Trotz aufgestockter IT-Budgets pfeifen Unternehmen auf
Loyalität
Düsseldorf/München (pte/29.05.2010/06:00) - Trotz Defiziten
in der IT-Security machen Unternehmen der Technologie-, Media- und
Telekommunikationsbranche (TMT) in puncto innerer Sicherheit Fortschritte. Wie
Deloitte http://deloitte.com
in der aktuellen Erhebung "2010 TMT Global Security Study - Bounce
Back" herausgefunden hat, gehen "deutlich mehr" der 150
Befragten davon aus, dass die Firmen spezifische Risiken im Griff haben und
IT-Budgets steigen.
Mehr Geld für die IT
"Unternehmen stecken viel Geld in die Optimierung technischer
Sicherheitssysteme. Häufig lassen sie dabei jedoch die menschliche Komponente
zu sehr außer Acht. Kaum verwunderlich also, dass die eigenen Mitarbeiter
unabsichtlich oder mit Vorsatz größtes Sicherheitsrisiko sind", sagt
Christian Schaaf, Geschäftsführer der Münchner Corporate Trust Business Risk
& Crisis Management GmbH http://corporate-trust.de,
gegenüber pressetext.
Obwohl kritische Bereiche wie Cloud Computing und M&A-Aktivitäten
problematisch sind, gibt sich die TMT-Branche zuversichtlich als eine der
ersten gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Auch wenn die Sicherheitsbudgets
allmählich ansteigen, halten es Insider für fraglich, ob sie den realen
Bedrohungsszenarien gewappnet sind. Die Befragten teilen diese Skepsis und schätzen,
dass die Hälfte der Firmen massiven Nachholbedarf aufweist.
Dass das Thema IT-Security an Bedeutung gewinnt, zeigt sich unter anderem
daran, dass über ein Drittel Sicherheitsbudgets um bis zu zehn Prozent
aufgestockt haben - ein Zehntel sogar um deutlich mehr. Vor allem
Telekommunikationsunternehmen investieren in ihre Sicherheit. Medienanbieter
hingegen zeigen die geringste Aktivität. Proaktives Handeln ist jedoch gefragt,
da über die Hälfte der Firmen 2009 mindestens einen sicherheitsrelevanten Vorfall
zu beklagen hatten.
Gefahren durch M&A-Aktivitäten
Die Bedrohungslage ist real. 2009 war ein Drittel der befragten Unternehmen
wiederholt mit Software-Attacken konfrontiert. Die Zahlen sind auch deshalb so
dramatisch, da 84 Prozent der Firmen digitalisierte Inhalte und Informationen
als ihr wichtigste Kapital erachten. Aber auch die Gefährdung von innen durch
die eigenen Mitarbeiter sollte nicht unterschätzt werden - sie bieten mit
Abstand das größte Gefahrenpotenzial. Das Mitarbeitervertrauen steigt jedoch.
"Viele Unternehmen behandeln ihre Mitarbeiter nicht so, wie es der Firma
zuträglich wäre. Es ist vor allem aber die Verbundenheit mit dem Arbeitgeber
und die daraus resultierende Loyalität, die am Ende der Schlüssel zum
Unternehmenserfolg ist", sagt Schaaf im pressetext-Gespräch. Dem Experten
nach spielt die Höhe der Bezahlung der Angestellten aber eine eher
untergeordnete Rolle. "Denn nur wer sich schlecht behandelt fühlt, neigt
dazu Informationen abzuzapfen."
Neben dem fairen Umgang mit Humanressourcen weist Deloitte auch auf
Sicherheitsrisiken durch M&A-Aktivitäten hin. Werden Unternehmensteile
zugekauft oder abgestoßen, muss besonderes Augenmerk auf die IT gelegt werden.
Zugangsmöglichkeiten von Ex-Mitarbeitern zu hochsensiblen Daten sollten daher
überprüft werden. Umfassende Zugangskontrollen sind daher unbedingt
erforderlich, denn der Abfluss von sensiblen Daten wird dadurch verhindert.
(Ende)