Montag, 26. März 2012
Frankfurt (Reuters) - Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat
ihre Ermittlungen wegen der Bespitzelung eines Deutsche-Bank-Aktionärs
eingestellt.
"Wir haben das Verfahren gegen den Detektiv und zwei
weitere Personen gegen Zahlung von 2500 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung
eingestellt", sagte die Frankfurter Oberstaatsanwältin Doris Möller-Scheu
dem Nachrichtenmagazin "Focus". Dem Detektiv wurde vorgeworfen, den
kritischen Aktionär Michael Bohndorf im Auftrag der Bank auf Ibiza bespitzelt
zu haben. Die Deutsche Bank hatte später Regelverstöße eingeräumt. Ein
Klageerzwingungsverfahren gegen Vorstände der Deutschen Bank in diesem
Zusammenhang wurde laut "Focus" nun abgelehnt.
25. März 2012, 11:48 Uhr
Samstag, 24. März 2012
Der Blick hinter die Kulissen der Geheimdienste
Er ist wohl der bekannteste Spion der Welt: James Bond. Doch was haben die
actionreichen Filme über das Leben des britischen Geheimagenten mit der
Realität zu tun? Die große Samstags-Dokumentation "Mythos Spion - Die wahre Geschichte der
Agenten" geht dieser Frage nach. Die vierstündige Dokumentation des
langjährigen SPIEGEL-Chefredakteurs Stefan Aust wirft einen Blick hinter die
Kulissen der Geheimdienste: Warum und wie wird jemand zum Agenten? Wie lebt er
mit Lüge, Verrat und der ständigen Angst, entdeckt zu werden? Wann ist er Held
und wann Verräter? Und warum sind wir von den Agenten mit ihrem Doppelleben so
fasziniert?
"Mythos Spion" am Sa, 24.03. um 22:00 Uhr auf VOX
Gefahren
durch Briefbomben
Am
Mittwoch, den 7. Dezember letzten Jahres, fiel im Postlauf der Deutschen Bank
AG ein an den Chef Dr. Ackermann persönlich adressierter Brief auf. Bei der
routinemäßigen Röntgenuntersuchung durch die Poststelle der Bank konnte der
Brief als Unkonventionelle Spreng-Brandvorrichtung (USBV) identifiziert werden.
Die USBV wurde durch die Sprengstoffgruppe des hessischen Landeskriminalamtes
entschärft. Von Frank D. Stolt, Mannheim
Deutsche
Detektive vor Bundeskriminalamt
Die
Causa Aliyev hat auch im Jahr 2012 nicht an Aktualität eingebüßt und
beschäftigt weiter die österreichische Justiz und Medienlandschaft. Der Wiener
Rechtsanwalt Gabriel Lansky, der den Verein Tagdyr und der Privatbeteiligten
vertritt, ließ Verdächtige im Fall Aliyev observieren, während diese vom
Bundeskriminalamt einvernommen wurden.
Vom
Untersuchen der Untersuchung der Untersuchenden
Das
„öffentliche Opfer“ Kampusch kommt nicht aus den Schlagzeilen.
short
cuts
- Mehr
als 800 Opfer bei britischem Abhörskandal
- Cold
Case Julia Kührer
- Detektive
jagen Matthäus
- GPS-Empfänger
im Absatz
- Ikea
und die Detektive
Recht
Österreich
- Haftung
Detektivkosten für Ehestörer
- Portraitfotos
und der Urheberrechtsschutz
Recht
Deutschland
- Insertionsbetrug und Offertenschwindel
Ein
aktueller Fall aus der Ermittlerpraxis. Böse Fallen für Firmengründer von Dr.
