
Gesucht werden mehr Frauen, für die sich vor allem im
wachsenden Markt des verdeckten Personenschutzes Jobs auftun. Von früheren
Polizisten, die glauben, von der Verkehrsampel in sein Gewerbe wechseln zu können,
hält er nichts. Dazu brauche es mehrjährige Praxis, Befähigungsnachweise und
entsprechende Prüfungen.
Viele spielten gern Detektiv, mit jenen aus dem Fernsehen
habe der Job aber nichts gemein, sagt Helmberger. Auch das Einstiegsgehalt von
1000 Euro netto sei nicht gerade die Welt, ergänzt Schwaiger. "Das ganze
ist was für Adrenalinjunkies, im positiven Sinne - aber reich wird man davon
nicht."
Vor allem nicht als Kaufhausdetektiv. Der Handel spart, die
Preise sind im Keller, Insolvenzen unter den Ermittlern gang und gäbe. 50 bis
100 Euro kostet die Ermittlerstunde, für die Arbeit im Supermarkt gibt es netto
15 bis 20 Euro.
Eifersüchtige Ehepartner sorgen nur noch für ein Fünftel des
Geschäfts, seit es für Scheidungen keinen Schuldbeweis braucht. In der Krise
recherchieren betrogen Geglaubte zudem lieber selber.
Quelle: Verena Kainrath, DER STANDARD, Printausgabe,
3.3.2010
Die diesjährige Generalversammlung des Österreichischen
Detektiv-Verbandes (ÖDV) findet am 16. und 17. Oktober 2009 in Wien statt.
Dabei feiert der ÖDV sein 60jähriges Bestehen. Gleichzeit ist der ÖDV Gastgeber
der Tagung der Internationalen Kommission der Detektivverbände (IKD). Die IKD,
die in Wien gegründet wurde und ihr 45jähriges Jubiläum feiert, ist eine
Dachorganisation, welcher derzeit 20 nationale Berufsverbände (darunter BDD,
BID, FSPD, ÖDV), drei Einzelunternehmen und ein weltweiter Berufsverband (WAD)
angehören. Anlässlich des Treffens in Wien wird ein zweiter weltweiter
Berufsverband, nämlich Council of International Investigators (CII), der IKD
beitreten. Die IKD stärkt damit ihre Rolle als Sprachrohr und Lobby der Branche
auf überstaatlicher Ebene, insbesondere in Brüssel gegenüber der EU.
In Anbetracht der zwei Jubiläen richtet der ÖDV dieses Jahr
eine internationale Konferenz aus, zu der alle Kolleginnen und Kollegen der
IKD-Verbände eingeladen sind. Das attraktive Rahmenprogramm der Tagung
beinhaltet neben einer Stadtrundfahrt auch Fachvorträge zu den Themen
Lauschabwehr und Videotechnik. Der gesellschaftliche Teil (Get-Together am
Freitagabend, Galadinner am Samstagabend) bietet hervorragende Möglichkeiten
internationalen Erfahrungsaustauschs und Networkings. Das Programm und die
Anmeldeunterlagen können von der Homepage des ÖDV www.oedv.at (Menüpunkt
Veranstaltungen) heruntergeladen werden.
Es kann allen Leserinnen und Lesern des „Detektivs“ nur nahe
gelegt werden, nach Wien zu kommen, um an dieser internationalen
Jubiläumstagung teilzunehmen.
Es dürfte international werden
Es werden sich Kollegen aus Deutschland, Schweiz, Slowenien,
Niederlande, Türkei, Norwegen, Lettland, Großbritannien und Spanien in Wien
tummeln! Dann wird es hoffentlich internationale Erfahrungsaustausche geben und
sich einige Kontakte knüpfen lassen!
Die diesjährige Generalversammlung des Österreichischen
Detektiv-Verbandes (ÖDV) findet am 16. und 17. Oktober 2009 in Wien statt.
