Wie erst jetzt bekannt wurde, kam es vor einer Woche auf der Ostsee zu
einem rätselhaften Akt von Piraterie. Am Freitag, den 24.07.2009,
brachten acht bis zehn bewaffnete Männer nordöstlich von Öland den
unter maltesischer Flagge fahrenden Frachter "Arctic Sea" auf, der
gerade auf dem Weg von Finnland nach Algerien war.
Die Täter gaben sich zunächst als Drogenfahnder aus. Auch ihr
Schlauchboot soll die Aufschrift "Polizei" getragen haben. In Wahrheit
handelte es sich um einen Überfall. Die 15 überwiegend russischen
Besatzungsmitglieder wurden von den Piraten, die gebrochen englisch
sprachen, angeblich schwer misshandelt. Einem Seemann wurden demnach
mehrere Zähne ausgeschlagen. Hierzu liegen aber momentan noch
widersprüchliche Berichte vor, da die Polizei noch keine Gelegenheit
hatte, mit der Besatzung zu sprechen.
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