In Österreich gibt es derzeit über 600 Firmen, die das Sicherheitsgewerbe ausüben. Allein in den letzten drei Jahren hat sich das Angebot um mehr als ein Drittel erhöht.
Die Zeiten, in denen Detektive nur untreuen Ehemännern nachschnüffelten, sind passé. Die Agenden haben gewechselt: Bewachungsfirmen übernehmen Schritt für Schritt staatliche Sicherheitsaufgaben, Detektive werden in Wiederaufnahmeverfahren tätig und vertreten die Interessen der Beteiligten. Detektive leisten hochqualitative Arbeit im Bereich der Wirtschaftskriminalität: Markenpiraterie, Wirtschaftsspionage, Aufspüren von Anlagebetrügern, unlauterer Wettbewerb, Verletzung von Urheberrechten usw.
Outsourcing
Immer mehr Aufgaben der Gefahrenabwehr werden ausgelagert und auf das private Sicherheitsgewerbe übertragen, zB Sicherheitskontrollen (Gerichtssicherheit, Park-raumaufsicht, Mautaufsicht, Zugbegleitung ...). Gemeinden engagieren auf eigene Kosten private Wach- und Sicherheitsdienste. Große Events, wie zB das Klagenfurt-Beach-Volleyball-Turnier, wären ohne ein ausgeklügeltes Sicherheitssystem undenkbar. International stieg seit dem 11. September 2001 die Nachfrage nach privaten Sicherheitsdiensten.
Nachtwächter sind out
Wer meint, dass Sicherheitsdienste Nachtwächter sind, die nächtens durch leere Fabrikhallen ziehen, irrt. Der heimische Sicherheitsmarkt inkl. Bewachung ist rund EUR 213 Mio. schwer und beschäftigt knapp 8000 Mitarbeiter. Das gesteigerte Sicherheitsbedürfnis hat einen rasanten Aufschwung in der Security-Branche verursacht. 75 Prozent vom österreichischen Markt werden von fünf Firmen abgedeckt. Das sind die Group4Security Services AG, Securitas GmbH, Siwacht Bewachungsdienste GmbH, die VIAS (Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H.) und die Österreichische Wachdienst GmbH.
Group4 setzte 2005 mit 2230 Mitarbeitern Euro 55 Mio. um, die ÖWD-Gruppe beschäftigt 1550 Mitarbeiter bei einem Umsatz von Euro 39 Mio., Securitas Österreich kommt mit 1350 Mitarbeitern auf EUR 46 Mio. Jahresumsatz und die VIAS bei 450 Mitarbeitern auf 16 Mio. Das Schlusslicht der Top 5 bildet die zur CKV-Gruppe gehörende Siwacht mit rund 550 Mitarbeitern bei 15 Mio. Umsatz (Quelle: Marktdaten 2005, SecureLine). Die Unternehmen wandelten sich im Lauf der Zeit von „Wachfirmen“ zu Sicherheitsdienstleistern mit Rundum-Service von Beratung über Notrufzentrale bis zu Kaufhausdetektiv oder Betriebsfeuerwehr, sogar Reinigungsdienste werden angeboten.
Verbände
Dem Verband der Sicherheitsunternehmen Österreichs (VSÖ), der 1975 gegründet wurde, gehören 43 der wichtigsten Sicherheitsunternehmen an. Der Präsident des VSÖ, Dr. Stephan Landrock, spricht sich seit langem für laufende und umfassende Überprüfungen der einzelnen Unternehmen aus. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass Gewerbeprüfungen bei Firmenzulassungen nur bedingt ausreichend sind. Der VSÖ fordert daher verstärkte Überprüfungen und regt an, über eine Verstärkung der Sicherheitskompetenzen des Bundesministeriums für Inneres für private Sicherheitsdienstleister (Alarmanlagenerrichter, Bewacher und Personenschützer) nachzudenken. Der VSÖ setzt sich in der Interessensvertretung in der Europäischen Union ein.
Der 1949 gegründete Österreichische Detektiv-Verband (ÖDV) bietet seit 2004 eine auf die derzeitige Prüfungsordnung für Berufsdetektive abgestimmte Ausbildung an.