Odile Schwarz-Herion, Ettlingen
- Impressumspflicht
für Facebook
- Kein
Schmerzensgeld wegen übler Nachrede
- Detektive
für Tierschutz
- Der
digitale Fingerabdruck
- Jobverbot
für Detektiv
- Detektive
verfolgen Mieter
- Hausdetektiv
legt Granate
- Videokamera
filmt Griff in die Ladenkasse
Recht
USA
- Überwachung
mit GPS-Wanze ist eine Durchsuchung
spytalk
- Anonymous
veröffentlicht FBI-Telefonkonferenz
- Ernst
Strasser und die gefährliche Welt der Geheimdienste
- FBI
schreibt App für Überwachung von Social Media aus
- Spitzel-Affäre
um Nestlé
- Leiche
auf Google Maps gefunden
Buchtipps
- Effektive Strafverteidigung ... 1. Dreiländerforum Strafverteidigung, Schriftenreihe der Vereinigung
Österreichischer StrafverteidigerInnen – Band 18
- Sicherheit im Einzelhandel. Tipps
zur Abwehr von Ladendiebstahl, Betrug und Überfällen ... Frank
Horst / Dierk Dominicus / Rolf Geckle / Tobias Merbeth / Karsten Nowak
Veranstaltungen
Mittwoch, 21. März 2012
In Klagenfurt saß Energiedaten-Dieb "Dan" acht
Monate in Haft. Seit seiner Entlassung am 1. März sind er und seine Familie
"bedrohlichem Psychoterror" ausgesetzt.
Sein Jahr unbedingt hat "Dan" am 1. März
abgesessen. Doch was danach kam, war so viel ärger, dass der Diplom-Ingenieur
aus Serbien heute weiß: "Im Gefängnis war ich sicherer und freier!"
Das klingt wehleidig, ist es aber nicht - wenn man seine Geschichte hört.
Er hat "einen furchtbaren Fehler" gemacht. Er hat
Windtec, die Klagenfurter Tochter des US-Konzerns AMSC, zugunsten ihres
chinesischen Kunden Sinovel um viel Geld gebracht. Er hat gestanden, mit
Behörden kooperiert und seine Strafe akzeptiert. Aber für ihn und seine
Verwandten fängt das Drama wohl erst an!
"Seit meiner Haftentlassung wurde meine Ex-Frau ständig
von Detektiven am Telefon aufgefordert, Kontakt mit mir herzustellen", berichtet
der 38-Jährige. "Vorletzte Woche, als ich bei ihr meine Tochter besuchte,
riefen sie wieder an und wollten mich sofort vor ihrem Haus sprechen. Da hatte
ich noch keine Angst."
Danach schon! Die Detektive sagten Dan, er sei in großer
Gefahr, die Chinesen seien hinter ihm her. Die Detektive würden ihm helfen. Als
Dan später fragte, warum sie das tun und was das koste, sagten sie, sie würden
ihn gratis beschützen, weil er so ein netter Bursche sei.
Beim zweiten Treffen im Klagenfurter Lendhafen Café wurden
die Männer deutlicher. Dan könne wählen: Entweder offiziell für Sinovel
arbeiten und heimlich für AMSC spionieren. Oder wieder für AMSC zu arbeiten und
ein besseres System zu entwickeln, dass die Chinesen wiederkommen müssten. So
könne er auch seine 200.000 Euro Schulden bei AMSC bezahlen. Dan verlangte
Bedenkzeit und lehnte ab: "Ich kann nicht als Spion leben!" Der
Detektiv konterte: "Jetzt mache ich mir ernsthaft Sorgen um Sie!"
Weiterlesen
Quelle: Kleine Zeitung, 21.3.2012
URL zum Artikel: http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/2976304/geheimdienst-jagt-windtec-spion-kaernten.story
siehe auch: Hintergrund: "Dan" im Visier von Justiz und
Wirtschaft
Trackback: http://weblog.derdetektiv.at/archives/2387-Windtec-Mitarbeiter-spionierte-fuer-chinesische-Firma.html
Dienstag, 20. März 2012
Vereinigung Kriminaldienst Österreich (VKÖ)
10. und 11. April 2012 (09:00 bis 15:00 Uhr)
im Raum Wien (genauer Ort wird noch bekanntgegeben) Referent: Frank D. Stolt
Das Seminar ist ein 1-Tages-Seminar, d.h. bei Interesse Anmeldung entweder für
den 10. oder den 11. April 2012
Begrenzte Teilnehmeranzahl / die Teilnahme ist kostenlos
Infos und Anmeldung unter info@kripo.at
Montag, 19. März 2012
Udo Proksch und der Fall Lucona hielten über zehn Jahre lang
das Land in Atem. Als Proksch 1990 wegen sechsfachen Mordes und Mordversuchs
verurteilt wurde, fand eine der erstaunlichsten Karrieren Österreichs ihr Ende.
