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Montag, 16. Oktober 2006Der Detektiv zwischen Realität und FernsehmärchenTrackbacks
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Na gut, es ist wieder ein Jahr vergangen. Die Reste eines Vereines treffen zusammen, schwelgen in Erinnerungen und stoßen auf die wenigen Gemeinsamkeiten, die noch verbinden, an. Kleine Bundesländerfähnchen werden aufgestellt und über allem schwebt neben dem Duft schalen Weihrauchs die stetige Hoffnung, dass die Anzahl der Teilnehmer jene der Fähnchen heuer doch noch übersteigen wird.
Nein, wir befinden uns nicht auf einer geographischen Erhöhung, die dem heiligen Ulrich geweiht ist. Wir befinden uns auf dem wirklich harmlosen Jahresumtrunk eines Berufsvereines. Dabei erscheint es erwähnenswert, dass hier nicht alle Berufsausübenden dieser Sparte anwesend sind, denn nur ein einstelliger Prozentsatz der Österreichischen Gewerbeinhaber dieses Berufes bekleidet auch ordentliche Mitgliedschaft und von den erwähnten Mitgliedern ist auch nur ein Bruchteil anwesend. Noch (rechnerische) Fragen?
Ach ja: „Warum diese Presseaussendung zum Thema „ein Personenschützer ist kein Prügelsklave“ (denn nichts Anderes sollte es ja gewesen sein)?“. Die Antwort liegt klar auf der Hand: Was beim Journalisten die „Saure-Gurken-Zeit“ (Gurken sind im Sommer erntereif) ist, ist beim Österreichischen Detektivverband ganz offensichtlich die „Saure-Kürbis-Zeit“. Diese artverwandte Frucht ist nämlich im Herbst bereit zur Pflückung. Zu einer Zeit also, zu der sich der Verein zusammenfindet und etwas von sich geben sollte. Doch jedes Jahr herrscht Rätselraten, was man nun der begierigen und in Massen zum Vorstand strömenden Österreichischen Bevölkerung hinwirft.
Heuer war es eben der Umstand, dass ein Aufseher, der als Handlanger eines Schönwetterpolitikers fungiert, einen anderen Funktionär des gemeinsam frequentierten Lokales verwiesen haben soll. Wir dürfen uns an dieser Stelle allerdings glücklich schätzen, dass sich der Inculpat nicht „Saalschutz“ genannt hatte, denn in diesem Falle wäre eine Stellungnahme des ÖDV noch viel peinlicher gewesen als jene, die nun in Form der erwähnten Presseaussendung erfolgte.
Doch nun zur Presseaussendung: Ich gratuliere Herrn Kollegen Ing. Peter Pokorny mit Vorbehalt zu dieser Presseaussendung des ÖDV! Ja, wirklich! Aus seiner Feder nämlich stammt der Großteil des Textes, der unter Zugabe mehrfacher Wiederholungen, weniger Streichungen und einiger „TV-Serienvergleiche“ in die Aussendung floß. Mein Gratulations-Vorbehalt bezieht sich aber auf den Umstand, dass die wirklich reine Textwiedergabe des originären Fachautors ungleich besser gewesen wäre als die billige Presseaussendungskopie des ÖDV. Nachzulesen ist das Original im „Berufsdetektiv2000“! Wenn der Pressesprecher zu dem genannten (ach so wichtigen!) Thema unbedingt etwas schreiben will, warum dann nicht in eigenen Worten? Desinteresse, Unvermögen, Langeweile? Na vielleicht gilt doch der Spruch: „ecce homo!“ und ich erlaube mir, den Spruch in „siehe, ein Österreichsicher Mensch!“ zu modifizieren.
Immerhin hätte man Kollegen Ing. Peter Pokorny fragen können, ob man seine Kreationen duplizieren und auf eigene Fähnchen heften darf!
Vielleicht aber schwelgten die Verantwortlichen doch in Nostalgie! Die Generalversammlung des Vereines findet ja stets wenige Tage vor Allerseelen statt und da sollte man doch ein Kerzerl für jene Seelen anzünden, deren Berufskörper man vereinsmäßig vertilgt hat. Heuer war es eben ein Verbalkerzerl für Ing. Peter Pokorny, dessen Text man billigst kopiert hat. Man hat den Text eines Kollegen kopiert, dem ein Vorstandmitglied hinter verschlossenen Türen kreischend strafrechtlich relevantes Verhalten unterstellt haben soll. O tempora – o mores, lieber ÖDV! Ich darf aus dem „Herrn Karl“ zitieren: „Der Poidl (in diesem Fall: der Pokerl) möchte schön schaun, wann er obaschaun möcht!“. Ja, ein Zitat aus dem „Herrn Karl“ erscheint mir wahrlich angebracht! Denn alle paar Jahre gibt’s die „imaginären fünf Schilling“ für´s Demonstrieren.