Dabei feiert der ÖDV sein 60jähriges Bestehen. Gleichzeit ist der ÖDV Gastgeber
der Tagung der Internationalen Kommission der Detektivverbände (IKD). Die IKD,
die in Wien gegründet wurde und ihr 45jähriges Jubiläum feiert, ist eine
Dachorganisation, welcher derzeit 20 nationale Berufsverbände (darunter BDD,
BID, FSPD, ÖDV), drei Einzelunternehmen und ein weltweiter Berufsverband (WAD)
angehören. Anlässlich des Treffens in Wien wird ein zweiter weltweiter
Berufsverband, nämlich Council of International Investigators (CII), der IKD
beitreten. Die IKD stärkt damit ihre Rolle als Sprachrohr und Lobby der Branche
auf überstaatlicher Ebene, insbesondere in Brüssel gegenüber der EU.
In Anbetracht der zwei Jubiläen richtet der ÖDV dieses Jahr
eine internationale Konferenz aus, zu der alle Kolleginnen und Kollegen der
IKD-Verbände eingeladen sind. Das attraktive Rahmenprogramm der Tagung
beinhaltet neben einer Stadtrundfahrt auch Fachvorträge zu den Themen
Lauschabwehr und Videotechnik. Der gesellschaftliche Teil (Get-Together am
Freitagabend, Galadinner am Samstagabend) bietet hervorragende Möglichkeiten
internationalen Erfahrungsaustauschs und Networkings. Das Programm und die
Anmeldeunterlagen können von der Homepage des ÖDV www.oedv.at (Menüpunkt
Veranstaltungen) heruntergeladen werden.
Es kann allen Leserinnen und Lesern des „Detektivs“ nur nahe
gelegt werden, nach Wien zu kommen, um an dieser internationalen
Jubiläumstagung teilzunehmen.
Es dürfte international werden
Es werden sich Kollegen aus Deutschland, Schweiz, Slowenien,
Niederlande, Türkei, Norwegen, Lettland, Großbritannien und Spanien in Wien
tummeln! Dann wird es hoffentlich internationale Erfahrungsaustausche geben und
sich einige Kontakte knüpfen lassen!
Anwalt kündigt "Überraschungen" an -Glaubt nicht
an Verwicklung politischer Parteien - Detektive gegen
"nachrichtendienstliche Informationsbeschaffung"
Wien - Der mittlerweile zweite Prozess im Zusammenhang mit
der Affäre um den früheren kasachischen Botschafter in Österreich, Rakhat
Aliyev, beginnt am 28. September. Angeklagt ist Ildar A., ein Österreicher
russischer Herkunft. Er wird beschuldigt, an den Entführungsversuchen des
kasachischen Geheimdienstes gegen einen Aliyev-Vertrauten im Sommer 2008
beteiligt gewesen zu sein. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm die versuchte
"Überlieferung an eine ausländische Macht" vor, wofür zwischen zehn und
20 Jahre Haft drohen. Sein Anwalt weist das zurück und kündigt für den Prozess
"Überraschungen" an.
Ildar A. soll mit Hilfe eines Polizisten und eines
Privatdetektivs den Aufenthaltsort von Aliyev und weiteren Personen in dessen
Umfeld ausgekundschaftet haben. Am 17. Juli 2008 sollte der frühere kasachische
Geheimdienstchef Alnur Mussayev in Wien entführt werden. Die Entführung
scheiterte. Auch ein zweiter Versuch am 22. September schlug fehl. Aktenkundig
ist auch ein dritter Entführungsversuch gegen den Aliyev-Vertrauten Vadim
Koshlyak am 26. August. Der Polizist wurde bereits im Jänner wegen
Amtsmissbrauchs zu acht Monaten bedingter Haft verurteilt.