2001 starb er an den Folgen einer Herztransplantation. Udo Proksch alias Serge
Kirchhofer war ein Mann mit vielen Gesichtern: Unentwegt plante er grandiose
Projekte, faszinierte mit bizarren Geschäftsideen. In seinem Dokumentarfilm hat
sich Robert Dornhelm auf seine Spuren begeben.
Sendung (vom 18.3.2012, 23:00) noch ca. 7 Tage auf
http://tvthek.orf.at/programs/3743437-Udo-Proksch---Out-of-Control/episodes/3743421-Udo-Proksch---Out-of-Control
online zu sehen.
Filmseite: http://www.udoproksch.at/
Der Name Udo Proksch dürfte außerhalb der Alpenrepublik den
allerwenigsten ein Begriff sein. Zu Unrecht, spiegeln sich doch in der Karriere
dieses mit allen Wassern gewaschenen Strizzis die Widersprüchlichkeiten der
österreichischen Mentalität nieder. Robert Dornhelm hat darüber einen Film
gemacht.
„Out
of Control“ heißt der neueste Streifen des Regisseurs rumänischer Abstammung,
der sich mit dem Leben einer der skurrilsten Personen der österreichischen
Nachkriegsgeschichte beschäftigt. Udo Proksch (1934-2001) war vieles:
Schweinezüchter, Hilfsarbeiter, Brillendesigner, Chef des legendären Café
Demel, Gründer des „Vereins der Senkrechtbegrabenen“, Künstler, Regisseur,
Waffenfetischist und vieles mehr, aber vor allem: Selbstdarsteller. Ein Mann,
der es in seiner Zeit wie kein anderer verstand, sich und seine außergewöhnlichen
und bisweilen sehr obskuren Ideen zu vermarkten und zu verkaufen. Das von ihm
über lange Jahre gestrickte Netzwerk der Macht, das vor allem im berüchtigten
„Club 45“ seine Ausprägung erhielt, ermöglichte es ihm bis 1989 auf freiem Fuß
zu bleiben. Und das, obwohl der von ihm initiierte Versicherungsbetrug rund um
das Schiff „Lucona“, bei dem sechs Seemänner ums Leben kamen, bereits 1977
geschehen war.
Nichtsdestotrotz bleibt die Figur des Udo Proksch – oder Serge Kirchhofer,
wie sein Künstlername lautete – faszinierend und von Mythen umgeben. Das zeigt
sich am besten in den Interviewpassagen von „Out of Control“, bei dem
Prominente wie der ehemalige Bürgermeister von Wien Helmut Zilk, Niki Lauda
oder Ex-Frau Erika Pluhar eine etwaige Schuld Prokschs am Kriminalfall „Lucona“
relativieren oder verneinen. Kann man so einem Schlitzohr denn eigentlich böse
sein? Die Stärke des Films ist denn auch die Präsenz seines Darstellers: So
sind die Kommentare von Proksch über Liebe, Tod, Militär, Politik und Kunst
extrem unterhalten und zeichnen das Bild eines Traumtänzers am Abgrund, der
letztlich zu weit gegangen und doch im Kriminal gelandet ist. Wenn Robert Dornhelm
mit seiner Dokumentation auch keine filmische Glanztat abgeliefert hat, so muss
man ihm doch das Verdienst zusprechen, Proksch über weite Strecken selbst das
Wort überlassen zu haben. Das verleiht dem Film auf jeden Fall eine
interessante und vergnügliche Note.
Die zunehmende Anbindung von Gebrauchsgegenständen wie
Lichtschaltern oder Fernsehgeräten an das Internet wird die Arbeit der
Geheimdienste laut CIA-Direktor David Petraeus deutlich vereinfachen, berichtet
Wired.