CoESS (Confederation of European Security Services)
Die Confederation of European Security Services (CoESS) wurde 1989 gegründet und ist die europäische Dachorganisation für private Sicherheitsunternehmen. Die Organisation legt besonderen Wert auf den Sozialdialog und hat sich für die Zukunft das Ziel gesetzt, die Aktivitäten sowohl horizontal als auch vertikal auszuweiten. CoESS möchte sich innerhalb der nächsten Jahre zur einzigen europäischen Vertretung aller Zweige innerhalb der Sicherheitsbranche entwickeln. CoESS fordert deshalb aufgrund der sehr spezifischen Natur des Sektors und der immer höher werdenden Bedeutung der Sicherheit, vom Herkunftslandprinzip für den ganzen privaten Sicherheitsbereich abzuweichen. Lizenzierung, Autorisierung, Regulierung und Standards auf nationalem Level sind von höchster Wichtigkeit, um diesen Hochrisiko-Sektor zu regulieren, und benötigen daher einen vollkommen anderen Zugang als andere Dienstleistungen.
Starke Nachfrage nach IT-Sicherheitsexperten
In Wien ist ein Fachhochschul-Lehrgang für Sicherheitsmanagement geplant, seit 2004 gibt es an der Kremser Donau-Universität den Universitätslehrgang für Security und Safety Management. An der Fachhochschule St. Pölten wird der Studiengang IT Security angeboten. Bewerber müssen sich einem mehrstufigen Auswahlverfahren unterziehen. Der FH-Studiengang IT Security ist durch die Kombination von Technik- und Managementwissen eine österreichweit einzigartige Ausbildung. Die fünf Schwerpunkte des Studiengangs sind IT-Betrieb, Netzwerktechnik, Sicherheitstechnologien, Sicherheitsmanagement und Transferable Skills und sollen den Absolventinnen und Absolventen als Sicherheitsexperten eine ganzheitliche, lückenlose Sicht der Sicherheit ermöglichen.
Doyen der Branche
Der Wiener Unternehmer Udo Proksch ließ 1977 den gecharterten Frachter „Lucona“ sprengen, um die Versicherungssumme zu kassieren. Penk-Lipovsky klärte bereits 1977 den „Lucona-Skandal“ auf, bekam jedoch seitens seines Auftraggebers, der Bundesländer-Versicherung, eine „Maulsperre“. Sechs Jahre später sollte der damalige Schweizer Detektiv Dietmar Guggenbichler als Aufdecker in die Geschichte eingehen. Walter Penk-Lipovsky ist seit 37 Jahren Detektiv, und er gründete 1972 den „Ersten österreichischen Leibwächter-Dienst“. Zu seinen liebsten Schutzpersonen zählten in damaligen Zeiten Franz Josef Strauss und Leonard Bernstein. Penk-Lipovsky hat alle Höhen und Tiefen, die zB das Datenschutzgesetz, gesetzliche Novellierungen und leichtere Zugänge in den Beruf, die Einführung des Zentralen Melderegisters („Datenschutz ist Täter- und Tatenschutz“ cit. Walter Penk-Lipovsky) mit sich brachten, erlebt. 1974 gab es in Wien 7 Detektivbüros, 2006 gibt es über 80 Detekteien, österreichweit mehr als 300. Penk-Lipovsky ist ein Detektiv vom alten Schlag, nicht umsonst finden sich in der heimischen Zunft gut 30 Detektive, die aus seinem „Stall“ stammen. 27 Jahre führte Penk-Lipovsky die „Private Detektiv-Akademie“.
„Der Markt hat sich geändert. Wach- und Schließgesellschaften haben einen großen Teil der Betätigungsfelder der Berufsdetektive übernommen. Die Zukunft der Detektive kann nur in Spezialisierung und Qualität liegen. Es wird in den nächsten Jahren in der Branche ein Selbstreinigungsprozess stattfinden. Diejenigen, die arbeiten, es gewohnt sind, bescheiden zu leben, werden überleben. Ein Detektiv hat entweder nichts vom Leben oder nichts zum Leben. Nur Diskretion und Sturheit führen zum Erfolg“, meinte Walter Penk-Lipovsky.