Die Staatsanwaltschaft wirft Ildar A. eine Verwicklung in
die Entführungsversuche vor - also die versuchte "Überstellung an eine
ausländische Macht". Der Anwalt des Angeklagten, Michael Schnarch, weist
dies zurück und betont, "dass diese Version, die in den Zeitungen
erscheint, nicht der Wahrheit entspricht". Inhaltlich wollte Schnarch auf
die Vorwürfe nicht näher eingehen und verwies auf den für September geplanten
Prozess. "Hier wird es zu Überraschungen kommen", kündigte Schnarch
an. An die Verwicklung von politischen Parteien in die Causa glaubt er jedoch
nicht, wie er betont.
Zehn bis zwanzig Jahre Haft drohen
Die Strafdrohung gegen Ildar A. ist jedenfalls erheblich:
Für das von der Staatsanwaltschaft angeklagte Delikt "Überstellung an eine
ausländische Macht" (Par. 103 Strafgesetzbuch) drohen zwischen zehn und 20
Jahre Haft. Für den "geheimen Nachrichtendienst zum Nachteil
Österreichs" (Par. 256) drohen bis zu drei Jahre.
Auf den Plan gerufen hat die Causa mittlerweile auch den
Österreichischen Detektiv-Verband (ÖDV): Vizeverbandschef Bernhard Maier
distanzierte sich am Donnerstag von jeder Art "nachrichtendienstlicher
Informationsbeschaffung". Dies sei mit den ethischen Grundsätzen des
Berufsstandes unvereinbar. Außerdem verwies Maier darauf, dass der angeblich in
die Causa verwickelte Detektiv keine Gewerbeberechtigung habe: "Sollte der
private Ermittler dies gegen Entgelt getan haben, so liegt eindeutig eine
strafbare Übertretung der Gewerbeordnung vor." (APA)
Wer sich
auf dem Markt behaupten will, braucht brandaktuelle Informationen über seine
Konkurrenten. Zur langfristigen Sicherung des Markterfolges ist die permanente
Überwachung unerlässlich. Dabei sollte es oberste Prämisse sein, dass man sich
– in puncto Informationsbeschaffung über Mitbewerber - im rechtlichen Rahmen
bewegt. Competitive Intelligence ist eine Methode zur Erarbeitung von
Wettbewerbsvorteilen.
In der
Kolumne „Undercover“ berichtet Bernhard Maier über Ermittlungen unter Legende und
über Techniken der Legendenbildung.
von Mag. Bernhard Maier
Mitarbeiterüberwachung: Ja
Lidl: Nein
Stasi- und
Spionagemethoden muss der Diskonter Lidl sich nun wieder nachsagen
lassen.
Selbst nachdem erstmals vor etwa einem Jahr systematische
Mitarbeiterüberwachung aufgedeckt wurde, wurden weiterhin Aufzeichnungen mit
Krankheitsdaten von Mitarbeitern geführt.
Höchste
Gefährdung durch Angriffe auf die IT. Mit der IT verknüpfte Gefahren sind für
die Wirtschaft der stärkste Risikofaktor im Bereich Sicherheit. Diese Aussage
gilt nach wie vor, auch wenn deren Gefährdungsgrad erstmals seit 2000
zurückging. Auch in Zukunft wird die IT-Gefährdung - und hier insbesondere die
Internetbasierte
Kriminalität
- im Fokus der Sicherheitsexperten bleiben. Dies ist eine der zentralen
Aussagen der 9. WIK Sicherheits-Enquête, einer umfangreichen Befragung, an der
zwischen Oktober 2008 und Januar 2009 über 240 Führungskräfte aus der
Unternehmenssicherheit und der Sicherheitsdienstleistung teilgenommen haben.