“Diese technologischen Entwicklungen werden die
Arbeitsweisen der Nachrichtendienste wahrhaft grundlegend verändern”, verleiht
der Geheimdienst-Chef in einer Ansprache bei einem Gipfel der
CIA-Venturekapital-Firma In-Q-Tel
seiner Vorfreude auf das oft propagierte Internet der Dinge Ausdruck.
“Geräte von Interesse werden künftig mit neuen Technologien
lokalisiert, identifiziert, überwacht und ferngesteuert. Das wird unsere
Auffassung von Geheimhaltung und Identität verändern”, so Petraeus.
Mehr Daten pro Person
Durch zunehmend ubiquitären Zugang zum Internet wird auch
die Anzahl der vernetzten Gegenstände ständig größer. “Je mehr Geräte online
sind, desto mehr Informationen können über deren Nutzer gesammelt werden. Der
Zugang zu diesen Daten ist über das Internet sehr einfach. Von der Zahnbürste
über Lichtschalter bis zum Stomzähler, ‘smarte’ Geräte ermöglichen eine fast
lückenlose Überwachung von Personen”, sagt Georg Markus Kainz von Quintessenz gegenüber
pressetext. Nicht nur in den USA werden die Leben der Menschen zunehmend zu
offenen Büchern für interessierte Spione.
“In Österreich wird gerade die Einführung sogenannter Smart
Meter vorbereitet. Solche Stromzähler sind über W-LAN mit einer Zentrale und im
Idealfall mit den abnehmenden Geräten verbunden. Ein solches System ist sehr
anfällig für Eindringlinge. Der Nutzer für Verbraucher ist bei smarten Geräten
meist gering und dient nur als Vorwand. Für die Wirtschaft ist es allerdings
ein irres Geschäft, weshalb die Einführung vorangetrieben wird”, so Kainz.
Verräterische Zahnbürste
Außer für Geheimdienste sind die Informationen, die diverse
Geräte sammeln, auch für Marketing-Zwecke interessant. “Die Aussicht auf
maßgeschneiderte Produkte und Werbung ist verlockend. Vorstellbar ist auch
schlimmerer Missbrauch. In einer Orwell’schen Zukunft könnte die
Zahnersatz-Versicherung die Zahnbürste befragen, ob ich auch fleißig genug
geputzt habe”, sagt Kainz. Wenn die Zahl der Geräte, die “nach Hause
telefonieren” steigt, sagt Kainz, trifft die Datensammelwut zunehmend die
Falschen.
“Die Behörden bewegen sich dann zunehmend in einer fiktiven
Welt. Sie wissen zwar alles über Otto-Normalverbraucher, wirklich gefährliche
Elemente wissen sich aber vor dem Zugriff zu schützen. Schließlich ist jede
elektronische Information manipulierbar”, sagt Kainz. Das Interesse an einer
behördlichen Überwachung der Bevölkerung scheint laut den Aussagen von Petraeus
jedenfalls weiterhin gegeben.
“Geheimdienste halten jeden Bürger für einen potenziellen
Verbrecher. Das ist ein unmenschlicher Ansatz. In Zukunft werden Kriminelle
sich vielleicht absichtlich ins Visier der Ermittler begeben müssen, das
Unbescholtenheit dann als verdächtig gilt”, vermutet Kainz. pte
Mittwoch, 14. März 2012
Tausende Klagen und Beschlüsse wurden durch das Landesgericht Wiener
Neustadt im Internet veröffentlicht. Offenbar durch Bedienstete des Gerichts
wurde eine Datenbank erstellt, die Online ungesichert abrufbar war und sogar
über Google recherchierbar war. Damit reiht sich das LG Wiener Neustadt
eindrucksvoll in die lange Reihe von Datenlecks im Justizministerium. Zur
Erinnerung, das bisher größte Leck war die jahrelange illegale Weitergabe
von Exekutionsdaten. Bei einem derartig inferioren Umgang mit
höchstpersönlichen und vertraulichen Daten darf das rapide sinkende Vertrauen
in die Justiz nicht verwundern. Auch die Unabhängigkeit und
Rechtsstaatlichkeit von Richtern muss angesichts der Wiener Neustädter Aktion
neu bewertet werden. Offenbar wurde von einzelnen Richtern, ohne
Mindestsicherheitsmaßnahmen, eigenmächtig eine Schatten-EDV entwickelt, die
gerichtsinterne Aufsicht versagte völlig. Solange es derartige
Beamtenaktionen gibt, sind Cyberangriffe von Anonymous und Co das wesentlich
unbedeutendere Problem. Das jüngste Datenleck im Landesgericht Wiener
Neustadt zeigt eindrucksvoll die Notwendigkeit innerbetrieblicher
Datenschutzbeauftragten, die rasch und wirkungsvoll das Entstehen von
Datenlecks erkennen und abstellen. Auch die geplante neue EU-Verordnung
Datenschutz sieht wesentlich stärkere innerbetriebliche Aufsichts- und
Kontrollpflichten vor, werden diese ignoriert drohen Strafen bis eine Million
Euro.