Saliera und der Panzerknacker
Problematisch zeigten sich Defizite beim „Saliera-Diebstahl“. Zum einen war der mittlerweile verurteilte „Saliera-Dieb“ ein Spezialist für Alarmanlagen, zum anderen wurden die Sicherheitsmitarbeiter im Kunsthistorischen Museum mit ca. Euro 6,55/Stunde entlohnt. Mag. Robert Goliasch, seit 2003 Vorsitzender des Wiener Ausschusses der Berufsdetektive, machte nach Auffinden der „Saliera“ im Jänner 2006 mit einem Journalisten von der APA einen Rundgang in den Wiener Museen und war „erschüttert“. Hatten sich die Sicherheitsvorkehrungen so drastisch, wie immer wieder in den Medien verlautbart wurde, verbessert? Obwohl er sich mit dem Journalisten mehr als auffällig für die ausgestellte Kunst interessierte, wurde er weder angesprochen, noch hat er das Interesse eines Sicherheitsverantwortlichen geweckt. Nachdem am nächsten Tag der APA-Artikel erschienen war, blieb der Medienansturm nicht aus, und Goliasch wurde zum Intimfeind des Kunsthistorischen Museums.
Mag. Robert Goliasch ist geprüfter Sicherheitstechniker. Seine Tätigkeit liegt in der Risikoerhebung, Bewertung, Schwachstellen- und Sicherheitsanalyse, seine Klienten sind Versicherungen und Unternehmen. Sein Ziel als Wirtschaftskammerfunktionär liegt in der Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Berufsstand und in der Information der Öffentlichkeit über die Tätigkeiten der Berufsdetektive.
„Sicherheit bezieht sich nicht nur auf den Schutz vor Einbrüchen, es gibt noch etliche andere Risken, die ein ordentliches Schutzkonzept erfordern“, so Mag. Robert Goliasch.
Das Synagoge-Attentat
Rudolf Vesztergombi vereitelte im Jahr 1981 ein Attentat auf seine Schutzperson, den damaligen Großhändler Leopold Böhm, indem er auf einen der Attentäter schoss. Zwei Männer warfen eine Handgranate auf die Synagoge und schossen aus Maschinenpistolen auf Besucher. Zwei Menschen starben, 20 weitere wurden verletzt. Die beiden Attentäter, Marwan H. und Hussham R., wurden festgenommen. Hussham R. gestand den Behörden auch den Mord an Heinz Nittel. Auch Whitney Houston oder Ronald Lauder (der Sohn der Kosmetik Lady Estée Lauder) gehören zu Vesztergombis Schutzpersonen.
Volles Risiko
Durch die jahrelangen und selbstfinanzierten Recherchen in Fall „Natascha Kampusch“, gelangte Walter Pöchhacker immer wieder in die Schlagzeilen. Er ließ den Fall nicht ruhen und veröffentlichte 2005 ein Buch über seine Ermittlungen. Neun Fälle von Kindesentführung konnte er klären, die Rückführungen erfolgten teilweise unter sehr riskanten Umständen. Pöchhacker war immer selbst an vorderster Front und wurde dabei insgesamt zu 16 Jahren Haft (10 Jahre in Ägypten, 6 Jahre in Tunesien) in Abwesenheit verurteilt. 1987 wurde Pöchhacker im Fall Lettmüller bekannt. Die damals geschädigte Firma „Europapier“ beauftragte Pöchhacker, den per Haftbefehl Gesuchten zu finden. Die Detektive konnten Lettmüller auch aufspüren, scheiterten jedoch fast an der Bürokratie: Es dauerte eine ganze Nacht, bis der zuständige Gendarmerieposten den Haftbefehl erhielt und Lettmüller festgenommen wurde.
Bodyguards
Personenschutz ist die Gewährleistung der persönlichen Sicherheit einer schutzwürdigen Person (Schutzperson) gegen Angriffe anderer. Der Personenschutz im heutigen Sinn existiert jedoch erst seit Ende der sechziger Jahre, als nicht mehr nur Könige und Präsidenten Opfer von Gewalttätern wurden, sondern vermehrt auch Staatsanwälte, Botschafter, Wirtschaftsführer und Lobbyisten. Andreas Nehyba ist der Mann im Schatten, und sein Alltag hat wenig mit dem von Kevin Costner dargestellten „Bodyguard“ im gleichnamigen Film zu tun. Einen guten Personenschützer macht aus, dass er nicht als solcher erkannt wird. Ein Worst Case Szenario realisiert sich im Schutz von Personen, die aus nichtdemokratischen Ländern kommen.