Die Frage, was mit dem vereinsmäßigen Pressesprachrohr eigentlich los ist, kann ich nur mit Vermutungen beantworten. „Na dann moch i des hoit a“, war ja im Herbst 2005 die kurze Antrittsrede des Vereinsobmanns. Wem das noch nicht genügen sollte, dem darf ich eine weitere Vermutung zuführen: Der Pressesprecher des Vereins befindet sich, was das Amt betrifft, ganz offensichtlich in einem tixotropen Zustand. Zur Erklärung: eine tixotrope Substanz (Ketchup ist eine solche) ist weder fest noch flüssig. Sie ist in unbewegtem Zustand fest und wird erst dann flüssig (also beweglich), wenn ihr Energie zugeführt wird. Wenn man sie zum Beispiel schüttelt. Versiegt die Energiezufuhr, wird sie wieder fest. Es muß also immer was passieren, dass sich die Substanz bewegt. In unserem Falle ist es eben eine Generalversammlung oder irgendein Tagesthema. Sonst frei nach Remarque: „im Osten nichts Neues!“ oder „sonst ist eh alles in Ordnung und wir haben keine Probleme!“.
Warum Westis Wuffi für Bewegung gesorgt hat, ist mir freilich unerklärlich. Warum er für eine „derartige“ Bewegung gesorgt hat, noch viel weniger! Ein positiver Rat wäre, das ORF-Interview des Wiener Berufgruppenobmanns zu diesem Thema über sich ergehen zu lassen und in sich zu gehen. Ein dringender Rat wäre, vor der Generalversammlung 2007 keine Fernsehübertragung der Uraniapuppenbühne zu konsumieren, denn wer weiß, was dem Vorstand in Anbetracht der neuesten „Kasperl-Und-Das-Krokodil-Episode“ im kommenden Herbst zur alljährlichen, wenngleich offensichtlich unnötigen, Pressekonferenz einfällt!
Schurl Krasser
P.S.: Ich ersuche um Nachsicht ob der verspäteten Aussendung. Dies lag daran, dass mein Anwalt krankheitsbedingt erst jetzt zur (juristischen) Korrektur in der Lage war.
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Verwaltung des BlogsKommentareDo, 09.02.2012 19:29
1.500,-- Euro für 40 Stun
den = 37,50 Euro = Schleu
derpreis, um die paar Eur
o kann man weder vernünft
ige Ermittlung [...]
Do, 02.02.2012 09:35
das ist sehr interessant)
vielen dank)
Fr, 27.01.2012 09:30
Detektiv hat Jobverbot: W
eiß jemand, ob der Detekt
iv mit Vornamen tatsächli
ch Harald heißt? Hat er s
ein Büro in München?
Fr, 20.01.2012 11:02
Der Markt ist seit ca. 2
Jahren am wachsen und die
Drohnen werden immer pro
fessioneller. Vor allem f
inden sich auc [...]
Di, 10.01.2012 20:32
danke, wirklich sehr schö
ner und ausführlicher Art
ikel
Mo, 09.01.2012 20:31
Spielfilme sind ja okay a
ber das ist nicht gerade
ne gute Webung...Vor alle
m diese Laien-Schauspiele
r..
Fr, 06.01.2012 11:11
Ich distanziere mich mit
aller Deutlichkeit von di
esen "Privatdetektiven",
oder was immer auch deren
tatsächlicher [...]
Do, 05.01.2012 17:15
Der Katastrophe zweiter T
eil..unfassbar..
Sa, 31.12.2011 18:06
Hört sich ja nach einer e
cht intessanten Messe an.
Besonders wenn man James
Bond mag.
Mi, 30.11.2011 20:15
Zitat: "Derzeit wird der
Auftrag vergeben, gesucht
wird der günstigste Anbi
eter in Wien."
Ja ich
suche auch imm [...]
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