Mehr zu den Veröffentlichungen des Landesgerichts: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wirtschaft/oesterreich/443292_Datenleck-am-Landesgericht-Wr.-Neustadt.html
Tipp
für kurz Entschlossene: mit der Google Suche "beschluss site: .5n0w.net" und
der Einbeziehung "übersprungener Ergebnisse" können zahlose
Beschlüsse, Kläger, Anträge usw. im Google-Cache abgerufen werden.
Quelle: Newsletter ARGE DATEN, 14.3.2012
Montag, 12. März 2012
Freund entpuppte sich als verheiratet: Liaison blieb
zulässig
. . Wie muss eine Frau handeln, wenn sie erfährt, dass ihr
Lebensgefährte in Wahrheit ein verheirateter Mann ist? Muss sie die Beziehung
sofort beenden, oder darf sie der Person an ihrer Seite noch eine Chance geben,
alles ins Reine zu bringen? Um diese Frage drehte sich ein Prozess, über den
der Oberste Gerichtshof befinden musste.
Eine Ehefrau scheiterte mit dem Versuch, der
Kurzzeitfreundin ihres Mannes Detektivkosten aufzuerlegen. Der Detektiv hatte
den Ehebruch festgehalten. Die Freundin muss aber nicht zahlen. Zuerst wusste
sie nicht, dass der Mann verheiratet war. Und dann hat der Mann versichert,
dass es schon einen Scheidungstermin gibt.
Denn die Frau des untreuen Ehemannes hatte einen Detektiv
beauftragt, der die uneheliche Beziehung aufdeckte. Die Kosten für den
Detektiveinsatz, immerhin fast 9800 Euro, forderte die Ehefrau von der
Kurzzeitfreundin ihres Mannes ein. Nun kann man Ehestörer grundsätzlich
tatsächlich belangen. Doch hier wandte die Freundin ein, dass sie sich eigentlich
immer korrekt verhalten habe. Tatsächlich wusste sie zunächst gar nichts vom
wahren Leben ihres Freundes. Dieser hatte ihr nämlich erzählt, dass er schon
seit zwei Jahren geschieden sei. Auch nach außen hin trat man ab Jänner 2010
als offizielles Paar auf. Man ging gemeinsam aus, vergnügte sich beim Ski- und
Radfahren, ging spazieren, joggen und shoppen. Auch der Sex – und damit der
formelle Ehebruch – durfte nicht fehlen. Die Ehefrau wusste wiederum vom
Doppelleben ihres Mannes nicht. Ihr erzählte der Mann nämlich immer wieder neue
Ausreden für sein Fernbleiben, etwa dass er zum Radfahren in der Toskana sei.(...) Weiterlesen
Auch die Höchstrichter gaben der Freundin recht: Von einer
„Maßstabsfigur“ (darunter verstehen Juristen einen mit Werten verbundenen
Durchschnittsmenschen) hätte man nicht fordern dürfen, dass sie sofort Schluss
macht. Erst als klar war, dass aus der Scheidung nichts wird, habe die Freundin
die Liaison beenden müssen. Das habe sie getan, daher müsse sie nicht für die
Detektivkosten aufkommen (3 Ob 232/11f).
