Wien – erfolgreiches Jahr 2006: gesunkene Kriminalität und gestiegene Aufklärung
Die Kriminalität in Wien ging im Gesamtüberblick im Jahr 2006 im Vergleich zum Jahr 2005 zurück.Die Gesamtanzahl der angezeigten Fälle ist im Vergleich zu 2005 von 223.501 auf 218.615 gesunken. Das bedeutet einen Rückgang der Kriminalität von - 2,2%! Zugleich wurden die Anzahl der geklärten Fälle um +2,1 % und die Aufklärungsquote um +1,2% 2006 im Vergleich zu 2005 gesteigert.
Der Kriminalitätsrückgang mit gleichzeitiger Steigerung der Aufklärung zeigte die Wirksamkeit der von der Wiener Polizei angewandten Kriminalitätsbekämpfungsstrategie und der gesetzten Maßnahmen 2006. Der Weg soll verstärkt fortgesetzt werden.
Einzelne erwähnenswerte Deliktsgruppen:
Raubkriminalität:
Die Raubdelikte im Bereich gewisser Geschäftslokale wurden gesenkt:
Trafiken: - 48,0%
Wettbüros: - 28,0%
sonst. Geschäftslokale: - 19,2%
Supermärkte/Drogeriemärkte: Erhöhung der Anzahl der geklärten Fälle – nicht zuletzt aufgrund der Festnahme mehrer Serientäter - um +54,5%.
Bei Bank- und Postraub ist die Anzahl der angezeigten Fälle von 65 auf 68, nicht zuletzt durch das Auftreten mehrerer Serientäter, gestiegen. Immerhin konnten davon 36 Fälle geklärt werden, zusätzlich konnten auch 8 Banküberfälle aus dem Jahr 2005 geklärt werden.
Im Bereich „öffentlicher Raub“ waren die Anfallszahlen schon mit Anfang des Jahres sehr hoch. Nach zahlreichen Maßnahmen zur Bekämpfung dieses Phänomens, insbesondere im Bereich „Handyraub“ (Steigerung der angezeigten Delikte von +17,8 % im Vergleich zu 2005!) gelang es laufend, zahlreiche Tätergruppen durch die Ermittlungsarbeit der „Jugendbandengruppe“ und der Kriminalkommissariate zu zerschlagen, denen ein Vielzahl von Fakten zur Last gelegt wurde.
Bei Raub gem. § 142 StGB konnte die Anzahl der geklärten Fälle um +9,5%, bei schwerem Raub gem. § 143 StGB sogar um +17,7 % gesteigert werden.
Diebstahlskriminalität:
Strafbare Handlungen gegen fremdes Vermögen verringerten sich um -1,6 %; weiters konnte die Anzahl der geklärten Fälle um +3,5 % angehoben werden.
Im Kernbereich der Einbruchsdiebstähle (Straftaten gemäß § 129 StGB) ist ein Rückgang der Fälle von -11,0 % zu verzeichnen. Die Einbruchsdiebstähle in Wohnungen konnten um – 14,1 % verringert werden.
Die gegen Einbrecherbanden, insbesondere aus Osteuropa, gesetzten, konzentrierten und gezielten kriminalpolizeiliche Maßnahmen der im Jänner 2006 neu gegründeten Sondereinsatzgruppe sowie der zentral gesteuerte Einsatz der Kräfte der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität dämmten Straftaten im Bereich des Wohnungseinbruches ein.
KFZ- Kriminalität:
Diebstahl von PKW und Kombi: (- 36,0%)
Diebstahl von Krafträdern: (-2,2%)
Einbruchsdiebstahl in PKW und Kombi: (- 21,2%)
Im Jahre 2006 wurden durch die Wr. Polizei verstärkt Schwerpunkt- und Präventionsmaßnahmen (z.B. Aufmerksammachen der Fahrzeuglenker auf eigene Möglichkeiten zur wirksamen Vorbeugung - es werden mehr als 2/3 der Fahrzeuge deshalb aufgebrochen, weil deutlich sichtbar im Fahrzeug wertvolle Gegenstände wie z.B. Handtaschen, Aktenkoffer, Laptops etc. aufbewahrt werden) im Bereich der KFZ- Kriminalität gesetzt und dadurch die Senkung der Straftatenanzahl erreicht.
Die Durchführung von zahlreichen Schwerpunktaktionen und Kontrollmaßnahmen sowie die zentralen konzentrierten Ermittlungen gegen ausländische organisierte Banden führten zu einer Umkehr des Trends der letzen Jahre im Bereich des KFZ- Diebstahles: Bei Diebstählen von Krafträdern bestand nach dem Sommer 2006 noch ein ansteigender Trend. Dies konnte nicht nur gebremst sondern umgekehrt werden: Gesamt sank die Anzahl der Diebstähle gegenüber 2005 um - 2,2%.
Für Detailauskünfte stehen Hofrat Dr. Johannes Scherz unter der Rufnummer 31310/36005 (Kriminalpolizeiliche Abteilung) und Generalmajor Karl Mahrer unter der Telefonnummer 31310/76100 (Landespolizeikommando Wien) zur Verfügung.
BPD/15.01
Download: http://www.bmi.gv.at/downloadarea/krimstat/2006/Kriminalstatistik_halbjahr06.pdf