Bodyguards haben den Status von Untergebenen, dh die Schutzpersonen sprechen nicht mit den Leibwächtern. Vorfeld- und Nachfeldsicherung sind mangels Informationen aus dem Umfeld der Schutzperson oft ein Ding der Unmöglichkeit. Echte Prinzessinnen, oder jene, die sich selbst als solche sehen, behandeln ihre Leibwächter oft wie Sklaven, Beschimpfungen, tätliche Angriffe können auf der Tagesordnung stehen.
Andreas Nehyba dazu: „Selbsternannte Rambos, vorwiegend aus dem Fitnessbereich, Sportschützen, Türsteher, auch ehemalige Polizisten fühlen sich zum Bodyguard berufen, aber es mangelt oft an einer professionellen Ausbildung.“
Jäger des verlorenen Geldes
Der Vizepräsident des BID (Bund Internationaler Detektive) Karl Partsch ist seit 25 Jahren in St. Pölten und Wien präsent. In die Medien gelangte er durch die Ermittlungen in der Causa „Othmar Payrleitner“ und „Jack Unterweger“. Payrleitner verursachte durch dubiose Geschäften mit Nobelkarossen einen Schaden von ca. 5 Mio. EUR. Partsch, beauftragt von einer der geschädigten Leasingfirmen, konnte den „Autopapst“, nachdem er zwei Jahre lang untergetaucht war, 1993 in Florida aufspüren. Partsch gilt als hartnäckiger Schnüffler bei Anlagebetrug und als Spezialist vor allem in den USA.
Partsch: „Gute Kontakte sind das Um und Auf in unserer Branche. Egal, ob gleich ums Eck oder drüben in Amerika.“
High-Tech-Detektive und Wanzenjäger
Dipl.-Ing. Markus Schwaiger ist der Techniker unter den Schnüfflern, sein Handwerkszeug ist die Tastatur und die hohe Kunst der Mathematik und Physik. Er hat sich in den Bereichen sichere Kommunikation und Security Consulting spezialisiert. Er tritt auf den Plan, wenn ein Unternehmen fürchtet, Opfer eines Lauschangriffs geworden zu sein. Es gibt nichts, was es nicht gibt: Minisender, ob Audio oder Video, finden sich in den alltäglichsten Gegenständen. hinter der Tapete, in einem Pappkarton, in einer Wasserflasche, in Stempel, Tastaturen usw. Es wird alles manipuliert, missbraucht und zweckentfremdet. VoIP macht es Angreifern leicht, wie in Zeiten des anlogen Telefons, Gespräche abzuhören. Video-konferenzen sind zumeist „vorstandstauglich“, sollen also mit dem geringsten Aufwand, am besten mit einem Knopfdruck, bedienbar sein. Wie ein aktueller Fall von Schwaiger zeigte, konnte eine gesamte Vorstandssitzung von Unbefugten mitgelauscht werden, einfach weil das Gerät falsch konfiguriert wurde. Die Mitbewerber freuten sich über das dilettantische Vorgehen. Laut Schwaiger ist das kein Einzelfall. Security-Audit ist der Fachausdruck, wenn Schwaiger EDV-Systeme prüft, Zugriffe erkennt, protokolliert und Angriffe abwehrt. In diesen Fällen wird er von Unternehmen beauftragt, das eigene System auf Schwachstellen zu überprüfen und Sicherheitslöcher zu finden. Schwaiger ist dann als bezahlter „Hacker“ aktiv und liefert den Unternehmen in der Regel horrende Berichte über die festgestellten Fehlerquellen.
„Es wird geschnüffelt wie nie zuvor. Datenklau gehört zum Berufsalltag“, sagte DI Markus Schwaiger.