Quelle: Die Presse, 11.03.2012 | 18:38 | PHILIPP AICHINGER (Die Presse)
URL zum Artikel: http://diepresse.com/home/739303/Freund-entpuppte-sich-als-verheiratet_Liaison-blieb-zulaessig?from=gl.home_rechtspanorama
Donnerstag, 8. März 2012
Das Arbeitsgericht in Herne hat am Morgen die Klage eines
ehemaligen Mitarbeiters der Stadt Recklinghausen abgewiesen. Der Mann hatte
gegen die Stadt geklagt, weil ihm im letzten Jahr fristlos gekündigt worden
war. Er soll während seiner Arbeitszeit immer wieder in Cafés und Zuhause
gewesen sein. Die Stadt hatte den langjährigen Angestellten von einem Detektiv
beobachten lassen und ihn daraufhin gekündigt. Bei der Verhandlung haben
beide Seiten außerdem einen Vergleich geschlossen. Die Stadt verzichtet auf
weitere Schadensersatz- und der Ex-Mitarbeiter auf mögliche Urlaubs- und
Überstundenansprüche.
Quelle: Radio Vest, 7.3.2012
URL zum Artikel: http://www.radiovest.de/Lokalnachrichten.1579+M58c2e8ea755.0.html
siehe dazu: Recklinghäuser Zeitung, 7. Dezember 2011
URL: http://www.recklinghaeuser-zeitung.de/lokales/recklinghausen/Trickserei-an-der-Stechuhr;art1000,618272
Montag, 5. März 2012
Das Geschäft mit der Sicherheit boomt. In knapp zehn Jahren
hat sich die Zahl der privaten Bewachungsunternehmen mehr als verdoppelt. Immer
mehr Menschen lassen sich ihre Wohnung sichern: Türen, Fenster, komplette
Zimmer und Garageneinfahrten werden mit High-Tech ausgerüstet, um mögliche
Einbrecher oder sogar Attentäter abzuhalten. Die Dokumentation blickt hinter
die Kulissen der boomenden Branche ...
Mo., 5.3.2012, 20.15 Uhr, Puls4
Sonntag, 4. März 2012
In diesem Jahr veranstaltet die School GRC die
Fachtagung Kriminalistik gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für
Kriminalistik (DGfK):
Fachtagung Kriminalistik - „Mehr als Fotos und Fasern?“
am 25. April 2012 in Berlin
Kriminalistik - vor 100 Jahren hätten sich bei diesem Thema
ausschließlich Juristen über Strafrecht unterhalten. Heute versteht man
darunter die Erfassung und Auswertung von Spuren zur Täterfindung, doch eine
universitäre Ausbildung existiert in Deutschland nicht. Freuen Sie sich auf
spannende Vorträge von renommierten Rednern rund um das Thema Kriminalistik in
den unterschiedlichsten Facetten. Erfahren Sie, welches Handwerkszeug der gute
Ermittler benötigt, wo er dieses erlernt und wo er benötigt wird. Erweitern Sie
während der Veranstaltung und beim abschließenden Empfang Ihr Netzwerk. Programmflyer
Eine mögliche Anklage gegen den einstigen Finanzminister
rückt näher. Der KURIER beantwortet die wichtigsten offenen Fragen.
Ein Sonnyboy geht in die Politik, wird der beliebteste
Finanzminister seit Jahrzehnten, heiratet in einen Milliarden-schweren
Kristall-Clan ein – und wird von seiner Vergangenheit, sprich mehr oder weniger
zweifelhaften Freunden, eingeholt: Die Affäre Karl-Heinz Grasser hat alle
Zutaten für eine seichte TV-Serie. Für den Hauptdarsteller ist der Fall aber
ungemein ernst. Es geht um Malversationen in Millionenhöhe, eine Millionen-Show
also, in der es für Grasser irgendwann „Game over“ heißen könnte. Denn die Causa spitzt sich zu: Die Justiz hat den Einstellungsantrag
von KHG abgewiesen. Und sogar die Schwiegermutter belastet ihn. Wie geht es
weiter? Wird Grasser im Gefängnis landen? Der KURIER beantwortet die
wichtigsten Fragen.
