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Donnerstag, 18. Februar 2010SchuVT: Polizei geht mit Wunderwaffe aus Tirol auf Einbrecher-JagdTrackbacks
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Da kann man Österreich zu der "Wunderwaffe" ja nur gratulieren! Die EDV-Unterstützung bei der Schuhspurenauswertung wird zwar schon seit Jahrzehnten eingesetzt, ein landesweit einheitliches System steht aber erst in wenigen Ländern wie Finnland (Simsalapim) und England (NFRC) zur Verfügung.
Das ist das 1:0 für die österreichische Polizei bei der Kriminalitätsbekämpfung, zumindest im deutschsprachigen Raum.
Die "automatischen" Funktionen der Tiroler Schuhvergleichs-Technologie sind in dem Artikel in der ÖFFENTLICHE SICHERHEIT 1-2/10 zwar nicht im Detail beschrieben, eine Aussage verdient aber noch eine besondere Erwähnung: "Ideen, die Klassifikation ausschließlich dem Computer zu überlassen, existieren bereits, werden aber möglicherweise erst in fünf bis zehn Jahren für die Fallarbeit in brauchbarer Form erhältlich sein."
Das ist die "automatische" Technologie, auf die die Schuhspurenauswerter in aller Welt warten! Auf diesem Gebiet könnte bald die Schweiz mit ASTIS die Führung übernehmen.
Bis dahin wäre es jedoch naheliegend, einen europäischen Verbund zwischen den verschiedenen Datenbanken herzustellen, wie er schon bei den DNA- oder Fingerspuren existiert.
Als ehemaliger Kriminaltechniker, Entwickler und Sachver-ständiger habe ich auf dem im Artikel beschriebenem Ge- biet sehr viele Jahre gearbeitet. Dem Tiroler Entwicklungs- team möchte ich aus meiner Sichtweise für die Entwicklung eines automatischen Schuhsohlenvergleichs gratulieren. Nach der Beschreibung ist es dem Team gelungen, ein effizienteres Verfahren zur Täterfeststellung mittels Schuhspuren für die KPU`s zu entwickeln und damit die zeitaufwendige manuell betriebene Karteikasten-Arbeits- weise abzulösen. Die dadurch erreichte Zeiteinsparung kann jetzt für die beschleunigte Vorgangsbearbeitung ein- gesetzt werden, um die Aufklärungsquote zu erhöhen. Im östlichen Teil Deutschlands begann man in den 60-ziger Jahren mit dem Anlegen und dem Vergleichen von Schuh-spuren-Sammlungen. Aufgrund der Aufklärungserfolge wurde die Arbeitsmethode weiter entwickelt und ein Kata- log (lose Blattsammlung) über Schuhbesohlungsmaterialien für alle Polizeidienststellen für die Vergleichsarbeit sowie Beschaffung von Vergleichsmaterial zur Verfügung gestellt. Der Katalog wurde laufend ergänzt und hatte 1989 einen Umfang von größer als 1000 Blatt. Auf der Vorderseite des Katalogblattes befand sich das Sohlenmuster mit der Klas- sifizierungs-Nr. und auf der Rückseite der Oberbau des Schuhes. Zusätzlich zum Katalog befanden sich in der Leit- stelle noch etwa 2500 Arbeitskarteien mit unterschiedlichen Sohlenprofilen. Der Suchprozess mit dem manuell geführten Karteisystem nahm so viel Zeit in Anspruch, so dass es nicht mehr vertretbar war, diese Arbeiten so fortzuführen. Daraufhin wurde das rechnergestützte Programm CIS (Dr. Ulf Pillat/Kurras) entwickelt und 1988 in die Praxis einge- führt. Das Programm CIS (computergestützte Interpreta- tion von Schuhspuren) wurde in den Präsidien des Landes Brandenburgs bis 2006 und im LKA bis zum Jahre 1996 genutzt. 1996 wurde das CIS Programm von Schars (GFaI Berlin Adlershof) abgelöst. Schars wurde von der GFaI mit den Mitarbeitern vom LKA Brandenburg (Marquardt/Kurras) auf der Grundlage von CIS entwickelt und wird gegenwärtig von mehreren Ländern in Deutsch- land genutzt. Ähnliche Programme werden mit unterschied- lichen Klassifizierungssystemen auch in der Schweiz, Groß- britannien und in Deutschland angewendet. Besondere Aufmerksamkeit sollte künftig auf die vollautomatische Mustererkennung von Sohlenprofilen gelegt werden und die Installation eines Referenzmuster-Tools mit länderüber- greifendem Zugang. Abschließend sei erwähnt, dass sich Schars im Land Brandenburg seit 2007 als landesweit zu- griffsfähiges Web-System im Einsatz befindet, was bundes- deutsch bisher einzigartig ist.
Günther Kurras
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Verwaltung des BlogsKommentareDo, 09.02.2012 19:29
1.500,-- Euro für 40 Stun
den = 37,50 Euro = Schleu
derpreis, um die paar Eur
o kann man weder vernünft
ige Ermittlung [...]
Do, 02.02.2012 09:35
das ist sehr interessant)
vielen dank)
Fr, 27.01.2012 09:30
Detektiv hat Jobverbot: W
eiß jemand, ob der Detekt
iv mit Vornamen tatsächli
ch Harald heißt? Hat er s
ein Büro in München?
Fr, 20.01.2012 11:02
Der Markt ist seit ca. 2
Jahren am wachsen und die
Drohnen werden immer pro
fessioneller. Vor allem f
inden sich auc [...]
Di, 10.01.2012 20:32
danke, wirklich sehr schö
ner und ausführlicher Art
ikel
Mo, 09.01.2012 20:31
Spielfilme sind ja okay a
ber das ist nicht gerade
ne gute Webung...Vor alle
m diese Laien-Schauspiele
r..
Fr, 06.01.2012 11:11
Ich distanziere mich mit
aller Deutlichkeit von di
esen "Privatdetektiven",
oder was immer auch deren
tatsächlicher [...]
Do, 05.01.2012 17:15
Der Katastrophe zweiter T
eil..unfassbar..
Sa, 31.12.2011 18:06
Hört sich ja nach einer e
cht intessanten Messe an.
Besonders wenn man James
Bond mag.
Mi, 30.11.2011 20:15
Zitat: "Derzeit wird der
Auftrag vergeben, gesucht
wird der günstigste Anbi
eter in Wien."
Ja ich
suche auch imm [...]
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