CSI made in Austria – Detektive auf ?Spurensuche
Dipl.-Ing. (FH) Michael Renger, diplomierter Chemiker und Berufsdetektiv, betreibt in Wien ein Laboratorium für Kriminaltechnik und forensische Chemie. Nicht nur die typische Spurensuche nach Körperflüssigkeiten auf der Unterwäsche des fremdgehenden Ehepartners gehört zu seinem Betätigungsfeld, auch vermeintliche Gift-Attacken klärt er mittels GC-MS-(Gaschromatographie/Massenspektrometrie-)Analyse auf.
Georg Hirtl hat sich auf Daktyloskopie (Fingerabdrücke) und Spurenkunde spezialisiert. Je nachdem, ob der vermeintliche Täter einen Gegenstand nur berührt oder fest drückt, variieren Länge, Breite und Details der hinterlassenen Papillarlinien. Die Sorgfalt und Erfahrung des Ermittlers wirkt sich unmittelbar auf die Qualität der mit Pulver, Pinsel und Chemikalien sichtbar gemachten Spuren aus – davon hängt schließlich deren Verwertbarkeit ab.
Nichts zu sehen? „Eine gute Lupe wirkt oft Wunder“, so Hirtl. Fast alles macht er sichtbar, nachdem er die Oberfläche des Spurenträgers und den Zustand der Spur bestimmt hat. Zu seinem Equipment zählen neben UV- und Infrarotlampen als forensische Lichtquellen eine Anzahl von Farb- und Sperrfiltern, um eine fotografische Sicherung zu garantieren. Die lückenlose Dokumentation durch Bilddaten ist unerlässlich. Das Um und Auf ist eine exakte Sicherung für folgende Vergleichszwecke: bei biologischen Spuren um überhaupt eine weitere Analyse gewährleisten zu können. Größte Gefahr: die Kontaminierung solcher Spuren mit Zellmaterial der spurensichernden Person durch unsachgemäßen Umgang: „Essen, Trinken oder Rauchen am Tatort ist vorsätzliche Vernichtung von Beweisen – und – Spurensuche ist keine Schnitzeljagd“, so Hirtl.
In einem Erpressungsfall konnte Hirtl anhand der übermittelten Briefe (gesicherte Spuren: DNA an der Briefmarke, Fingerabdruck an der Innenseite eines Kuverts) und einer akribischen Suche nach Vergleichsspuren der üblichen Verdächten schlussendlich den Verfasser ausfindig machen.
Consulting
Michael Zoratti, Geschäftsführer der SecureLINE Sicherheitsconsulting, sieht seine Aufgabe darin, Bewusstsein für Sicherheit zu schaffen. Zoratti ist seit rund 30 Jahren in der Sicherheitsbranche tätig. Als stellvertretender Vorstand des Kuratorium Sicheres Österreich, Vorstandsmitglied im Sicherheitsrat für Verbrechensvorbeugung und Mitglied der Prüfungskommission für die Befähigungsprüfung für das Sicherheitsgewerbe kennt er den österreichischen und internationalen Sicherheitsmarkt. Der 49-Jährige veröffentlichte gemeinsam mit dem damaligen Vorstand des Wiener Sicherheitsbüros Hofrat Mag. Max Edelbacher das Fachbuch „Schutz vor Kriminalität“, 1997 verfasste er den österreichischen Teil des Buches „Recht und Organisation privater Sicherheitsdienste in Europa“. Seit 1998 ist Zoratti Vortragender an der Sicherheitsakademie des Bundesministerium für Inneres, seit 2000 an der Donau-Universität Krems.
Gesetz
Die Gewerbeordnung regelt in den §§ 129 und 130 GewO 1994 die Tätigkeit des Sicherheitsgewerbes (Berufsdetektive und Bewachungsgewerbe). Das Sicherheitsgewerbe ist ein reglementiertes Gewerbe (§ 94 Z 62 ?GewO). Personen, die dieses Gewerbe auszuüben beabsichtigen, haben einen Befähigungsnachweis nach § 18 oder § 19 GewO 1994 zu erbringen bzw vorzulegen oder eine Befähigungsprüfung abzulegen (§ 22 GewO).
Darüber hinaus muss die Zuverlässigkeit nachgewiesen werden!
Links
SIM, online 20.11.2006
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