von Karl Painer
In diesem Buch begegnen uns nicht alltägliche Geschichten und ein sicherlich auch nicht ganz alltäglicher Protagonist: „Karl, Exjustizmitarbeiter, Exangehöriger einer Militärspezialeinheit, jetzt Nahkampfexperte und Sicherheitstrainer aus Österreich …“. Den Exjustizmitarbeiter sollte man nicht ganz wortwörtlich nehmen, Karl hat „gesessen“ und das ganz schön lange. Das ist nicht die beste Voraussetzung für den Start in ein „normales“ Berufsleben, also besinnt er sich auf das, was er kann: Kämpfen. Er benutzt dieses Können nicht, um erneut kriminelle Energien umzusetzen, vielmehr ist er bemüht, im Rahmen seiner Möglichkeiten Kriminalität bereits im Keim da zu ersticken, wo sie nicht jeder vermutet: Vor und hinter den Türen angesagter Diskotheken. Karl führt uns ein ins „Rausschmeißermilieu“ und in einen Berufszweig, der vielerorts hart an den Grenzen der Legalität ausgeübt wird und spricht über seine Bemühungen, diese Grenzen nicht zu überschreiten.
Preis: € 18,90
Format: 21,5 x 13,5 cm
Seiten: 274
ISBN: 978-3-902536-69-3
Veröffentlichung: 10/2006
zu bestellen unter:
http://www.novumverlag.at/novitaeten/6/?product_id=428&detail=1
16.11.2006 Stadtpark Golfer attackierten Türsteher mit Schlägern (Der neue Grazer/Der neue Steirer)
In dem Buch "Scheiß Türsteher" begegnet man nicht alltäglichen Geschichten und einem auch nicht alltäglichen Protagonisten: Karl Painer, Ex-Bankräuber. Der Türsteher hat gesessen und das ganz schön lange. Nun nutzt er seine Energie und sein Wissen, um Kriminalität bereits dort im Keim zu ersticken, wo sie nicht jeder vermutet: vor und hinter den Türen angesagter Discotheken. Er führt seine Leser ins Rausschmeißermillieu ein und in einen Berufszweig, der vielerorts hart an den Grenzen der Legalität ausgeübt wird. Ein humorvolles Schmankerl hat er bei der Buchpräsentation erzählt: "Ich habe einigen Gästen, die Golfschläger in der Hand hatten, den Zutritt zur Bar verwehrt. Daraufhin haben sie mich mit den Schlägern attackiert. Der Polizei gegenüber haben sie alles bestritten und behauptet, sie hatten nur vor, im Stadtpark golfen zu gehen." Painer überlässt es den Lesern, ob sie nach dem Buch immer noch über die "Scheiß Türsteher" schimpfen.
06.11.2006 Ein langer Weg zu sich selbst (Salzburger Nachrichten aus Stadt und Land)
Er steht jede Nacht an der Tür eines Salzburger Freudenhauses und sorgt für Ruhe. Der 43-jährige Karl Painer gilt in der Szene als Legende unter den Türstehern. Er ist, gelinde gesagt , ein harter Brocken. Painer verbringt seine Nachmittage in seinem Stübchen um zu schreiben. Denn das tut er am liebsten. Nahe liegendes Thema der Painer-Literatur: sein Leben. Denn wenn es Menschen gibt, deren Lebensgeschichte ganze Bände füllen kann, dann ist Painer so jemand. "Ich war schon immer ein Abenteuer-Typ, habe oft im Freien geschlafen. Mit 15 wollte ich zur Fremdenlegion. Leider bin ich mit meinen gefälschten Papieren aufgeflogen und musste wieder heim." Dann kam er zum Bundesheer, beim Jagdkommando, einer Einheit für Spezialeinsätze. Painer brachte es bis zum Zugsführer, musste 1985 aber abrüsten - weil ihm ein Banküberfall "passierte". Jetzt ist Painer anerkannter Sicherheits-und Selbstverteidigungsexperte. Er gibt Unterricht für Bodyguards, Securities und Bankangestellte. "Anti-Geisel-Training und so was alles", fasst er zusammen. Karl Painer arbeitete als Türsteher, Leibwächter und Söldner-auch an ungastlichen Orten wie dem Libanon und dem Irak. Zu jenen Zeiten, als dort Krieg herrschte, versteht sich.
18.10.2006 König der Rausschmeisser packt aus (Graz im Bild)
"Scheiß Türsteher! Die Wahrheit über die Branche" von Security-Veteran Karl Painer. Schonungslos rechnet der Ex-Elitesoldat und "König der Rausschmeißer" (so betitelte ihn ein Pressebericht) mit der Türsteher-Szene ab. Auch etliche Grazer Gastronomen werden literarisch verewigt. Painer schreibt über die Praktiken in der Nachtschicht, über ein Erlebnis mit Schlagerstar Simone und über die "Professionalität" einer Grazer Securityfirma. Mit diesen Szene-Anekdoten macht er sich sicher nicht nur Freunde...
13.10.2006 Ein Buch behauptet: Rausschmeißer sind Amateure (Österreich)
In Wien gibt es bereits 82 Security Unternehmen. Ein ehemaliger Rausschmeißer rechnet in einem Buch mit seiner Branche ab. Die Nachfrage nach privaten Wachleuten steigt, denn bei der Polizei herrscht Personalmangel. Der ehemalige Security Karl Painer rechnet in seinem neuen Buch "Scheiß Türsteher" mit der Branche ab: "Es gibt keine richtige Ausbildung für Sicherheitsleute. Ob Frisör oder Mechaniker, jeder kann etwas bewachen." In Deutschland muss man 40 Stunden Rechtskunde und Konfliktlösung pauken. Painer wünscht sich auch in Österreich eine einheitliche Ausbildung. "Ein Security muss die Gesetze können, Erste-Hilfe-Maßnahmen leisten und Konflikte lösen können. Es kann nicht sein, dass man den Opa eine Party bewachen lässt, weil grad niemand anderer da ist", so Painer. Schuld für diesen Missstand sei auch das schlechte Image der Türsteher. Denn die klassischen Rowdy-Rausschmeißer gibt es auch in Wien. "Manche stehen wie Gott an der Himmelspforte und richten über die Gäste. Das führt zu Konflikten." Viele Securitys seien zudem vorbestraft, sie hätten keine Chance auf ein echtes Dienstverhältnis in einer privaten Sicherheitsfirma. So lange es Securitys gibt, die in der Ecke lehnen oder Prügeleien beginnen statt zu schlichten, wird sich am Bad-Boy-Image in der Branche nichts ändern.