Eine ausführliche Analyse der Ergebnisse der WIK-Sicherheits-Enquête
2008/2009 finden Sie in der April-Ausgabe der WIK (2/2009). www.wik.info
Fall Kampusch: Es gab Mitwisser
Gleich zwei
Kommissionen arbeiten an der Aufarbeitung des Falles Natascha Kampusch. Seit
Oktober wird mit der Einsetzung einer Sonderkommission der Exekutive der zuvor
abgeschlossene Fall neu aufgerollt. Klarer Auftrag: Die Ermittler sollen
klären, ob es einen oder mehrere Mittäter des Entführers Wolfgang P. gegeben
habe. Die Ermittlungen dauern zwar noch an, aber laut bisher gewonnenen
Erkenntnissen steht fest: Es gab in der achteinhalb Jahre andauernden
Entführung auf jeden Fall „Mitwisser“. Ob es sich auch um Mittäter
handle, müsste nach Abschluss der neuerlichen Polizeiarbeit das Gericht klären,
heißt es im Mai 2009. Die sechsköpfigeEvaluierungskommission geht der Frage nach, ob und warum Pannen bei
Ermittlungen passiert sind und wie sich solche künftig verhindern lassen.
Phantom-Panne und „CSI“-Effekt
Die DNA
einer Verpackerin führte hunderte Ermittler jahrelang in die Irre (siehe „Die
Unsichtbare“, „der detektiv“ 1/09 S 12ff). Viele Gerichte ziehen den
Rückschluss zu schnell, dass der Spurenverursacher auch der Täter ist. Die DNA
sei zunächst nichts weiter als eine Spur - wie sie an den Tatort komme, sei
eine ganz andere Frage. Auch wenn die Ermittler der Sonderkommission „Parkplatz“
betonen, im Fall der in Heidelberg ermordeten Polizistin Michele K. auch andere
Spuren verfolgt zu haben, auch sie litten wohl unter dem „CSI“-Effekt.
Von 16. bis 17.Oktober 2009 feiert der Österreichische Detektiv-Verband (ÖDV) gemeinsam mit der Internationalen Kommission der Detektiv-Verbände (IKD) im Parkhotel Schönbrunn.
Auf der Seite des Österreichischen Detektiv-Verbandes findet man einen "Ratgeber für den Kontakt zu Berufsdetektiven", der sich an potentielle Klienten richtet und eine Hilfestellung sein soll. Bei welchen Problemstellungen kann ein Berufsdetektiv helfen und wie funktioniert die ganze Auftragsabwicklung:
Ratgeber für den Kontakt zu Berufsdetektiven
Der Gedanke, der Sie hierher führt, ist grundsätzlich richtig: da Ihr Problem in der gegenwärtigen Form von Behörden nicht gelöst werden kann oder soll, lassen Sie sich von einem Berufsdetektiv beraten.
Das erste Mal
Das Verhältnis zum Berufsdetektiv ist für den Unkundigen meist mit Ängsten und Unsicherheiten behaftet. Vorurteile und Unwissenheit über den Beruf Detektiv tragen Ihren Teil dazu bei.
Vergessen Sie die Ihnen bekannten Archetypen wie schrullige Frauencharaktere, kettenrauchende & whiskytrinkende Machos, schnell schießende Frauenhelden. Der Unternehmer, (Berufsdetektiv, so die richtige Berufsbezeichnung) und dessen Mitarbeiter (Berufsdetektiv-Assistenten) sind keine Privatschnüffler mit Trenchcoat, Perücke oder falscher Brille.
Affäre Haider: So wie in Hollywood ermitteln Berufs-Detektive nur sehr selten.
WIEN. Und wieder eine Spitzelaffäre: Der Kärntner Detektiv Dietmar Guggenbichler soll von der FPÖ beauftragt worden sein, das Privatleben von Kärntens Landeshauptmanns Jörg Haider auszuspionieren. Wer sind diese privaten "Schnüffler." Wie Raymond Chandlers Philip Marlowe? Oder wenigstens wie Josef Matula in "Ein Fall für zwei?" Weder noch.
In Österreich sind immerhin rund 300 Detektive berechtigt, dieses "Gewerbe" auszuüben. Sie haben sogar eine eigene Interessensvertretung: der Österreichische Detektiv-Verband (ÖDV) mit rund 70 Mitgliedern. Aber so wie TV-Detektiv und Privat-Polizist Matula ermittle, erinnere eher an ein "Märchen", erklärt ÖDV-Präsident Werner Machacek. "Das entspricht in den meisten Bereichen überhaupt nicht dem Bild unserer Arbeit."
