Mittwoch, 1. März 2006
Seit 1. Juli 2005 gibt es die neue Bundespolizei in Österreich. Neue Struktur, neue Uniform, neues DesignDer neue Wachkörper ist entstanden aus der Sicherheitswache, der Bundesgendarmerie, dem Kriminaldienst sowie Teilen der Zollwache und der Schifffahrtspolizei. Die Zusammenführung der Wachkörper war der Höhepunkt einer Reihe von Reformprojekten in den letzten Jahren – beispielsweise die Neuorganisation des Kriminaldienstes, des Staatsschutzes und der Sondereinheiten sowie die Reform der Wiener Polizei.
Die Neuorganisation der österreichischen Polizei wurde – im internationalen Vergleich – in Rekordzeit umgesetzt: Vom Startschuss über die Entwicklung des innovativen Konzepts eines gemeinsamen Wachkörpers und die Schaffung der rechtlichen, organisatorischen, technischen und wirtschaftlichen Grundvoraussetzungen bis hin zur Errichtung der neuen „Bundespolizei“ vergingen weniger als zweieinhalb Jahre. „Bei diesem Vorhaben handelte es sich um das größte und wichtigste Verwaltungsinnovationsprojekt in der Zweiten Republik“, betont Innenministerin Liese Prokop. Die neue, einheitliche Bundespolizei mit zeitgemäßen, flexiblen Strukturen und einem modernen Erscheinungsbild bedeutet auch mehr Bürgernähe: Die über 1.000 Polizei- und Fachinspektionen in Österreich sind erste Ansprechstelle für die Bürgerinnen und Bürger über alle Belange der inneren Sicherheit.
Neun Landespolizeikommanden
Die Kommandostrukturen wurden reduziert und gestrafft: In jedem Bundesland gibt es ein Landespolizeikommando (LPK), dem die Bezirkspolizeikommanden (BPK) und Stadtpolizeikommanden (SPK) untergeordnet sind. Darunter befinden sich Polizeiinspektionen (PI). Diese können auch Fachdienststellen sein wie zum Beispiel Grenzpolizeiinspektionen, Diensthundeinspektionen, Strom- und Seepolizeiinspektionen oder Polizeianhaltezentren. Die Polizeiinspektionen sind die engsten Bindeglieder zur Bevölkerung sowie zu den lokalen Behörden, Dienststellen und Organisationen. Hier erfolgt der operative Exekutivdienst durch Generalisten auf lokaler Ebene: Kriminaldienst, Verkehrsdienst, sicherheitspolizeilicher Dienst und Prävention. Das Landespolizeikommando wird von einem Kommandanten und einem Stellvertreter geleitet und besteht neben der Adjutantur aus fünf Bereichen: Organisations- und Einsatzabteilung,
Das Landespolizeikommando Wien unterscheidet sich aufgrund der Größe und der besonderen Aufgaben in der Bundeshauptstadt in einigen Gliederungen von den anderen Landespolizeikommanden.
Stadt- und Bezirkspolizeikommanden
In jenen Städten, in denen eine Bundespolizeidirektion eingerichtet ist, besteht ein Stadtpolizeikommando. Das sind die Landeshauptstädte Eisenstadt, Klagenfurt, St. Pölten, Linz, Salzburg, Graz und Innsbruck sowie die Städte Villach, Schwechat, Wr. Neustadt, Steyr, Wels und Leoben. Eine Ausnahme bildet die Bundeshauptstadt Wien: Hier gibt es 14 Stadtpolizeikommanden – in jedem der 14 Polizeikommissariate. Das Stadtpolizeikommando ist die Leit- und Koordinationsstelle für die Polizeiinspektionen in seinem Bereich. Die Leitstelle im SPK ist rund um die Uhr besetzt. Den 27 Stadtpolizeikommanden und den 83 Bezirkspolizeikommanden gehören vier Referate an: Organisation und Dienstbetrieb,
Dazu kommt die Organisationseinheit „Führungsunterstützung“.
Neues Design
Dunkelblau und Rot auf Silbermetallic: Das sind die Farben der neuen Polizeifahrzeuge. Das moderne Design der Streifenwagen, Motorräder, Boote und Hubschrauber ergibt ein harmonisches Gesamtbild. Die Fahrzeuge der Polizei werden sofort erkannt – ob zu Land, zu Wasser oder in der Luft. Für die Kraftfahrzeuge bildet silbermetallic die Basisfarbe; ein dunkelblauer Balken – akzentuiert mit einem roten, fluoreszierenden Sicherheitsstreifen – wirkt als gestaltendes Element. Der Schriftzug „Polizei“ und die Notrufnummer „133“ aus weißer, reflektierender Folie sowie ein silberner Bundesadler als Symbol für die Hoheitlichkeit vervollständigen das Design. Die neue Uniform ist dunkelblau, das entspricht dem europäischen Trend. Die modern geschnittene Uniform ist hochwertig, funktionell und unverwechselbar.
Servicenummer 059133
Die Bundespolizei ist in ganz Österreich zum Billigtarif unter der Telefonnummer 059133 erreichbar. Wird diese Servicenummer gewählt, dann gelangt der Anrufer zur nächstgelegenen Polizeidienststelle. Anrufe von Mobiltelefonen werden zum zuständigen Bezirkspolizeikommando oder Stadtpolizeikommando weitergeleitet. Alle Dienststellen haben auch individuelle Nummern. Die Rufnummer beginnt wieder mit 059133, dahinter sind weitere vier bis sieben Ziffern. Die erste Ziffer nach 059133 ist die Bundesland-Kennziffer. Die Länder sind alphabetisch geordnet. Beispielsweise haben alle Dienststellen im Burgenland als erste Ziffer nach der Servicenummer die „1“, in Kärnten die „2“, in Niederösterreich die „3“ usw. Ist die angerufene Nummer besetzt oder hebt niemand ab, wird der Anruf automatisch mit einer anderen Dienststelle verbunden. Die Servicenummer 059133 ersetzt nicht den Polizeinotruf. Die Nummern 133 und 112 sind weiterhin erste Ansprechstellen bei Notsituationen. Die neuen Rufnummern aller Polizeidienststellen sind auf der Homepage der Bundespolizei abrufbar: www.polizei.at
|