Seit Herbst 2009 wird gegen Karl-Heinz Grasser ermittelt und
laut Gericht besteht „dringender Tatverdacht“ – warum gibt es dann noch keine
Anklage?
Die Antwort lautet: Weil die Ermittlungen immer noch laufen. So wartet etwa die
Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) bis heute auf Unterlagen, die bei
Hausdurchsuchungen in Liechtenstein und in der Schweiz sichergestellt wurden.
Die dortige Justiz hat die Unterlagen zwar seit Längerem in Gewahrsam.
Stiftungsräte und Anwälte haben aber Einspruch gegen die Auslieferung erhoben
und nun muss ein Gericht klären, welche Unterlagen die Vaduzer Staatsanwälte
ins Ausland, sprich nach Wien, schicken dürfen. Dem nicht genug, werden nach
wie vor Unterlagen von Hausdurchsuchungen im Zusammenhang mit dem Linzer
Terminal Tower ausgewertet. „Daher kann derzeit auch keine Entscheidung über
eine Anklage oder eine Verfahrenseinstellung getroffen werden“, erklärt WKStA-Sprecher
Martin Ulrich. „Wir sind vom Gesetz verpflichtet, alles umfassend aufzuklären.“
Per Gesetz dürfen Staatsanwälte grundsätzlich nur dann Anklage erheben, wenn
eine Verurteilung wahrscheinlicher ist als ein Freispruch. (...)
Weiterlesen
Quelle: Kurier, 3.3.2012
URL zum Artikel http://kurier.at/nachrichten/4487219-was-grasser-droht-15-jahre-haft-und-pensionsverlust.php4
Wien (OTS) - Christoph Feurstein in
"Thema" am Montag, dem 5. März 2012, um 21.10 Uhr in ORF:
Der Fall Kampusch - Die unendliche Geschichte
Der geheime parlamentarische Unterausschuss wird bezweifeln,
dass es im Fall Natascha Kampusch nur einen Täter gegeben hat, sagt der Ausschussvorsitzende
Werner Amon und löst damit neuerlich eine Lawine an Berichten und Spekulationen
aus. Gleichzeitig wird aber bekannt, dass ein Polizist auf eigene Faust
ermittelt hat. Er nimmt illegal von einem Volksschulmädchen DNA-Proben, weil er
glaubt, dass Natascha Kampusch die Mutter sei - ist sie aber nicht, so ein
Gutachten. Hat der Polizist eigenmächtig oder im Auftrag gehandelt? Wie hat die
Schule darauf reagiert? Wie sieht das Ganze die Staatsanwaltschaft? Was sagt
Natascha Kampusch zu den neuen Gerüchten? Christoph Feurstein, Oliver
Rubenthaler und Christian Zechner sprechen für "Thema" mit den
Betroffenen.
Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand
abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at)
angeboten.
Samstag, 3. März 2012
Datenmissbrauch
Paris. Ikea Frankreich soll seit mehreren Jahren
Mitarbeiter, Bewerber und auch Kunden ausspioniert haben. Die Sicherheitsfirma
"Sûreté International" soll laut einem Medienbericht problemlos auf
abgeschirmte Datenbanken zugegriffen haben, um Hintergründe und Details aus dem
Leben der Betroffenen auszuleuchten.
Französische Ikea-Mitarbeiter liegen im Clinch mit dem
schwedischen Möbelriesen. Ihr schlimmer Verdacht: Mitarbeiter und sogar Kunden
sollen über Jahre hinweg ausspioniert worden sein. Über ein Dutzend Mitarbeiter
stellten jetzt Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Datenmissbrauchs. (...)
Weiterlesen
Quelle: Der Westen, 1.3.2012
URL zum Artikel: http://www.derwesten.de/incoming/spitzelaffaere-bei-ikea-frankreich-enthuellt-id6416927.html
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