In den heimischen Detektivbüros ist Spezialisierung angesagt. Vor allem für Aufträge im High-Tech-Bereich oder in der Wirtschaft bedarf es Experten. "Die Hälfte unserer Aufträge kommt aus der Wirtschaft", sagt der Linzer Detektiv Andreas Preining. "Firmen beauftragen uns etwa mit der Suche nach Beweismitteln für Verhandlungen oder lassen Krankenstände von Mitarbeitern überprüfen."
Im Laufe der Jahre sei auch die Ausrüstung für die Detektivbüros immer professioneller geworden. "Eine kleine Ein-Mann-Detektei, von denen es in Österreich auch noch welche gibt, kann hier natürlich schwer mithalten", berichtet Machacek. Neben den Spezialisierungen gibt es aber auch nach wie vor die "klassischen Aufträge" wie Observationen von Ehepartnern, die Suche nach vermissten Personen oder die Arbeit als Kaufhaus-Detektiv.
Zwar seien Beschattungen von Lebens- und Ehepartnern heute "nicht mehr so ein Thema wie früher", aber doch noch klassisches Aufgabengebiet für Detektive, erklärt Machacek. Das Stöbern im Privatleben von Politikern gehöre aber nicht zu den idealen Aufträgen von Detektiven, so Martin Ulm von der Wiener Detektivagentur Ulm und Grabner. "Das würden wir niemals tun."
"Der Fall schadet unserer Branche enorm", sagt Präsident Werner Machacek.
Die Veröffentlichung von Guggenbichlers (Bild) Kunden verstoße gegen die Gewerbeordnung, so der Präsident des Detektiv-Verbandes.
Massive Kritik am "so genannten Kollegen" Dietmar Guggenbichler im Zusammenhang mit der Kärntner Detektivgeschichte übt der Österreichische Detektiv-Verband (ÖDV). "Der Fall schadet unserer Branche enorm", meinte Präsident Werner Machacek Donnerstagnachmittag im Gespräch mit der APA. Die Veröffentlichung von Guggenbichlers Kunden verstoße außerdem gegen die Gewerbeordnung.
Kritik an Detektiv Guggenbichler kommt jetzt auch vom "Detektiv-Verband". "Der Fall schadet unserer Branche enorm", meinte Präsident Werner Machacek Donnerstagnachmittag im Gespräch mit der APA. Die Veröffentlichung von Guggenbichlers Kunden verstoße außerdem gegen den "Verschwiegenheits-Paragrafen" der Gewerbeordnung. Jetzt soll die Gewerbebehörde ermitteln. Politische Aufträge gebe es, so der Präsident, "so gut wie nie". Allein deshalb, weil Privatdetektive nur bei "berechtigtem Interesse" beauftragt würden - ein Wahlkampf gehöre nicht dazu. Was die Art und Weise der Geschäftsabwicklung betrifft, ist Machacek ebenfalls skeptisch: "Wir stellen allen Mitgliedern Vordrucke zur Verfügung". Ein seriöser Detektiv arbeite außerdem nach fixen Honorarsätzen und stelle daraufhin eine detaillierte Rechnung. Die übergebene Summe von 10.000 Euro verwundert den Privatdetektiven allerdings nicht. Diese sei "für komplexe wirtschaftliche Erhebungen nicht hoch gegriffen".
Der Österreichische Detektiv-Verband (ÖDV) bietet seit Oktober 2004 in Kooperation mit der Berufsgruppe in der Wirtschaftskammer Wien einen Ausbildungslehrgang zum Berufsdetektiv-Assistenten an, ergänzt um Spezialkurse für (zukünftige) Kaufhausdetektive und Personenschützer.
Als ältester und größter österreichischer Verband vertritt der ÖDV seit über einem halben Jahrhundert die Interessen der österreichischen Berufsdetektive.
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